Infinity: Battlescape - Star-Citizen-Alternative auf Kickstarter erfolgreich

Seit neun Jahren arbeitet ein einzelner Entwickler an einer ambitionierten Weltraum-Simulation namens Infinity: The Quest For Earth. Daraus wird nun der Infinity: Battlescape. Auf Kickstarter wurde inzwischen das Mindestziel erreicht.

von Tobias Ritter,
18.11.2015 23:59 Uhr

Infinity: Battlescape - Gameplay-Video zeigt die Weltraum-Kämpfe 2:36 Infinity: Battlescape - Gameplay-Video zeigt die Weltraum-Kämpfe

Update vom 18.11.: Mehr als einen Tag vor dem Ende der Kickstarter-Kampagne zu Infinity: Battlescape hat das Weltraumspiel sein Ziel von 300.000 US-Dollar überschritten. Bislang konnte aber noch keines der Stretch-Goals erreicht werden. Das erste steht bei 400.000 Dollar an und bringt detaillierte Schadensmodelle.

Ursprüngliche Meldung vom 10.11.: Neun Jahre lang hat Flavien Brebion an seinem Traum einer Weltraum-Simulation gearbeitet. Infinity: The Quest For Earth sollte, inspiriert von Genre-Klassikern wie Frontier: Elite 2, ein riesiges Universum für eine Vielzahl an Spielern bieten. Nahtlose Landungen auf Planetenoberflächen standen ebenso auf der Feature-Liste wie individualisierbare Raumschiffe und ein modernes Grafikgerüst.

Dass dieses Vorhaben für einen einzelnen Entwickler reichlich ambitioniert ist, hat zwischenzeitlich aber auch Brebion feststellen müssen. Zwar nahm sein Projekt in den vergangenen Jahren immer mehr Form an, allerdings kamen ihm zuletzt ernsthafte Konkurrenten wie Star Citizen, Elite: Dangerous und demnächst auch No Man's Sky in die Quere. Allesamt Projekt mit deutlich größeren Entwicklerteams und vor allem einem größeren Budget.

Dennoch gibt der Indie-Game-Designer seinen großen Traum nicht auf: Aus dem überambitionierten Infinity: The Quest For Earth ist mittlerweile das ambitionierte Infinity: Battlescape geworden - eine leicht abgespeckte Version des einstigen Konzepts. Im Mittelpunkt stehen nun Weltraumschlachten zwischen Hunderten von Spielern in einem prozedural generierten Sonnensystem ohne jegliche Nahtstelle.

Heißt: Brebion baut auf seinem in den letzten Jahren errichteten Engine-Grundgerüst auf und setzt weiterhin auf einen nahtlosen Übergang zwischen Weltraum und Planetenoberflächen - ganz ohne Ladezeiten. Immerhin war dieses Feature von Anfang an eines seiner großen Ziele. Hinzu kommen eine durchaus überzeugende Grafik auf Basis der selbst entwickelten I-Novae-Engine, ein Flugmodell mit von Planet zu Planet unterschiedlichem Flugverhalten der Raumschiffe und ein Offline-Solo-Modus zum Erkunden des Weltraums und Experimentieren mit den verschiedenen Raumschiff-Waffen-Kombinationen.

Ebenfalls auf der Feature-Liste: Mächtige Trägerschiffe und kleinere Abfangjäger, orbitale Bombardements und Langstrecken-Planetenverteidigungssysteme.

Bevor die eigentlichen Schlachten zwischen den Spielern beginnen, erfolgt zunächst eine Einteilung in drei Teams (Corporations), die um die Kontrolle eines Sonnensystems und dessen Ressourcen kämpfen. Die Teams erhalten dazu eigene Raumstationen, planetare Basen, Fabriken und vom Computer gesteuerte Abwehrgeschütze. Es handelt sich also nicht um ein persistentes Universum, sondern um stets aufs Neue generierte Schlachtfelder.

Jeder Spieler startet mit ein paar Credits, die er in ein Raumschiff und Ausrüstung investieren kann. Weitere Credits werden durch pendelnde Handelsschiffe generiert, die jedoch vom Gegner abgeschossen werden können.

Entwickelt wird Infinity: Battlescape mittlerweile von einem kleineren Entwicklerteam. Die Veröffentlichung ist für den PC geplant. Beim Erreichen des 1,5-Millionen-Dollar-Stretchgoals auf Kickstarter wird es aber auch einen OS-X- und Linux-Support geben. Auch ein Mod-Support ist geplant.

Derzeit liegt die Finanzierungssumme bei etwas mehr als 242.000 US-Dollar. Angepeilt haben Brebion und sein Team 300.000 US-Dollar. Bis zum Freitag, den 20. November 2015 bleibt noch Zeit, dieses Ziel zu erreichen.

Und ein Erfolg der Kickstarter-Kampagne ist durchaus absehbar: Immerhin erhielten die Entwickler unter anderem Zuspruch von Branchen-Prominenz wie dem Star-Citizen-Entwickler Chris Roberts, der den funktionierenden Prototypen bereits als spektakulär bezeichnete. Und in der Tat können sich Screenshots und Gameplay-Videos schon jetzt sehen lassen.

Weitere Details zu Infinity: Battlescape finden sich unter anderem auf der offiziellen Webseite zum Spiel.

So ganz aufgegeben hat Brebion seinen ursprünglichen Traum von einer vollwertigen Weltraum-Simulation mit MMO-Elementen übrigens nicht: Infinity: Battelscape soll nur ein weiterer Schritt dorthin sein. Sollte das Spiel Erfolg haben, wird der Indie-Entwickler sicher auch die Entwicklung von Infinity: The Quest for Earth weiter vorantreiben.

Infinity: Battlescape - Rundflüge über Planetenoberflächen und durch das Weltall im Gameplay-Video 3:37 Infinity: Battlescape - Rundflüge über Planetenoberflächen und durch das Weltall im Gameplay-Video

Infinity: Battlescape - Screenshots ansehen


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