Apple iPhone 5 - Gemischte Reaktionen auf das neue Smartphone

Die weltweiten Reaktionen auf die Vorstellung des neuen Apple iPhone 5 fallen gemischt aus, da das neue Smartphone zwar in vielen Bereichen verbessert wurde, die oft beschworenen »Innovationen« aber fehlen.

von Georg Wieselsberger,
13.09.2012 10:11 Uhr

Die Erwartungen an das neue iPhone von Apple waren wieder einmal so hoch, dass sie gar nicht erfüllbar waren. Dementsprechend sind die Reaktionen auf das iPhone 5 im Web eher gemischt. Obwohl das neue Smartphone einige sinnvolle und notwendige Hardware-Upgrades mit sich bringt und mit einem größeren Bildschirm sowie einem schnellerem Prozessor antritt, ist das beispielsweise für den auch als »Fake Steve Jobs« bekannten Dan Lyons in einem Artikel für die BBC nicht genug.

Die Benutzeroberfläche der inzwischen sechsten Version des iPhones sehe fast exakt so aus wie die des ersten iPhones von 2007. Auch die Hardware habe sich die letzten zwei Modelle kaum geändert und nun falle dem bekannten Apple-Designer Jonathan Ive für das neue iPhone nichts Besseres ein als einen 8,9-Zentimeter-Bildschirm durch einen mit 10,2 Zentimeter zu ersetzen. Dieser biete praktisch kaum mehr Platz, dafür sehe das iPhone 5 damit lächerlich aus. Für Lyons begnügt sich Apple nun mit dem Kopieren der Features der Android-Konkurrenz und sei daher langweilig geworden.

Auch Erik Sherman von CBS kommentiert die Vorstellung des iPhone 5 mit der Überschrift »Innovation macht Urlaub«. Praktisch alle Verbesserungen, vom größeren Bildschirm, dem Quadcore-Prozessor, WLAN nach 802.11n-Standard, LTE, längere Batterielaufzeit oder die 8-Megapixel-Kamera, hätten andere Hersteller schon längst.

Dagegen hält James Kendrick von ZDNet das iPhone 5 genau für das Produkt, dass Apple benötigt. Das neue Smartphone sei schneller, leistungsfähiger, nutze das verbesserte iOS 6 und liege trotz des größeren Bildschirms weiterhin gut in der Hand. Außerdem sei es gefährlich, ein so erfolgreiches Produkt radikal zu ändern, denn das könne bekanntlich zu einer »New Coke«-Katastrophe für den Hersteller führen. Dieser New-Coke-Effekt ist nach dem Versuch der Coca-Cola-Company benannt, die Rezeptur von Coca Cola, des mit Abstand erfolgreichsten Produkts des Unternehmens, durch einige Änderungen zu verbessern. New Coke sorgte 1985 stattdessen für eine riesige Protestwelle der Verbraucher, die das Unternehmen erst mit der alten Version des Getränks wieder beruhigen konnte.

James Kendrick könnte durchaus Recht mit seiner Ansicht haben, denn schon die Änderung des Dock-Anschlusses sorgt nicht gerade für Begeisterung bei Nutzern, deren iPhone-Zubehör ohne Adapter nicht mehr mit dem iPhone 5 funktioniert. Auch der längere, aber gleich breite Bildschirm ist wie oben beschrieben wohl nicht jedermanns Sache. Vielleicht fährt Apple also wirklich sicherer, die Hard- und Software mit den notwendigen Updates zu versehen, ohne das beliebte iPhone dabei zu sehr zu verändern.

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