Die Geschichte von Wing Commander - Teil 2: Angriff auf Elite

Wing Commander war ein Riesenerfolg, die Nachfolger sollen drauf aufbauen. Nach Wing Commander 2 zieht Origin ein Pferdespiel in Betracht - entscheidet sich dann aber für den Angriff auf Elite.

von Martin Deppe,
13.04.2016 08:00 Uhr

Nach dem fulminanten Erfolg von Wing Commander bleibt der Nachfolger natürlich nicht aus. Der soll schon ein Jahr nach dem ersten Teil, also 1991, weitere Grenzen brechen. Zum Beispiel akustische: Der Nachfolger mit dem schönen Untertitel Vengeance of the Kilrathi lehrt die pixeligen Zwischenfilm-Charaktere das Sprechen - vorausgesetzt, man spielt mit einer Soundblaster-Karte und installiert das für rund 40 Mark (!) separat angebotene Speech Accessory Pack.

Wing Commander 2 und das verlockende Sprachtool kurbeln prompt den Verkauf von Soundblaster-Karten kräftig an - zwei Jahre, bevor Rebel Assault zur Killer Application für CD-Laufwerke wird. Dabei ist die Sprachausgabe zwar technisch sauber, aber spielerisch überschaubar nutzwertig: Außer zwei zusätzlich vertonten Dialogszenen im Intro und den Funksprüchen erklingt keine weitere Sprache, die versprochene »Vollvertonung« ist gar keine.

Geschütztürme waren eine der überschaubaren Neuerungen in Wing Commander 2. Der Broadsword-Bomber hatte gleich drei davon – einen am Heck, zwei an den Seiten.Geschütztürme waren eine der überschaubaren Neuerungen in Wing Commander 2. Der Broadsword-Bomber hatte gleich drei davon – einen am Heck, zwei an den Seiten.

Dafür wird die Story, die zehn Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils spielt, epischer, tiefgründiger, es geht um Freundschaft und Verrat, Hass und ... Liebe. Ellen Beeman, Assistant Director und Lead Writer, hatte sich sehr genau durchgelesen, worüber sich Wing-Commander-Fans in Compuserve-Foren (!) so austauschen: »Ein paar Leute haben darüber diskutiert, dass Pilotin Angel im ersten Teil in einer bestimmten Szene ja ganz eindeutig Gefühle für den Helden hegt.

Ich habe mir daraufhin im Textskript diese Szene rausgesucht. Aber ich konnte einfach nichts finden, das auf ein romantisches Interesse hinweist. Angel beschreibt da einfach nur, wie man ein bestimmtes Kilrathi-Schiff bekämpft.« Ellen Beeman bespricht sich daraufhin mit ihrem Mann Stephen, der als Director ebenfalls an Wing Commander 2 arbeitet, und beide entscheiden sich für »eine Story voller cineastischer Zwischensequenzen - Lovestory und Bildschirmtod einer der Hauptfiguren inklusive.«

Dank an WCNews.com
Alle abfotografierten Dokumente in diesem Artikel verwenden wir mit freundlicher Genehmigung von WCNews.com, einer wahren Fundgrube für Wing-Commander-Fans. Vorbeischauen lohnt sich!

Gesprochenen Funkverkehr gab’s in Wing Commander 2 nur mit Soundblaster-Karte und Speech Pack, das für rund 40 Mark separat zu kaufen war. Alle anderen Spieler bekamen nur Untertitel. Technisch war der eingesprochene Funkverkehr sauber, nervte aber nach einiger Zeit, weil sich die Sprüche wiederholten. Gesprochenen Funkverkehr gab’s in Wing Commander 2 nur mit Soundblaster-Karte und Speech Pack, das für rund 40 Mark separat zu kaufen war. Alle anderen Spieler bekamen nur Untertitel. Technisch war der eingesprochene Funkverkehr sauber, nervte aber nach einiger Zeit, weil sich die Sprüche wiederholten.