Civilization 6 - Alle Infos zum neuen Patch- und DLC-Paket bei Writing Bull

Das Frühlings-Update zu Civ 6 lässt expansionistische Kriegstreiber Blut lecken, zeigt YouTuber Writing Bull in seinem Infovideo zum neuesten Patch und den DLC-Zivilisationen Makedonien & Persien.

von Maurice Weber,
30.03.2017 13:19 Uhr

Offenbar möchte Entwickler Firaxis Games den Schlagetots unter den Civ-Fans Oberwasser geben. Diesen Eindruck hat YouTuber und Strategie-Spezialist Daniel Blum aka Writing Bull gewonnen, der die wichtigstenNeuerungen des gerade erschienen Updates »Frühling 2017« für Civilization 6 in einem Info-Video auf seinem YouTube-Kanal vorstellt und analysiert.

Das Update enthält einen umfangreichen Patch für die Rundenstrategie-Legende sowie ein kostenpflichtiges Ergänzungspaket. Patch und DLC bringen mehr und besseren Content für Eroberungsfeldzüge - der Griff nach der Weltherrschaft soll bei Civ 6 noch mehr Spaß machen!

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Die KI-Verbesserungen

Dafür verbessert der Patch die Künstliche Intelligenz der Computergegner. Griff ein Spieler einen Rivalen an, konnte das bislang zu einem Shitstorm auf dem diplomatischen Parkett führen: Die KI-Rivalen regten sich über jeden Angriffskriegs maßlos auf, auch wenn dabei vielleicht ein gemeinsamer Erzfeind als Zielscheibe diente. Dank des Patchs berücksichtigt die KI diesmal mehr, ob ein solcher Angriff nicht vielleicht den eigenen Interessen dient, und drückt gerne mal dankbar ein Auge zu.

Civilization 6 - Die KI im Test - was hat sie drauf? 3:51 Civilization 6 - Die KI im Test - was hat sie drauf?

Auch an anderer Stelle verhält sich die Diplomatie-KI jetzt in Kriegszeiten realistischer und undogmatischer. Erobert eine Zivilisation eine fremde Stadt, kassiert sie dafür zwar weiterhin in der Völkergemeinschaft strafende Blicke, doch der sogenannte Kriegstreiber-Malus fällt umso geringer aus, je mickriger die Beute ist. Konkret: Je bevölkerungsschwächer das eroberte Städtchen im Vergleich zu einer durchschnittlichen Metropole in der Welt ist, umso weniger Wellen schlägt der Besitzerwechsel in der internationalen Diplomatie.

Feinschliff überall

Wer gerne große Reiche errichtet oder zumindest zusammenraubt, wird auch an einer weiteren Verbesserung des Patchs seine Freude haben. Bislang war es mäßig interessant, Städte am Meer zu bauen oder zu erobern: Küstengewässer brachten gerade einmal je einen Nahrungs- und Goldertrag pro Runde ein. Nun spendieren Leuchttürme einen zusätzlichen Nahrungspunkt und Seehäfen zwei weitere Goldeinkommen - durch den Bau solcher Einrichtungen in Hafenbezirken wird die Besetzung der Küstenregionen endlich attraktiv.

Dazu kommen viele weitere kleine Verbesserungen, die Feldherren Freude bereiten. So werden zum Beispiel Bomberflüge gegen belagerte Städte verheerender, und Computergegner zeigen sich bei Friedensverhandlungen flexibler: sie sind jetzt eher bereit, sich Herzenswünsche mit Gold abkaufen zu lassen.

Neue DLC-Zivilisation: Persien

Doch nicht nur der Patch, auch der zeitgleich erschienene vierte DLC schlägt in dieselbe Kerbe. Das Persien und Makedonien Zivilisations- & Szenariopaket (»Persia and Macedon Civilization & Scenario Pack«) liefert zwei neue expansionistische Fraktionen und zudem ein historisches Militär-Szenario.

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Die Perser unter König Kyros sind perfekt geeignet, um mit Überraschungsangriffen ein weitläufiges Reich zusammenzurauben und mit geringem Aufwand effizient auszubeuten. Zetteln die Orientalen einen Überraschungskrieg an, haben ihre Einheiten in den ersten zehn Runden je zwei zusätzliche Bewegungspunkte. Besetzen sie mit ihren blitzschnellen Attacken eine fremde Stadt, zwingen sie die Bevölkerung, für den persischen König zu arbeiten: Jeder Widerstand wird sofort niedergeschlagen.

Civilization 6 - Teaser-Trailer stellt die Perser als neues Volk vor 1:33 Civilization 6 - Teaser-Trailer stellt die Perser als neues Volk vor

Zudem verfügen die Perser mit dem Krummsäbelkämpfer über eine Allrounder-Einheit für die frühe Spielphase, die sowohl im Nah- als auch im Fernkampf eingesetzt werden kann. Zwar sind diese Spezialeinheiten den Standard-Schwertkämpfern und den üblichen Bogenschützen in deren Paradedisziplinen etwas unterlegen. Doch weil die Perser zudem über ein besonders fortschrittliches Straßensystem verfügen, das schnelle Truppenverlegungen möglich macht, kann eine Handvoll Krummsäbelkämpfer im Alleingang spielend leicht ein weites Reich absichern.

Die zweite DLC-Zivilisation: Makedonien

Noch offensichtlicher sind die Makedonen unter Alexander dafür geeignet, über die Spielwelt hinwegzurollen wie ... wie Alexander der Große halt. Der legendäre Perser-Besieger kann nonstop Kriege führen, ohne dass die Bürger daheim jemals aufmucken und unzufrieden werden. Erobern seine Truppen eine fremde Stadt mit einem Weltwunder, beflügelt diese frohe Kunde seine Mannen dermaßen, dass alle seine Krieger auf der Stelle von allen ihren Verwundungen genesen. Da versteht man, dass der historische Alexander geglaubt hat, ein Gott zu sein!

Civilization 6 - »First Look«-Video stellt Alexander den Großen und Mazedonien vor 1:43 Civilization 6 - »First Look«-Video stellt Alexander den Großen und Mazedonien vor

Auch bei der Wissenschaft setzen die Makedonen auf die Hauruck-Methode. Alexander kann es sich leisten, Forschung und Lehre schleifen zu lassen. Denn erobern seine Krieger eine Stadt mit einem Campus oder Theaterplatz, mit einem Lager oder einer Heiligen Stätte, erhält sein Volk eine zufällig ausgesuchte Eingebung oder einen Heureka-Boost. Und wird in der Basilikoi Paides, der makedonischen Kaserne, eine Einheit ausgebildet, werden dabei weitere Extra-Schübe für die laufende Forschung freigesetzt.

Ehrensache, dass mit den Hypaspists-Infanteristen und der Schweren Kavallerie der Hetairoi den Makedonen zudem zwei einzigartige Eliteeinheiten für die Feldzüge des großen Alexander zur Verfügung stehen.

Die Geschichte der Rundenstrategie (Plus-Report)

Das DLC-Szenario: Alexanders Eroberungen

Abgerundet wird der DLC mit zwei neuen Weltwundern und dem Einzelspieler-Szenario »Alexanders Eroberungen«. Hier gilt es, in die großen Fußstapfen des legendären Feldherrn zu treten und mit einem vergleichsweise kleinen Armee im Eiltempo Asien zu überrollen. Forschung, Diplomatie und Religion spielen dabei keine Rolle - es zählt, mit kluger Taktik und dosierter Risikofreude 28 feindliche Städte schnell zu erreichen und einzunehmen, während der Rundenzähler erbarmungslos tickt.

Das Militärszenario auf einer historisch authentischen Karte macht einen strategisch anspruchsvollen ersten Eindruck. YouTuber Writing Bull hat angekündigt, in Kürze ein Let's Play zu diesem Szenario zu starten. Bereits das Szenario Outback-Tycoon des vorangegangenen Australien-DLCs hatte er in einer Let's-Play-Reihe gezeigt.


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