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Auf geht's

Zehn Klassiker in der Definitive Edition - Top 10 der Fan-Remakes

Wir zeigen im Special neun Spiele-Klassiker, die dank fleißiger Fans ein Comeback in modernem Gewand feiern können. Und eine Neuauflage, die ein trauriges Ende nahm.

von Stefan Köhler,
30.12.2014 09:53 Uhr

Sie kennen das: Mit viel Nostalgie wühlt man sich durch die eigene Spielesammlung und findet einen angestaubten Klassiker, den man gerne mal wieder spielen möchte. Doch die schönen Erinnerungen an vergangene Tage verfliegen oftmals schnell: Entweder lässt sich die Software nicht mehr installieren oder es fehlt gar die zugehörige, alte Konsole. Oder das Spiel läuft auf dem eigenen 64bit-PC technisch unsauber und vielleicht sogar viel zu schnell. Oder man erinnert sich schlagartig, warum einige Gameplay-Mechaniken schon vor mehr als zehn Jahren ausgestorben sind.

Plattformen wie GoG.com und Steam bieten dabei heute viele auf modernen Systemen lauffähige Spieleperlen an. Die sind aber oftmals nur lieblos hingeklatscht - HD-Auflösungen im Fantasy-Rundenepos Heroes of Might & Magic 3 müssen genauso erst einmal nachgemodded werden, wie die kompletten Audiodateien des sonst stummen Actionhelden Max Payne. Einige hartgesottene Fans setzen sich daher in ihrer Freizeit mit dem Erbe großer Spieleserien auseinander - und entwickeln hochwertige Neuauflagen oder gar Nachfolger einfach selbst.

Wir stellen in unserer Top-10-Liste Fan-Remakes und -Fortsetzungen vor, die besonders gelungen sind. Unseren Fokus legen wir dabei auf bereits komplette oder fast fertige Fan-Kreationen. Beeindruckende (aber unfertige) Projekte wie das CryEngine-3-Remake von Outcast lassen wir also bewusst aus. Ihnen fehlt ein besonders tolles Fan-Remake oder eine von Fans programmierte Fortsetzung? Dann schreiben sie Ihren Vorschlag bitte in die Kommentare.

Black Mesa

Black Mesa ist gleich drei Mal ein Paradebeispiel: Nämlich für die wichtigsten Gründe für ein Remake, für die Videospielentwicklung als Hobby und für vorbildliche Fan-Umsetzungen. Das Projekt ist eine Neuauflage von Half-Life auf Basis der Half-Life-2-Grafikengine Source. Grund für die Entstehung von Black Mesa war das von Valve im Jahr 2004 lieblos entwickelte Half-Life Source, dass in den Augen der Fans nur eine billige Kopie darstellt und auch noch kostenpflichtig ist.

Black Mesa - Special zum kostenlosen Half-Life-Remake 4:44 Black Mesa - Special zum kostenlosen Half-Life-Remake

Für den Modder Carlos Montero uns seinem Team aus Hobbyentwicklern war Half-Life Source schlicht kein würdiges Erbe für die Shooter-Ikone von 1998. Noch 2004 macht man sich daran, eine anständige Umsetzung zu programmieren - mit neuen Texturen, Effekten, Sounds und sogar einer verbesserten künstlichen Intelligenz.

Dabei lautet der Arbeitstitel zunächst Black Mesa: Source, 2005 kassiert aber Valves Rechtsabteilung das Namensanhängsel ein - schließlich ist »Source« nur für selbst entwickelte Titel wie Counter Strike: Source vorgesehen, man will Verwechslungen vermeiden.

Danach wird es bald still um das Spiel und Fans vermuten, dass es dem hoch ambitionierten Black Mesa wie vielen anderen Hobby-Projekten ergehen könnte: Es wird schlicht niemals fertig entwickelt. Die Befürchtungen werden von den spärlichen Informationen für Nicht-Eingeweihte verstärkt, erst drei Jahre nach Entwicklungsbeginn veröffentlichen die Macher einen ersten kurzen Teaser-Trailer. 22 Monate später, im November 2008, erscheint schließlich ein zweiter Trailer.

Ganze acht Jahre dauert die Entwicklung schließlich - am 14. September 2012 erscheint Black Mesa dann doch endlich als Mod für Valves Grafikeditor-SDK. Und das Warten hat sich gelohnt: Mit viel Liebe zum Detail wird eine in vielen Augen würdige Neuentwicklung von Half-Life 1 veröffentlicht. Grafisch kann das Hobby-Projekt natürlich nicht mit dem im selben Zeitraum erscheinenden Battlefield 3 mithalten, dennoch sorgen neue Texturen, Physik- und Partikeleffekte, ein selbstgeschriebener Soundtrack, neue KI-Routinen und ein stark verbessertes Leveldesign für offene Münder und viel Nostalgie bei Fans.

Allerdings enthält die kostenlose Mod nur den namensgebenden Black-Mesa-Forschungskomplex. Der Spielabschnitt auf dem Alienplaneten Xen fehlt bisher, er soll in der kostenpflichtigen Version nachgereicht werden. Die wurde mittlerweile von Valve offiziell abgesegnet, das vollständige Spiel wird auf Steam erscheinen und auf der Source-2013-Engine basieren - in einer optisch nochmals aufgebohrten Variante.

» Zum Download von Black Mesa auf der offiziellen Webseite

Half-Life: Black Mesa - Bilder aus dem Fan-Remake ansehen


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