Spiele-Highlight 2016 - Petra: Das Movement ist für mich die Story

Erst wollte sie es nicht spielen, nun kommt Petra von Titanfall 2 nicht mehr los. Wenn Sie könnte, würde sie auf den Maps Eden oder Exoplanet einziehen, um den ganzen Tag im Kreis zu hüpfen.

von Petra Schmitz,
03.01.2017 08:00 Uhr

Der Singleplayer von Titanfall 2 ist ein grandioser und überraschender Spaß.Der Singleplayer von Titanfall 2 ist ein grandioser und überraschender Spaß.

Auf den ersten Teil hatte ich mich damals wahnsinnig gefreut und dann recht schnell das Interesse daran verloren. Ich weiß gar nicht mehr genau, wieso eigentlich. Vielleicht wegen des nervigen Story-meets-Multiplayer-Gedöns, das ein arg dürres Gesamtpaket verbergen sollte. Titanfall 2 wurde bei mir deswegen recht schnell unter »Habe ich keine Zeit für, muss Battlefield 1 spielen« abgelegt - bis ich die ersten Sprünge durch die Kampagne nahm.

Ich kann zwar den Namen des Hauptcharakters nicht aus dem Stegreif nennen (Irgendwas Cooper?), aber ich weiß, wie gut ich mit ihm an Wänden laufen kann. Will meinen: Die Story der Kampagne ist für mich in etwa so wichtig wie die Lottozahlen von 2015, aber das Gameplay? Das ist ganz nah an der Perfektion. Die Waffen haben den richtigen Wumms. Laufen, springen, rutschen - das funktioniert alles so intuitiv und flüssig, dass es sich fast so anfühlt, als hätte ich mein Leben lang nichts Anderes gemacht. Auch und nicht zuletzt, weil das Leveldesign so pfiffig darauf ausgelegt ist. So müssen sich SciFi-Shooter im Jahr 2016 spielen.

Titanfall 2 - Screenshots ansehen

Perfekt vorbereitet

Und wer »K« wie Kampagne sagt, muss bei Titanfall 2 auch »M« wie Multiplayer sagen, denn im Gegensatz zu beispielsweise Call of Duty: Infinite Warfare fühlt man sich nach dem Abenteuer mit Irgendwas Cooper echt gut auf die Mehrspielerschlachten vorbereitet. Ich weiß, was die unterschiedlichen Titans so drauf haben, und mit welchem ich mich am wenigsten dumm anstelle, ich weiß, wie ich elegant von einer Wand an die andere springe. Und ich weiß, wie ich schnell Tempo aufbaue.

Unser Test zu Titanfall 2

Während die Kollegen sich also abends in Origin und Teamspeak für gemeinsame Battlefield-1-Partien zusammenrotten und die Operations rocken (das tun sie wirklich!), mache ich mich auf, mit meinen Piloten und Mechs den Multiplayer von Titanfall 2 zu erobern.

Runner's High

Nun ja, erobern … das ist vielleicht ein bisschen hoch gegriffen, so richtig super bin ich nämlich nicht. Aber gut genug, um nicht im Frust zu versumpfen und Titanfall 2 in die Ecke zu werfen. Im Gegenteil, dieses Spiel kitzelt den Ehrgeiz in mir. Das hat Battlefield 1 zwar auch geschafft, aber nicht in diesem Maße. Natürlich werde ich niemals so gut wie dieser wahnsinnige Benchy spielen, aber ein bisschen besser geht's ja immer irgendwie.

Die Autorin
Petra mag's zwar auch, wenn's in Shootern etwas behäbiger zugeht, aber eigentlich hängt ihr Herz an den schnellen Dingern. In denen die verlieren, die bräsig in der Ecke stehenbleiben. Das noch immer indizierte Original und später Quake Live hat sie richtig lange und intensiv und sogar halbwegs ordentlich gespielt. Und ähnlich wie bei Titanfall 2 hat sie dabei auch oft auf den Spielsound gehustet und stattdessen laut Musik gehört. Dabei stirbt sie zwar deutlich häufiger, aber nach einem Match mit Underworlds »Two Months Off« unterlegt, ist die Welt gleich ein besserer Ort.

Außerdem habe ich bei Weitem noch nicht alle möglichen Pilotenvarianten ausgiebig gespielt. Okay, das muss ich auch nicht, ich weiß, dass der V-Mauer-Typ nicht meiner ist. Titanfall 2 lebt für mich von der Bewegung, vom Flow. Da kann ich mich nur schwer hinter einem stationären Schild verschanzen, auch wenn der meinen Damage-Output verdoppelt. Stattdessen sause ich mit Stim, Tarnung oder Phasenverlagerung über die Karten, dass es nur so eine Freude ist! Und manchmal, wenn ich völlig gehirnalbern bin, stelle ich den Spielsound dabei aus und höre stattdessen meine »Schießen!«-Playlist auf Spotify. Wahnsinnig laut.

Titanfall 2 - Testvideo zu Respawns Mech-Shooter 8:09 Titanfall 2 - Testvideo zu Respawns Mech-Shooter

Wenn das Matchmaking mir dann noch eine meiner Lieblingsmaps spendiert (Eden oder Exoplanet) und ich zwei, drei, vier Gegner umpusten kann, ohne selber ins Gras zu beißen, produziert mein Körper so viel Endorphin, dass ich ganz high werde. Vielleicht macht mich Titanfall 2 aber in solchen Momenten auch einfach nur wahnsinnig glücklich. Wie auch immer, Titanfall 2 wird mich nach aktuellem Stand der Dinge eine ganz lange Weile nicht mehr los. Ich tippe mal darauf, dass das erst dann passieren wird, wenn Titanfall 3 erscheint. Und das kann meinetwegen gerne noch eine ganze Weile dauern.

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