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Es war einmal #50 - Jowood schnappt sich Die Gilde

Diese Woche in »Es war einmal«: Der Publisher Jowood sichert sich die Rechte an der Wirtschaftssimulation Die Gilde.

von Peter Smits,
29.01.2011 10:00 Uhr

Täglich berichtet GameStar.de über die aktuellen Ereignisse in der Welt der Videospiele, doch wie ist der »status quo« überhaupt entstanden? In dem wöchentlichen Format »Es war einmal« wagen wir den Blick in die Vergangenheit und präsentieren Ihnen die wichtigsten News, die heißesten Gerüchte, und die besten Neuerscheinungen vor genau neun Jahren.

24. Januar 2002 - 30. Januar 2002

Die wichtigste News

Jowood wird Publisher von Die Gilde

Am 28. Januar 2002 erschien eine kleine News auf GameStar.de, die zum damaligen Zeitpunkt vermutlich kaum beachtet wurde. Wir berichteten darüber, dass die Wirtschaftssimulation Die Gilde vom österreichischen Publisher Jowood vertrieben wird. Der hatte sich die Rechte des inoffiziellen Nachfolgers der Fugger-Reihe gesichert, die noch wenige Monate vorher bei Infogrames lagen. Jowood gab auch gleich einen Release-Temin bekannt: Am 1. März solle Die Gilde erscheinen.

Welche Auswirkungen der Publisher-Wechsel auf ein Spiel haben kann, wurde bei Die Gilde relativ gut deutlich. Es ist natürlich schwer zu sagen, wie Infogrames mit dem Spiel umgegangen wäre. Klar ist nur, dass Jowood eine Firmenpolitik an den Tag gelegt hat, die dem Spiel nicht geholfen hat und später von vielen Käufern kritisiert wurde. Dabei kann man Jowood kaum die spielerische Qualität ankreiden. Denn auch wenn Die Gilde in einigen Spielerkreisen Kult ist: Im GameStar-Test konnte die als "lahm" bezeichnete Wirtschaftssimulation gerade einmal 69 Prozent einheimsen.

Was man Jowood aber vorwerfen kann, ist ein bugverseuchtes Spiel auf den Markt gebracht zu haben. Im Einzelspielermodus minderten die Spielfehler den Spielspaß deutlich, Abstürze waren an der Tagesordnung. Aber der Multiplayer-Modus ging noch einen Schritt weiter und darf durchaus als "unspielbar" bezeichnet werden. Jowoods Vorgehen beim Thema Support sah zuerst noch vorbildlich aus: Im Forum wurde jede Frage beantwortet; das Team nahm sich Zeit um den Spielern Hilfestellung zu geben. Nach und nach wurden neue Patches veröffentlicht, die Die Gilde fehlerfreier machen sollten. Also alles Friede, Freude, Eierkuchen? Mitnichten.

Die Gilde 2 - Screenshots ansehen

Die Updates funktionierten nach dem Prinzip »Verschlimmbesserung«. Für jeden behobenen Bug kam mindestens ein neuer hinzu, manchmal sogar mehr. Die negativen Aussagen im Jowood-Forum häuften sich und die Verantwortlichen wirkten mehr und mehr überfordert. Laut Spieleraussagen ließ die Anwesenheit von Moderatoren in den Foren mit der Zeit nach, bis die Community-Plattform fast nur noch aus Hassbeiträgen bestand. Jowood entschied sich dann zu einer unschönen Lösung: Das Forum wurde "gesäubert", was soviel bedeutet wie die Löschung aller negativen Beiträge. Auch der Patch-Support wurde eingestellt. Auf diese Weise blieben sehr viele enttäuschte Spieler zurück, während sich der Publisher in der Öffentlichkeit um ein sauberes Image bemühte.

Was die Sache besonders traurig macht, ist, dass Jowood aus den Fehlern offensichtlich nicht gelernt hat. Viele Spieler erinnern sich vermutlich mit Wut im Bauch an eine ähnliche Vorgehensweise bei Die Gilde 2 , oder Gothic 3 sowie Gothic 3: Götterdämmerung . Dabei ist festzuhalten, dass die Community-Manager jedes Mal aufs Neue Besserung gelobten und die Spieler jedes Mal aufs Neue mit einem unfertigen Spiel sitzen gelassen wurden.

Jowood hat am 6. Januar 2011 Insolvenz angemeldet.

Was ist sonst noch passiert?

Medal of Honor 2 angekündigt +++ Neverwinter Nights erscheint bei Infogrames +++ Systemanforderungen von Unreal 2 +++ 3D Realms verspricht Duke-Demo +++ Valve dementiert Half-Life-2-Gerüchte +++ Operation Flashpoint 2 im Gespräch

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