Counter-Strike - Legendäre Map »Dust2« aus kompetitiven Kartenrotation gestrichen

Valve hat den Kartenklassiker Dust2 aus dem »Active Duty«-Mappool von CS:GO gestrichen. Inferno ersetzt Dust2 auf E-Sport-Turnieren, im normalen Spielbetrieb ist die Karte weiterhin direkt anwählbar.

von Stefan Köhler,
06.02.2017 14:07 Uhr

Der Erschaffer von Dust2 empfand die Karte als missglückt, bei der Entwicklung ging der Platz im Editor aus. Heute ist es wohl die populärste Karte aller Multiplayer-Shooter, die von Valve nun in die Reserveliste geschickt wurde.Der Erschaffer von Dust2 empfand die Karte als missglückt, bei der Entwicklung ging der Platz im Editor aus. Heute ist es wohl die populärste Karte aller Multiplayer-Shooter, die von Valve nun in die Reserveliste geschickt wurde.

Es ist die mit hoher Wahrscheinlichkeit meistgespielte Karte aller Shooter: Die Map Dust2 wurde aus der Active-Duty-Kartenrotation von Counter-Strike: Global Offensive entfernt und in die Reserveliste verschoben. Als Ersatz kommt Inferno, die Karte wurde zuletzt optisch und spielerisch überarbeitet.

Was bedeutet die Änderung für die Spieler? Im ersten Moment gar nichts: Dust2 ist weiterhin im kompetitiven Spielmodus gezielt anwählbar und hat trotz der Änderungen auch jetzt noch die derzeit höchste Spielerzahl. Auch in Casual-Modi wie Deathmatch taucht Dust2 noch auf, tatsächlich hat die Karte endlich eine eigene »Dust2-only«-Rotation zur Auswahl erhalten. Dust2 ist also keinesfalls weg, die Map wurde nur aus dem Active-Duty-Pool entfernt.

Das ist die neue Map: Das Remake von Inferno vorgestellt

Krempelt E-Sportszene um

Für die Zuschauer von E-Sport-Veranstaltungen wird es jetzt wichtig: Mit dem Entfernen von Dust2 aus dem Active-Duty-Mappool ist die Karte nicht mehr Teil von Turnieren, wie zuvor erwähnt nimmt Inferno den Platz ein. Wurde Dust2 noch im Rahmen der Ende Januar gespielten Meisterschaft Eleague Major 2017 gespielt, werden alle kommenden Turniere Action auf Inferno bieten.

Das hat natürlich auch einschneidende Konsequenzen für die Teams: Maps in CS:GO werden nach den beiden Komponenten Teamtaktik und individuelles Können bewertet. Dust2 gilt als das äußerste Extrem einer »Skill«-Map, die taktischen Kniffe und Möglichkeiten gelten als vollständig ausgereizt. Ohne Dust2 verschiebt sich also auch der spielerische Fokus.

Als Gewinner der Änderung gelten Taktierer wie Virtus.Pro (derzeit Vizemeister), die sich via Twitter auch direkt für das »Weihnachtsgeschenk« bei Valve bedanken. Für die deutsche Organisation Mousesports sehen die Fans hingegen keine Hoffnung, das Team hat eine ihrer zwei wirklich starken Karten verloren.

Dust 2: 2001-2017

Dust2 wurde von Dave Johnston erstellt und mit Counter-Strike 1.1 im Jahr 2001 offiziell veröffentlicht. Johnston hatte die Karte eigentlich als Dust 3 entwickelt, da er nach dem großen Erfolg des Originals Dust keine Erwartungshaltungen für einen echten Nachfolger schüren wollte. Der Erschaffer empfand sein neuestes Werk als Fehlschlag, beim Design ging ihm im Editor der Platz aus - allein deswegen existiert der Mapbereich »Lang A«.

Für Pessimismus gab es aber keinen Grund: Jess Cliffe (einer der Erfinder von Counter-Strike) half bei der finalen Balance, wollte die Map sofort als offizielle Karte einführen und bestand auf den Namen Dust2. Öffentliche Server verschlangen die neue Map quasi, in Clan-Turnieren war Dust2 sofort Teil der Kartenrotation. Heute ist es die wohl meistgespielte Shooter-Karte aller Zeiten.

Valve hat Active-Duty-Maps wie Train, Nuke und zuletzt Inferno überarbeitet. Dust2 hat bisher nur kleinere Veränderungen erhalten, entsprechend liegen die Pläne auf der Hand: Dust2 kommt bald in einer neuen, optisch wie spielerisch überarbeiteten Iteration zurück. Bis dahin bleibt die alte Version für alle Fans in der Reserveliste.

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