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Hand of Fate 2 im Test - Die Schicksalskonstante

Karten, Würfel, Pendel – alles Glück, glaubt ihr? Hand of Fate 2 will euch Glauben machen, dass ihr alles im Griff habt, wie unser Test zeigt.

von Benjamin Danneberg,
16.11.2017 17:39 Uhr

Der Kartengeber ist zurück und bringt ein neues Schicksalsspiel um Leben und Tod mit. Der Kartengeber ist zurück und bringt ein neues Schicksalsspiel um Leben und Tod mit.

Hand of Fate war Anfang 2014 ein (nicht ganz überraschender) Erfolg für das australische Entwicklerteam von Defiant Development. Eine erfolgreiche Kickstarterkampagne, Alphaversionen für Unterstützer und eine Early Access-Phase auf Steam führten zu einem soliden und zumindest für die erste Spielhälfte begeisternden Spielerlebnis.

Allerdings flog Hand of Fate unter dem Radar der meisten Spieler, wir haben es seinerzeit nicht mal als testwürdig erachtet, weshalb es keine GameStar-Wertung dafür gibt. Der zweite Teil soll nun vor allem mit einem der größten Kritikpunkte aufräumen: Mehr Abwechslung muss her! Und das ist den Entwicklern absolut gelungen.

Insgesamt 22 umfangreiche Herausforderungen gilt es auf der Karte zu meistern. Insgesamt 22 umfangreiche Herausforderungen gilt es auf der Karte zu meistern.

Mehr Abwechslung, mehr Strategie

Das Spielprinzip hat sich gegenüber dem von Hand of Fate kaum verändert: Wir sitzen erneut in einem etwas schummrigen Raum dem geheimnisvollen Kartengeber gegenüber. Der erzählt mit sonorer Stimme, wie das Spiel funktioniert. Eine Schritt-für Schritt-Anleitung führt uns angenehm unaufdringlich in die Kampagne ein und bringt uns die Spielmechaniken bei.

Die Mischung aus Sammelkartenspiel, Tabletop und Hack & Slay ist tatsächlich verbessert worden und wirkt nun deutlich runder. Der Fokus rückt vom Kartengeber weg und hin zu 22 Herausforderungen, die auf einer Weltkarte nach und nach freigeschaltet werden. Unser Charakter, den wir im Rahmen der Einführung mit ein paar simplen Individualisierungsoptionen anpassen, muss sich für die jeweilige Aufgabe erstmal wappnen. Die Eckpunkte einer Mission werden uns angezeigt und anhand dieser Informationen legen wir unser Kartendeck fest.

Vor jeder Herausforderung bauen wir strategisch unser Kartendeck zusammen.Vor jeder Herausforderung bauen wir strategisch unser Kartendeck zusammen.

Gute Geschichten

»Du magst diese Karte, nicht wahr?« kommentiert der mysteriöse Kartengeber (in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln) gewohnt spöttisch, als wir zum wiederholten Mal die gleiche Karte ins Deck packen. Diese Liebe zum Detail zieht sich durchs ganze Spiel, jede Herausforderung wartet mit gut geschriebenen Geschichten auf. Beispielsweise sollen wir den Kartoffelbauern Oswin auf der Suche nach seiner Lieblings-Kartoffel (ein etwas eigenwilliges Synonym für eine Frau) begleiten.

Die Reise findet dabei jedoch nur auf dem Spieltisch statt. Verdeckte Karten werden ausgelegt und wir rücken unsere Spielfigur jeweils auf eine der angrenzenden. Für jede unbekannte Karte, die wir betreten, wird uns Nahrung (oder Leben, wenn wir keine Nahrung mehr haben) abgezogen, bereits besuchte dürfen wir neuerdings ohne Kosten bereisen. Gutes Ressourcenmanagement ist also wichtig, wenn wir nicht mittendrin elend verhungern wollen.

Teilweise schlagen wir uns durch große und gefährliche Karten-Levels.Teilweise schlagen wir uns durch große und gefährliche Karten-Levels.

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