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Core i7 7740X - Kaby Lake X gegen Core i7 7700K und Ryzen

Im Test tritt der Core i7 7740X für den High-End-Sockel 2066 gegen den etablierten Core i7 7700K und Ryzen an. Wer liegt in den Spiele-Benchmarks vorne?

von Nils Raettig,
28.06.2017 13:40 Uhr

Der Core i7 7740X verfügt im Test genau wie der Core i7 7700K über vier Kerne, auch die Taktraten und viele weitere technische Eckdaten sind fast identisch.Der Core i7 7740X verfügt im Test genau wie der Core i7 7700K über vier Kerne, auch die Taktraten und viele weitere technische Eckdaten sind fast identisch.

Mit dem Core i7 7740X testen wir Intels erste CPU der neuen High End-Desktop-Plattform (HEDT) für den Sockel 2066 mit X299-Chipsatz. In unseren Spiele- und Anwendungs-Benchmarks steht vor allem der Vergleich des Core i7 7740X mit dem Core i7 7700K für den Mainstream-Sockel 1151 im Vordergrund, die technisch große Ähnlichkeiten aufweisen. Andere CPUs für den Sockel 2066 wie den Core i7 7900X mit zehn Kernen konnte Intel uns bislang nicht zur Verfügung stellen, im deutschen Handel sind sie ebenfalls nochso gut wie gar nicht verfügbar.

In der Vergangenheit haben sich Intels High End-Prozessoren (u.a. Sockel 1366, Sockel 2011 und Sockel 2011-3) stets klar von den Mainstream-Modellen unterschieden. Das hebt Intel im Falle des Sockel 2066 durch zwei Kaby Lake X-Prozessoren auf. Der Core i7 7740X aus diesem Test und der Core i5 7640X basieren auf der Kaby Lake-Architektur wie die aktuellen Core-CPUs für den Sockel 1151 wie etwa der Core i5 7600K. Sieben weitere, kommende Modelle für den Sockel 2066 mit bis zu 18 Kernen basieren dagegen auf der Skylake SP-Architektur für den Server-Markt und Intels Xeon-CPUs.

Kaby Lake X vs. Skylake X vs. Kaby Lake

Asus X299-E Gaming Für unseren Test des Core i7 7740X nutzen wir das X299-E Gaming von Asus mit dem aktuellsten BIOS. Wie die meisten Sockel 2066-Mainboards ist es vergleichsweise teuer, aktuell wird es ab circa 330 Euro im Handel gelistet.

Eingeschränkte RAM-Nutzung Da Kaby Lake X nur Dual Channel-Speicher unterstützt, können nicht alle RAM-Slots des Asus-Mainboards mit dem Core i7 7740X genutzt werden. Ein passender Hinweis ist auf den RAM-Slots angebracht.

Die größten Nachteile der beiden Kaby Lake X-CPUs für S2066 im Vergleich zu Skylake X liegen in der niedrigen Kernzahl (4 statt 6 bis 18), weniger PCI Express-Lanes (16 statt 28 bis 44) und Dual- statt Quad-Channel-Speicher. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass nicht alle Funktionen der relativ teuren Mainboards mit X299-Chipsatz für den Sockel 2066 mit einer Kaby Lake X-CPU wie dem i7 7740X genutzt werden können. Manche X299-Boards unterstützen diese CPU deshalb offiziell nicht ein Mal.

Kaby Lake X-Prozessoren müssen außerdem im Gegensatz zu Skylake X-CPUs auf die neue Aufteilung von L2- und L3-Cache (der flottere L2-Cache ist größer, der langsamere L3-Cache etwas kleiner und nicht-inklusive), ein gitterförmiges Mesh-Netzwerk statt des kreisförmigen Ringbus zur direkteren Verbindung von CPU-Kernen, Speichercontroller, Cache und der I/O-Komponenten sowie auf den Turbo Boost 3.0 verzichten, der jetzt für zwei statt wie noch bei Broadwell-E (u.a. Core i7 6950X) für nur einen Kern gilt.

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Gegenüber dem Core i7 7700K (Kaby Lake,S1151) hat der Core i7 7740X (Kaby Lake X, S2066) gleichzeitig nur wenige Vorteile zu bieten. Dazu zählen ein um 100 MHz höherer Takt, die offizielle Unterstützung von leicht höher getaktetem Speicher (DDR4-2666 statt DDR4-2400) und eine potenziell bessere Eignung für das Übertakten (unter anderem aufgrund des größeren Heatspreaders).

Einen für Spieler eher weniger relevante Nachteil gibt es ebenfalls: Der Core i7 7740X verfügt über keine integrierte Grafikeinheit. Man kann also nicht darauf ausweichen, falls die dedizierte Grafikkarte einmal ausfallen sollte, zudem unterstützt der 7740X auch kein Quicksync für das De- und Enkodieren von Videos.

Außerdem kurz noch ein Blick auf die zweite Kaby Lake X-CPU: Der Core i5 7640X (ein späterer Test ist geplant) kostet statt 370 Euro etwa 270 Euro, dafür fehlt ihm allerdings die virtuelle Kernverdoppelung (Hyperthreading), er taktet um 300 MHz niedriger und sein L3-Cache ist nur 6,0 statt 8,0 MByte groß.

Core i7 7740X: Technische Daten

Core i7 7740X

Core i7 7700K

Ryzen 7 1800X

Core i7 7900X

Kerne / Threads

4 / 8

4 / 8

8 / 16

10 / 20

Sockel / Architektur

2066 / Kaby Lake

1151 / Kaby Lake

AM4 / Zen

2066 / Skylake-SP

Standard-Takt

4,3 GHz

4,2 GHz

3,6 GHz

3,3 GHz

Turbo-Takt

4,5 GHz

4,5 GHz

4,0 GHz

4,3 GHz

Speicher

DDR4-2666 (Dual-Channel)

DDR4-2400 (Dual-Channel)

DDR4-2666 (Dual-Channel)

DDR4-2666 (Quad-Channel)

L2-Cache pro Kern

256 KByte

256 KByte

512 KByte

1.024 KByte

L3-Cache

8,0 MByte

8,0 MByte

2 x 8,0 MByte

13,75 MByte

PCI Express 3.0-Lanes

16

16

24

44

TDP

112 Watt

91 Watt

95 Watt

140 Watt

integrierte GPU

nein

Intel HD Graphics 630

nein

nein

freier Multiplikator

Ja

Ja

Ja

Ja

Verbindung DIE / Heatspreader

Wärmeleitpaste

Wärmeleitpaste

Metall (verlötet)

Wärmeleitpaste

ca. Preis

370 Euro

340 Euro

470 Euro

1.100 Euro

Testsystem

Um eine Limitierung durch die Grafikkarte bei unserem CPU-Testsystem möglichst weitgehend zu verhindern, kommt Nvidias Geforce GTX 1080 zum Einsatz. In besonders niedrigen Auflösungen wie 1280x720 und bei sehr geringer Grafikqualität würde die Leistung der GPU zwar noch weiter in den Hintergrund rücken, um ausreichend nahe an der Realität der meisten Spieler zu bleiben, haben wir uns aber für andere Einstellungen entschieden.

Alle Spiele werden in den Auflösungen 1920x1080 und 2560x1440 getestet, statt maximaler Qualität wählen wir jeweils die Stufe »hoch« und für die Kantenglättung kommen nur genügsame Post-Processing-Verfahren wie FXAA oder TAA zum Einsatz. Dabei verwenden wir stets 16,0 GByte Arbeitsspeicher, der im Rahmen der offiziell unterstützten Frequenzen läuft: Im Falle von DDR3-Systemen taktet er mit 1.600 MHz, während DDR4-Systeme mit 2.400 MHz laufen. Den Quad-Channel-Modus unterstützen nur Intels Sockel 2011-3-Prozessoren, alle anderen CPUs testen wir im Dual-Channel-Modus.

Die AMD-Ryzen-Prozessoren testen wir mit dem Gigabyte-Mainboard AX370 Gaming 5 und dem aktuellsten BIOS. Als Betriebssystem kommt Windows 10 in der 64 Bit-Variante zum Einsatz, bei den Spielen haben wir uns für Battlefield 1, Deus Ex: Mankind Divided, Rise of the Tomb Raider, The Witcher 3, Total War: Warhammer und Watch Dogs 2 entschieden. In Deus Ex und Rise of the Tomb Raider messen wir sowohl unter DirectX 11 als auch unter DirectX 12, wobei in das finale Performance Rating jeweils nur die Ergebnisse der im Einzelfall besser laufenden Schnittstelle einfließen.

Abgesehen von Total War: Warhammer verwenden wir stets eigene Benchmark-Sequenzen aus dem tatsächlichen Spielgeschehen, die zwischen 40 und 120 Sekunden lang sind. In Battlefield 1 haben wir uns für Messungen im Singleplayer-Modus entschieden, da es im Multiplayer-Modus sehr schwierig ist, vergleichbare Bedingungen zu schaffen.

Die Anwendungs-Tests umfassen Cinebench (Single- und Multicore), das Enkodieren eines 4K-Videos per Handbrake und den integrierten Benchmark von 7-Zip. Die Leistungsaufnahme messen wir zu guter Letzt für das gesamte Testsystem sowohl im Leerlauf als auch unter Spielelast (Battlefield 1).

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