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Warum lohnt sich Elite: Dangerous? - Wir fragen einen Experten mit über 3.000 Spielstunden

Sie finden Elite: Dangerous langweilig? Hier sind 5 Gründe, warum Sie dem Spiel vielleicht eine zweite Chance geben sollten - sofern Sie zu einem bestimmten Spielertypen gehören.

von Dimitry Halley,
01.04.2017 09:00 Uhr

Elite: Dangerous soll langweilig sein? Wir haben 5 handfeste Gründe, warum das nicht stimmen muss.Elite: Dangerous soll langweilig sein? Wir haben 5 handfeste Gründe, warum das nicht stimmen muss.

Wer 3.000 Stunden in Elite: Dangerous versenkt, der wird der am häufigsten formulierten Kritik am Spiel wahrscheinlich entschieden widersprechen: Dass die Space-Sim schnarchlangweilig sein soll. 3000 Stunden, das sind knapp 18 Wochen, also über ein Dritteljahr, das Jonas (der Experte, mit dem wir uns für diesen Artikel zusammengesetzt haben) in den Weiten des Weltalls verbracht hat - und täglich kommen neue Spielstunden dazu.

Da vermuten wir natürlich, dass der Hobby-Raumfahrer auch unserem GameStar-Test wenig abgewinnen kann, in dem wir bei Release Ende 2014 bereits kritisiert haben, wie wenig es in Elite: Dangerous zu tun gibt. Auch mit dem Update Powerplay, das ein halbes Jahr später zehn Fraktionen ins Spiel packte, änderte sich unser grundsätzliches Urteil nicht: So beeindruckend David Brabens Universum technisch auch sein mag, so sehr verlässt es sich in puncto Spielerführung auf den Enthusiasmus der eigenen Community, möglichst viel aus der spärlich besiedelten Sandbox rauszuholen.

Überraschenderweise widerspricht Experte Jonas dieser Zuschreibung gar nicht. 3.000 Stunden hin oder her: »Elite ist nicht für jeden was«, erzählt er uns im Gespräch, »aber wenn man sich drauf einlässt, bekommt man trotzdem eines der besten Spiele überhaupt.« Also lassen wir uns drauf ein und quatschen mit Jonas ausführlich über seine Faszination für Elite: Dangerous.

Falls Sie zu den Elite-Muffeln gehören, haben wir aus unserem Gespräch fünf Punkte herausgefiltert, mit denen Sie überprüfen können, ob Sie Elite: Dangerous vielleicht doch eine Chance geben sollten - denn ironischerweise erschließen sich viele Qualitäten des Spiels erst, nachdem man bereits sehr viel Zeit damit verbracht hat. So wie Experte Jonas. Außerdem hat sich seit unserem letzten Kontrollbesuch auch einiges im Spiel getan.

Punkt 1: Der ominöse 10-Jahres-Plan

Und genau bei diesen neuen Inhalten wollen wir anknüpfen. Bei Release Ende 2014 fehlte Elite: Dangerous abseits der voll funktionstüchtigen Raumschiff-Simulation das nötige Fleisch auf den Rippen - zumindest für Spieler, die gerne ein umfangreiches Drumherum geboten bekommen.

Doch das ändert sich mit jedem neuen Patch, und zwar seit Jahren. Das Powerplay-Update brachte neue Fraktionen und Machtspielereien, Horizons gab Weltraum-Kundschaftern die Möglichkeit, auf Planeten zu landen und die Party- sowie Gruppen-Features funktionieren mittlerweile ähnlich tadellos wie der Solo-Modus. Und dass plötzlich nach all der Zeit Aliens gesichtet werden, ist nur bei einem so lebenden Projekt möglich. Sogar das von der NASA jüngst entdeckte Trappist-1-System hat's bereits ins Spiel geschafft.

Man weiß eben nie, was noch kommt - laut David Brabens ursprünglichen Vorstellungen könnten irgendwann geschäftige Städte auf lebendigen Planeten ihren Weg ins Spiel finden. Klar, wenn's um das unmittelbar anstehende nächste Update geht, tappt die Community dank umfangreicher Entwickler-Q&As nicht im Dunkeln. Bald gibt's beispielsweise Multicrew-Features, sodass man mit seinen Kumpels gemeinsam auf einem einzigen Schiff die Star-Trek-Crew nachbilden kann.

Natürlich ist (zynisch gesprochen) ein komplett fertiges Spiel immer besser als eines, bei dem man händeringend auf die nächsten Patches wartet - und Kritiker führen nicht zu unrecht ins Feld, dass Elite bei Release noch nicht fertig genug war. Doch die Updates, die seit 2014 ins Spiel integriert wurden, erweitern das Spiel eigentlich immer um sinnvolle neue Dimensionen (die jüngste Debatte um kaufbare Plaketten mal ausgeklammert).

Klar, die Integration klappt nicht immer problemlos, gerade das Powerplay-Update sorgte bei Fans für gemischte Gefühle. Und wenn Sie Missionen aus dem Zufallsgenerator verteufeln, gibt's nach wie vor genügend Gründe zu meckern. Aber in Jonas' Erzählungen von gemeinsamen Planetenerkundungen bezieht er sich häufig auf Features, die bei Release noch gar nicht existierten. Das Team von David Braben muss zwar Ecken und Kanten fortwährend abschleifen (wie bei Powerplay), aber damit zeigen die Entwickler eben, dass sie ihre Fans nicht mit suboptimalen Features allein lassen.

Elite: Dangerous mag einen schwierigen Start hingelegt haben, doch es wird langfristig zum besseren Spiel. In der Community geistert sogar ein ominöser 10-Jahres-Plan herum, der Updates bis 2024 verspricht. Unsere eigenen Recherchen ergaben zwar keine handfesten Entwicklerbelege für dieses Vorhaben, doch selbst mit einer gesunden Portion Skepsis dürften Elite-Updates noch für einige Jahre gesichert sein - und wenn die ähnlich viel bieten wie bisherige Erweiterungen, könnte das eine rosige Zukunft werden.


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