MineOrama - Minecraft-Messe entwickelt sich zu Betrugsfall

Erst wurde sie abgesagt, nun sind auch noch die offizielle Webseite und der Twitter-Account weg: Die mit 600.000 US-Dollar per Crowd-Funding finanzierte Minecraft-Convention MineOrama entwickelt sich immer mehr zum Betrugsfall.

von Tobias Ritter,
14.08.2014 09:42 Uhr

Die inoffizielle Minecraft-Convention MineOrama entwickelt sich immer mehr zum Betrugsfall. Insgesamt 600.000 US-Dollar könnten verschwunden sein.Die inoffizielle Minecraft-Convention MineOrama entwickelt sich immer mehr zum Betrugsfall. Insgesamt 600.000 US-Dollar könnten verschwunden sein.

Es sollte eine inoffizielle Minecraft-Convention zur Bespaßung von Minecraft-Fans aus aller Welt werden - nun entwickelt es sich immer mehr zum massiven Betrugsfall: Die MineOrama, die bereits seit Anfang Juli 2014 immer wieder durch Terminverschiebungen und Ausreden der Initiatoren auffiel, scheint tatsächlich nicht viel mehr als ein gravierender Internet-Scam zu sein.

600.000 US-Dollar haben die vermeintlichen Veranstalter im Vorfeld der Veranstaltung an Crowd-Funding-Kapital für die Finanzierung des für New York City geplanten Events eingesammelt. Und nachdem der erste Termin nicht eingehalten werden konnte, versprach man allen Unterstützern noch, schon bald eine Alternative anbieten zu wollen. Schon damals hieß es jedoch, dass eine Rückzahlung der investierten Beträge nicht in Frage komme. Mulmig geworden sein dürfte den Investoren schon zu diesem Zeitpunkt.

Und auch die aktuellen Entwicklungen dürften nicht gerade zur Entspannung der offenbar geprellten Geldgeber beitragen. Nicht nur, dass die offizielle MineOrama-Webseite mittlerweile von zuständigen Hosting-Unternehmen vom Netz genommen wurde. Auch der Twitter-Account zur Messe befindet sich offensichtlich nicht mehr in der Hand der ursprünglichen Initiatoren - sondern wird von einem 16-Jährigen kontrolliert, der mit allerlei sinnfreien Tweets um sich wirft.

Wie der aktuelle Stand der Dinge wirklich ist, bleibt allerdings nach wie vor offen. Gut möglich, dass die Messe-Veranstalter so sehr in die Vorbereitungen und Planungen zur MineOrama zu einem alternativen Termin eingebunden sind, dass sie das Abhandenkommen ihrer Webseite und ihres Twitter-Accounts noch gar nicht bemerkt haben. Sehr wahrscheinlich erscheint das allerdings nicht.

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