Hellgate: London - Zukunft gesichert -- zumindest in Korea

HanbitSoft übenrimmt die Weiterentwicklung. Teilweise neues Geschäftsmodell in Korea.

von Christian Merkel,
04.11.2008 08:38 Uhr

Die Gerüchte haben sich bewahrheitet: Die koreanische Spielefirma HanbitSoft besitzt jetzt die Rechte am Action-Rollenspiel Hellgate: London. Dies meldet ein englischsprachiger PR-Blog des Unternehmens. Außerdem hat Hanbitsoft-Beitzer T3 Entertainment in San Francisco das neue Entwicklerstudio Redbana U.S. Corporation gegründet. Die Programmierer dort werden Hellgate: London weiter mit Patches und Updates versorgen. Sogar ein neues Addon ist geplant. Auf dem Unternehmensblog liest man folgende Aussage eines Produkt-Managers: "Unser US-Entwicklerstudio arbeitet gerade an einem Update, das The Abyss Chronicles übertreffen soll. Das Spiel wird über unsere Webseite erhältlich sein."

Doch Electronic Arts und Namco Bandai, die das Spiel in der westlichen Welt vertrieben haben, schalten am 31. Januar 2009 alle Server für die Multiplayer-Komponente ab. Koreaner brauchen sich keine Sorgen machen. HanbitSoft-Chef Gi-Young Kim sagt: "Der Dienst in Asien und somit auch in Korea ist in guten Händen". Was außerhalb Asiens passieren wird, bleibt unklar. Es fällt aber auf, dass auf der koreanischen Hellgate-Website an Halloween eine englischsprachige Nachricht aufgetaucht ist, die mit folgenden Worten schließt: "Das Höllentor [Hellagte] wird sich bald neu öffnen und eure Tapferkeit wird bald wieder gebraucht." Auf einer ansonsten in koreanisch gehaltenen Website ist das eher ungewöhnlich. Vielleicht möchte Hanbitsoft Hellgate: London demnächst weltweit vertreiben.

Übrigens: Das Online-Actionrollenspiel Mythos der Flagship Studios soll auch nicht sterben. "Ich glaube, Mythos ist ein sehr attraktives MMORPG, das während der Betatests viele Fans bekommen hat. Es hat viel Potenzial. Und es wird von unserem Studio in San Francisco zusammen mit Hellgate: London weiterentwickelt.", sagt HanbitSoft-Chef Gi-Young Kim.

Hellgate: London startete als Hoffnungsträger, da viele ehemalige Blizzard-Leute es entwickelten und somit Qualität versprachen. Doch genau an diesem Punkt haperte es und somit blieben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück. Als Folge konnte der Entwickler Flagship Studios nicht genug Geld auftreiben, um seine vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen. Daraufhin verlor die Firma sämtliche Urheberrechte an Hanbitsoft.


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