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Auf geht's

Bagger-Simulator 2011 im Test - Das ist keine Dating-Simulation!

Wenn Sie diesen Artikel trotz des Warnhinweises angeklickt haben, dann bedeutet das entweder, dass Sie ein Riesen-Fan von Baggern sind. Oder Ihnen ist unglaublich langweilig. Im zweiten Fall kann Ihnen der Bagger-Simulator 2011 auch nicht weiterhelfen.

von Daniel Abel,
19.11.2010 14:40 Uhr

Computerspiele zeigen uns im Idealfall ein spannenderes Abbild unserer Realität oder entführen uns in abgefahrene Parallelwelten. Die zahllosen Alltagssimulationen, in denen wir Bus oder Lastwagen fahren, Angeln oder einen Ponyhof betreiben, beweisen jedoch immer wieder, dass nicht jedes Szenario in gleichem Maße für die Portierung in eine virtuelle Welt geeignet ist. Diese Spiele haben etwas gemeinsam: Sie simulieren Dinge, die gemeinhin als wenig spannend gelten. Und so sehen viele sie als Sinnbild der gespielten Langeweile. Doch für die Alltagssimulations-Fans, die übrigens häufig in ihrem realen Leben täglichen Umgang mit den simulierten Objekten oder Szenarien haben, sind sie die Verkörperung von Spielspaß und können gar nicht realistisch genug sein. Dafür müssen die Simulationen technisch gut umgesetzt sein. Mit dem Bagger-Simulator 2011 wird die Familie der »Ich spiele mein wahres Leben«-Simulationen erneut aktualisiert.

Bagger-Simulator 2011 - Screenshots ansehen

Bagger-Simulator 2011 … klingt ja irgendwie unsexy. Man sollte aber niemanden aufgrund seines Familiennamens verurteilen. Vielleicht steckt in Wahrheit ein intelligenter Komfort-Romantiker mit allerhand Extras hinter der simplen Verpackung. Ich habe mich mit dem simulierten Sandkasten von Astragon zum Test verabredet. Ob es zwischen uns gefunkt hat, lesen Sie in meinem ganz, äh, privaten Erfahrungsbericht.

Als ich Ihn kennenlernte, dachte ich nur: Was für ein …

Nicht einmal im Windpark sind die Windräder animiert. Nicht einmal im Windpark sind die Windräder animiert.

Der Bagger-Simulator 2011 präsentiert sich schon in den ersten Spielminuten etwas plump und irgendwie unzugänglich. Weder ein einleitendes Intro noch ein erklärendes Tutorial versuchen mich zu umschmeicheln. Anschließend sehe ich nur einen biederen Startbildschirm, ganz ohne begleitende Hintergrundmusik oder sonstige Romantik-Gimmicks. Aber gut, solche Puristen entfalten ihre wahren Stärken oft bei den inneren Qualitäten. Im Ladebildschirm allerdings versucht mich Der Bagger-Simulator 2011 mit einem Possenspiel anzumachen: Der Ladebalken wird von einem Mini-Bagger von links nach rechts aus meinem Bildschirm gebaggert. Und das Ganze in einem Bagger-Simulator! »Sehr originell ist er jedenfalls nicht«, denke ich.

Erst brachte er mich in einen Freizeitpark und später in die Kiesgrube

Eines kann ich dem Bagger-Simulator 2011 zugutehalten: Während sein Vorgänger mich immer wieder in derselben aussichtslosen Kiesgrube seinen Dreck von A nach B schaufeln ließ, darf ich dies nun ohne nervige Zeitvorgaben in gleich fünf unterschiedlichen Szenarien tun. In der großen Stadt, einer kleinbürgerlichen Gartenkolonie, der (urg!) Kiesgrube, einem Windpark und einem vergnüglichen Freizeitpark. Leider fehlen mir die alten Bekannten wie der Löffelradbagger und der überdimensionale Schaufelradbagger, mit denen ich bis in die späten Abendstunden mit einem Pfeifkonzert auf meinen Lippen den Kies in die Grube entladen habe.

Mit insgesamt 31 Aufträgen versucht die 2011er-Version nun mein Herz zu erobern. Allerdings führen die mich in die immer gleichen ungeschmückten und leblosen Areale, da nutzen auch die verschiedenen Umgebungen nicht viel. Ich darf mich auch abseits meiner Aufgaben im »freien Spiel« etwa mit dem Minibagger, Bulldozer oder einem Radlader auf den Bauplätzen austoben, ganz wie es mir beliebt. Nur bleiben meine Tätigkeiten leider auch hier ebenso abwechslungsarm wie zuvor in den Missionen. Die längste Zeit über hebe ich Versorgungsgräben aus – und fragen Sie jetzt bloß nicht womit –, ebne Bauplätze auf eine bestimmte Höhe ein und transportiere verschiedene Arten von Dreck von einem großen zu einem kleinen Haufen – oder umgekehrt. Von den verschiedenen Bodenarten, mit denen der Bagger-Simulator 2011 mich umwarb, bemerke ich wenig. Der Boden macht auf mich viel eher den Eindruck von braunem oder schwarzem Pudding, der in meine Schaufel plumpst. Ich erkenne also keine unterscheidbaren Merkmale in der Bodenzusammensetzung, etwa zwischen körnig, matschig oder fest.

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