Star Citizen - Echte 3D-Übertragungen im Spiel vorgestellt

Eine stark verkürzte AtV-Show gibt in dieser Woche Aufschluss über sogenannte sekundäre Darstellungsfelder in Star Citizen.

von Benjamin Danneberg,
05.08.2017 10:30 Uhr

Star Citizen soll echte 3D-Übertragungen im Spiel bieten, sowohl auf Bildschirmen als auch über Hologramme. Star Citizen soll echte 3D-Übertragungen im Spiel bieten, sowohl auf Bildschirmen als auch über Hologramme.

Star Citizen-Macher Chris Roberts fokussiert aktuell einen Großteil seiner über 440 Entwickler starken Mannschaft auf die Fertigstellung von Update 3.0, in dem ein erster Planetoid und drei Monde ins Spiel gebracht werden. Die Himmelskörper können ohne Ladebildschirme angeflogen werden und zu Fuß oder mit Bodenfahrzeugen wie dem Nox-Gleiter oder dem Ursa Rover erkundet werden. Darüber hinaus wird Handel und Frachttransport eine große Rolle in diesem Update spielen.

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Das wöchentliche Studio-Update entfällt vorerst

In der aktuellen Folge der Videoshow Around the Verse erklärt Roberts erneut, warum sich die geplante Veröffentlichung von 3.0 mittlerweile auf den Zeitraum zwischen dem 04. und 08. September verschoben hat (auch dieser Termin ist kein fixer Veröffentlichungszeitraum und kann sich nochmal ändern). Aktuell haben die Studios alle Hände voll zu tun, um das Update 3.0 fertigzustellen und dabei sicherzugehen, dass es besonders gut optimiert ist. Deshalb soll mehr Zeit für sogenanntes Polishing aufgewendet werden, als bei den vorherigen Updates. Unvorhergesehene Probleme sorgen zusätzlich immer wieder für kleinere Verzögerungen, die dann in ihrer Gesamtheit zu Verschiebungen führen, so Roberts.

Die wöchentlichen Studio-Updates werden bis zum Release von 3.0 entfallen, damit sich die jeweilige Studioleitung voll auf die aktuell wichtigen Aufgaben konzentrieren kann. Als Ersatz wird es ab der nächsten Woche ein neues Segment in der AtV-Show geben, die "Burn Down" genannt wird. Darin sollen die Zuschauer direkt Teile von Produktions-Meetings sehen können, in denen Fortschritte und Probleme auf dem Weg zur Veröffentlichung von 3.0 erörtert werden. Nach der Veröffentlichung wird die Show in sein ursprüngliches Format zurückkehren.

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Secondary Viewports im Detail

Das im Detail vorgestellte Feature dieser Woche sind Secondary Viewports (sekundäre Ansichten). Im Prinzip sind das Bild-in-Bild-Darstellungen, beispielsweise wenn eine virtuelle Kamera die aktuellen Aktionen von Spielern auf einen virtuellen Bildschirm überträgt, der in Echtzeit von den gleichen Spielern gesehen werden kann. Es beinhaltet aber auch Übertragungen von Spielern oder NPCs, das bekannteste Beispiel dürften Mission-Briefings sein.

Damit diese Bilder aber nicht einfach platt auf die aktuelle Szene aufgesetzt wirken und sich stattdessen homogen in die Welt einfügen (vor allem bei holografischen Übertragungen), verwenden die Entwickler das sogenannte Render-to-Texture-System. Das ermöglicht eine flexiblere Darstellung von Übertragungen. Obendrein soll sich darüber die Performance verbessern, ohne die gewünschte Qualität zu mindern.

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Echte 3D-Übertragungen im Spiel

Das Rendern passiert nur einmal (live!) in der originalen Szene, die Ausgabe des Bildes erfolgt als ressourcensparende Textur (ebenfalls live!). Die gleiche Szene kann auf diese Weise auf vielen Bildschirmen (die ganz unterschiedlich geformt sein können und nicht zwangsläufig flach sein müssen) gleichzeitig dargestellt werden, ohne dass sie mehrfach gerendert werden muss. Das gleiche System wird auch bei Ingame-Video-Konferenzen zwischen Spielern oder bei so simplen Dingen wie Spiegeln verwendet. Selbst Teile der Umgebung und Lichteffekte können übertragen werden. Bei holografischen Übertragungen können Spieler sogar um das Hologramm herumgehen und es von allen Seiten betrachten. Es handelt sich also um echte 3D-Hologramme und keine starren, flachen Pseudo-Abbildungen.

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Daraus ergibt sich die Möglichkeit, Videoübertragungen faktisch in Echtzeit umzusetzen. Für die spätere Zukunft von Star Citizen sind außerdem Live-Übertragungen und News-Sendungen in Echtzeit geplant - die Secondary Viewport-Technik ist die Grundlage für solche kommenden Inhalte.

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