Der Amiga als Vampir - Neue Version mit 68080-CPU und SAGA-Chipsatz

Die Amiga-Szene lebt weiter, auch wenn die originalen Rechner von Commodore schon lange einen Platz in der Computer-Geschichte einnehmen.

von Georg Wieselsberger,
14.08.2017 11:42 Uhr

Der Amiga lebt - und wird weiter mit neuer Hardware versorgt.Der Amiga lebt - und wird weiter mit neuer Hardware versorgt.

Auch rund 20 Jahre nach dem eigentlichen Ende des Commodore Amiga gibt es noch immer Unternehmen, die neue Hardware herstellen und vor allem auch noch immer viele Amiga-Fans.

Für letztere dürfte eine Ankündigung von Apollo interessant sein, die bisher für Beschleunigerkarten für Amiga-Systeme bekannt waren. Ein neues Produkt namens Vampire V4 soll in mehreren Versionen erscheinen. Neben einer Beschleunigerkarte soll es auch einen kompletten Rechner geben, der einen Prozessor mit 68080-Kern und einem SAGA-Chipsatz bietet.

1.024x mehr Speicher als das Original

Die Aufgabe der CPU übernimmt aber tatsächlich ein Altera Cyclone V A5, der 512 MByte DDR3-Arbeitsspeicher nutzen kann. Auch wenn diese RAM-Kapazität heute fast mickrig wirkt, ist das im Vergleich zu einem Amiga 500 eine Steigerung um den Faktor 1.024, ganz abgesehen von der wesentlich höheren Geschwindigkeit des DDR3-Speichers.

Hall of Fame: Der Commodore Amiga

Außerdem wird der neue Amiga-Klon die auf dem PC so gut wie ausgestorbenen IDE-Anschlüsse mit 40 und 44 Pin besitzen sowie LAN, USB und MicroSD-Karten unterstützen. Die Hauptplatine ist aufgrund moderner Technik so genügsam geworden, was den Strombedarf betrifft, dass eine Versorgung über Micro-USB ausreicht.

Steckkarten für echte Amigas

Die Steckkarten-Versionen sollen mit den klassischen Amigas wie dem Amiga 500, 1000, 2000 und sogar dem CDTV kompatibel sein, mit einem Adapter ist auch die Nutzung mit einem Amiga 600 möglich. Auch eine Version für den letzten offiziellen Amiga, den Amiga 1200, ist geplant.

Die Besonderheit dürfte aber tatsächlich die Standalone-Version des Vampire V4 sein. Apollo wird zuerst die Steckkarten produzieren und sich dann um den neuen Rechner kümmern. Zu den Preisen gibt es bisher aber noch keine Angaben.

Quelle: Apollo-Accelerators

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