Hunt: Showdown - Cryteks neuer Shooter will Survival umkrempeln

Auf der E3 2017 gab es erstmals Szenen aus Hunt: Showdown hinter verschlossenen Türen zu sehen. Wir fassen zusammen, was es mit Cryteks neuem Horror-Shooter auf sich hat.

von Philipp Elsner,
15.06.2017 13:20 Uhr

Hunt: Showdown - Preview-Video: Cryteks Shooter-Comeback 6:00 Hunt: Showdown - Preview-Video: Cryteks Shooter-Comeback

Nach der Ankündigung von Hunt im Jahr 2014 hörte man lange Zeit nichts mehr von dem Projekt. Kurz vor der E3 2017 stellte sich dann heraus: Der Shooter wurde im Stillen komplett generalüberholt. Das Reboot hört jetzt auf den Namen Hunt: Showdown und wurde Journalisten auf der Messe erstmals gezeigt.

Die Szenen der Demo sahen grafisch nicht nur fantastisch und stimmungsvoll aus, sondern beweisen, dass Crytek mit Hunt: Showdown das Survival-Genre gründlich umkrempeln will.

Vom Jäger zum Gejagten

Die Prämisse: Fünf Teams aus jeweils zwei Spielern ziehen los, um einen Dämon zu jagen. Als Belohnung winkt ein Kopfgeld für bessere Ausrüstung und neue Skills. Jedes Jäger-Team spawnt in einem Ende der Karte und muss zunächst Hinweise auf den Aufenthaltsort des Ziels sammeln.

Auf dem Weg zu dem Bossmonster lauern aber noch weitere Hindernisse wie Zombies, Fallen, Höllenhunde oder tödliche Sümpfe. Die Welt von Hunt: Showdown soll gleichermaßen düster wie gefährlich sein.

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Hat ein Duo sein Ziel aufgespürt, kann es entweder angreifen oder aber abwarten und anderen Teams auflauern. Jede Entscheidung in Hunt: Showdown kann fatale Folgen haben: Wenn ein Jäger stirbt, ist der Charakter verloren - mitsamt Waffen, Ausrüstung und sogar einem Teil seiner Fähigkeiten. Lediglich einige Passiv-Boni werden als "Merkmale der Blutlinie" auf den neuen Charakter übertragen.

Die Entwickler setzen das brutale Permadeath-System bewusst ein, um Run- & Gun-Gameplay zu verhindern und die Spannung zu erhöhen. »Jede Entscheidung soll sich überlebenswichtig anfühlen. Riskiere ich einen Kampf und locke Monster oder andere Spieler an? Oder lauere ich in den Schatten und lege selbst einen Hinterhalt?«, beschreibt Creative Director Magnus das Spielprinzip im Interview mit Techraptor.

Deshalb bleibt auch das HUD absolut minimalistisch - sogar entdeckte Standorte von Camps oder Dämonen müssen manuell auf einer Karte nachgesehen werden. »Wir haben uns auch deshalb für die Ego-Sicht entschieden. Du sollst nicht wissen, was hinter der nächsten Ecke lauert«, erklärt Magnus.

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Winner takes all

Damit die Jäger es nicht ganz so schwer haben, gibt es kleine Lager, an denen sie Munition und Lebenspunkte auffrischen können. Mithilfe von Höllenportalen können sie durch die Augen ihres Ziels sehen und so den Standort des Monsters bestimmen.

Für eine erfolgreiche Jagd muss das Biest aber nicht nur getötet, sondern anschließend auch seine Seele verbannt werden - was dummerweise die anderen Teams alarmiert. Spätestens dann soll es zu erbarmungslosen PvP-Kämpfen um die begehrte Beute kommen. Nur wer überlebt und von der Map mitsamt des Kopfgeldes verschwindet, kann das wiederum in neue Waffen und Skills investieren.

Der Mix klingt nach einer vielversprechenden Mischung aus PvE- und PvP-Mechaniken und bedient sich bei Left 4 Dead und Evolve genauso wie bei Playerunknown's Battlegrounds oder Escape from Tarkov.

Ob es zu einer Revolution des Survival-Genres reicht, lässt sich bisher noch nicht beurteilen. Zwar schweigt Crytek noch zu einem Release-Termin, es sollen aber Spieler vorab eingeladen werden, das Spiel zu testen, wie PCGamer erfahren hat. Ob damit eine Early-Access-Phase oder eine Beta gemeint ist, ließen die Entwickler offen.

Hunt: Showdown - 10 Minuten Gameplay aus dem Crytek-Shooter 9:52 Hunt: Showdown - 10 Minuten Gameplay aus dem Crytek-Shooter


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