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Faszination Mittelalter - Die schöne, dunkle Zeit

Krieg, Pest und schlechte Zähne – im Mittelalter leben möchte niemand, die Zeit nachspielen dagegen schon. Was begeistert uns an dieser Epoche, was macht sie als Spielszenario so interessant?

von Jochen Redinger,
12.02.2017 08:00 Uhr

Das mittlere Kind hat's nie leicht. Ältere Geschwister sind cooler, jüngere stehen als Nesthäkchen immer im Zentrum der Aufmerksamkeit. Das gleichen die Benachteiligten Studien zufolge jedoch dadurch aus, dass sie früher und intensiver Freundschaften schließen und sich ihre soziale Anerkennung von außerhalb der Familie holen.

Auf historische Epochen übertragen ist die Geschwisteraufteilung klar: Die Antike ist die ältere, zivilisierte, gebildete Schwester, die Neuzeit gilt dank Aufklärung und Demokratie als die jüngste und beste Zeit, um darin zu leben, gewissermaßen das Goldkind der Familie. Genau dazwischen steht das Mittelalter, der unrasierte, stinkende Bruder, dem die antike Ordnung und die Freiheiten der Moderne fehlen.

Doch auf Mittelaltermärkten, Ritterturnieren und Festgelagen kommt uns diese dunkle Epoche viel näher als ihre Geschwister, wir tauchen immer wieder gerne darin ab - natürlich auch in Spielen wie For Honor. Doch was macht eigentlich den Reiz des Mittelalters für uns Spieler aus?