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Intel Core i7 8700K - Mit sechs Kernen gegen AMDs Ryzen

Der Core i7 8700K im Test erhöht im Vergleich zum Core i7 7700K die Kernzahl auf sechs satt vier Cores – was bringt das für die Gaming Performance und wie sieht der Vergleich mit AMDs Ryzen aus?

von Nils Raettig, Christoph Liedtke,
05.10.2017 15:01 Uhr

Der Core i7 8700K ist Intels neues Topmodell der Desktop-Prozessoren und bringt erstmals im Intel-Angebot sechs Kerne in bezahlbare Bereiche.Der Core i7 8700K ist Intels neues Topmodell der Desktop-Prozessoren und bringt erstmals im Intel-Angebot sechs Kerne in bezahlbare Bereiche.

Der Intel Core i7 8700K im Test ist das neue Topmodell der Coffee Lake-Generation und folgt dem Core i7 7700K nach. Größter Unterschied ist, dass der Core i7 8700K im Vergleich zum i7 7700K nun sechs statt vier Kerne besitzt und dank Hyperthreading zwölf statt acht Aufgaben (Threads) gleichzeitig bearbeiten kann. Die zugrundeliegende Mikroarchitektur ist aber seit dem Core i7 6700K (Skylake) über den i7 7700K (Kaby Lake) bis hin zum i7 8700K (Coffee Lake) weitgehend identisch.

Auch die Strukturbreite ist mit 14 Nanometer bei allen drei Generationen seit dem Core i7 6700K bis zum 8700K auf den ersten Blick gleich. Das Verkleinern der Fertigungsstrukturen erweist sich als immer schwieriger, sodass Intel seinem viel Jahre geltenden Tick-Tock-Modell, bei dem jede 2. CPU-Generation einen neuen Fertigungsprozess mit kleineren Strukturen brachte, bereits vor einiger Zeit den Rücken kehrte.

Stattdessen bringt Intel nun mehrere CPU-Generationen, die jeweils dieselbe Strukturbreite besitzen. Der Fertigungsprozess wird laut Intel aber mit jeder Generation verbessert, bis ein neues Fertigungsverfahren mit noch kleineren Strukturbreiten entwickelt ist. Entsprechend ändert sich die Intel eigene Bezeichnung der Fertigung von 14nm bei Skylake (Core i 6xxx) auf 14nm+ bei Kaby Lake (Core i 7xxx) zu jetzt 14 nm++ bei Coffe Lake (Core i 8xxx). Jeder Fortschritt soll höhere Taktraten bei gleichbleibendem Energieverbrauch bringen oder geringeren Verbrauch bei gleichem Takt oder auch eine Kombination aus beidem.

Core i7 8700K im Detail

Der Core i7 8700K besitzt mit 4,7 GHz im Vergleich zum i7 7700K mit 4,5 GHz den etwas höheren Turbotakt bei Belastung von nur einem Kern, bei Belastung aller Kerne unterliegt er mit 4,3 gegen 4,4 GHz allerdings knapp dem i7 7700K, hat dafür aber auch sechs statt vier Kerne. Der garantierte Standardtakt liegt mit 3,7 gegen 4,2 GHz allerdings spürbar niedriger als beim 7700K und die TDP steigt leicht von 91 auf 95 Watt - für zwei Kerne mehr ein zumindest auf dem Papier gutes Ergebnis, das für spürbare Verbesserungen beim 14nm++-Prozess gegenüber den Vorgängern spricht.

Ansonsten halten sich die Verbesserungen in Grenzen. DDR4-2666 statt DDR4-2400-RAM wird nun auch offiziell unterstützt und der Cache-Speicher steigt von 8,0 MByte auf 12,0 MByte um den zusätzlichen zwei Kernen Rechnung zu tragen. Dazu soll sich der 8700K etwas detaillierter übertakten lassen als die Vorgänger (siehe Folie unten), einen verlöteten Heatspreader wie AMDs Ryzen CPUs besitzt er aber weiterhin nicht, sondern setzt wie alle Intel-CPUs auf Wäremeleitpaste zwischen CPU-Die und Metallabdeckung (Heatspreader).

Die K-Modelle der Coffee Lake-CPUs besitzen einige zusätzliche Features für Übertakter.Die K-Modelle der Coffee Lake-CPUs besitzen einige zusätzliche Features für Übertakter.

Preislich erwarten wir aber einen höheren Preis beim i7 8700K im Vergleich zum i7 7700K. Der von Intel angegebene US-Dollar-Preis bei Abnahme von 1.000 Stück liegt bei 359 US-Dollar, der i7 7700K startete dagegen mit einem Preis von 339 US-Dollar – wir erwarten einen Preis des Core i7 8700K von etwa 380 Euro, was allerdings auch von der Verfügbarkeit abhängen wird.

Gerüchteweise sollen die Coffee-Lake-CPUs eventuell erst im ersten Quartal 2018 in ausreichender Stückzahl verfügbar sein, dem ursprünglich geplanten Launch-Zeitraum, bevor dieser vermutlich aufgrund des steigenden Konkurrenzdrucks durch AMDs Ryzen vorverlegt wurde.

Coffee Lake Modelle und Mainboards

Die erste Welle an Coffee Lake-CPUs umfasst i7, i5 und i3-Modelle samt der K-Varianten mit freiem Multiplikator (zum Vergrößern Klicken).Die erste Welle an Coffee Lake-CPUs umfasst i7, i5 und i3-Modelle samt der K-Varianten mit freiem Multiplikator (zum Vergrößern Klicken).

Neben den zwei i7-Modellen bekommen jetzt auch die Mittelklasse-Modelle der i5-Serie sechs statt vier Kerne spendiert, wie gehabt ohne die virtuelle Kernverdoppelung Hyperthreading und mit geringerem Cache-Speicher gegenüber den i7-Modellen. Und die i3-CPUs machen endlich auch den Schritt von zwei zu vier Kernen, sodass Dual-Core-CPUs in Zukunft nur noch im absoluten Niedrigpreissegment unter 100 Euro zu finden sein werden.

Obwohl die Coffee Lake-CPUs denselben Sockel 1151 wie die Vorgänger nutzen, wird ein neues Mainboard mit Z370-Chipsatz fällig – angeblich aufgrund der veränderten Anforderungen bei der Stromversorgung.Obwohl die Coffee Lake-CPUs denselben Sockel 1151 wie die Vorgänger nutzen, wird ein neues Mainboard mit Z370-Chipsatz fällig – angeblich aufgrund der veränderten Anforderungen bei der Stromversorgung.

Technische Daten

i7 8700K

i7 7700K

Ryzen 7 1800X

Ryzen 5 1600X

Kerne/Threads

6 / 12

4 / 8

8 / 16

6 / 12

Sockel

LGA 1151

AM4

Architektur

Coffee-Lake-S

Kaby-Lake-S

Zen

Standard-Takt

3,7 GHz

4,2 GHz

3,6 GHz

max. Turbo

4,7 GHz

4,5 GHz

4,0 GHz

Speicher

DDR4-2666
(DC)

DDR4-2400
(DC)

DDR4-2666
(DC)

L2-Cache/Core

256 Kbyte

512 KByte

L3-Cache

12,0 MByte

8,0 MByte

2 x 8,0 MByte

TDP

95 Watt

91 Watt

95 Watt

freier Multi

Ja

Ja

Ja

PCIe-Lanes

16

24

Verbindung Heatspreader

Wärmeleitpaste

Metall (verlötet)

ca. Preis

379 Euro

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