HDMI-Sticks mit Windows 8.1 und Windows 10 - Neuheiten von Archos, i.onik und Lenovo

Kleine Mini-Rechner für Multimedia- und Officeaufgaben, die sich direkt an den HDMI-Port eines Monitors oder Fernsehers stecken lassen, sind keine neue Erfindung. Doch jetzt scheint der Trend der Windows-Sticks aufzuleben.

von Dennis Ziesecke,
26.06.2015 15:07 Uhr

Ein kompletter PC in Form eines USB-Speichersticks: HDMI-Sticks mit Windows.Ein kompletter PC in Form eines USB-Speichersticks: HDMI-Sticks mit Windows.

Zur CES 2015 stellte Intel seinen Compute-Stick vor und versuchte damit andere Hersteller zu animieren, das Innenleben unter eigener Marke zu vertreiben. Offenbar hat es recht genau bis Ende Juni 2015 gedauert, bis diese ihre eigenen Modelle auf den Markt bringen konnten. Jetzt häufen sich die Meldungen von neuen HDMI-Sticks verschiedener Hersteller. So kündigten sowohl bekannte PC-Marken wie Lenovo aber auch Multimediahersteller wie i.onik und Archos solche Sticks an.

Das Innenleben der HDMI-Sticks ist bei allen Neuvorstellungen gleich. Für die Rechenleistung sorgt ein Atom Z3735F aus der Bay-Trail-Baureihe mit vier Rechenkernen und einem Takt von 1,33 Gigahertz.Unterstützt wird dieser von zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und 32 Gigabyte Flash-Speicher für Betriebssystem und eigene Dateien. Dieser ist via Micro-SD erweiterbar. Bluetooth 4.0 und WLAN sind ebenfalls vorhanden. Für externe Geräte ist ein USB-2.0-Port vorhanden. Per Micro-USB werden die Sticks mit Strom versorgt.

Als Betriebssystem kommt bei den drei Neuvorstellungen Windows 8.1 zum Einsatz, ein späteres Update auf Windows 10 ist fest eingeplant. Preislich liegt der i.onik-Stick bei 149 Euro, Lenovo gibt für den ideacentre Stick 300 lediglich den US-Preis in Höhe von 129 US-Dollar (zuzüglich Steuern) an. Archos verspricht mit 120 Euro nicht nur den niedrigsten Preis sondern auch eine Auslieferung mit Windows 10, so dass der Stick nicht vor August erscheinen wird - Windows 10 soll am 29. Juli auf den Markt kommen.

Bedauerlich bei den nun vorgestellten Sticks ist, dass sich keiner der Hersteller zu einer moderneren Hardwarebasis durchringen konnte - immerhin bietet Intels unter anderem im Surface 3 verbauter Atom x7-8700 etwas mehr Rechenleistung und deutlich mehr Grafikleistung bei einer deutlich geringeren Leistungsaufnahme. Spieletauglich wäre ein solcher Stick allerdings auch mit einem modernerem Atom nur sehr bedingt, die integrierte GPU reicht gerade für Retro-Spiele und einige Emulationen, nicht aber für aktuelle Titel mit aktueller Grafik. Allerdings wäre ein aktueller Atom deutlich besser für den Einsatz als Mediencenter am Wohnzimmer-TV geeignet, der Bay-Trail-Grafik fehlt es vor allem bei hochauflösenden Videos schnell an Leistung.


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