AMD Radeon HD 7850 im Test
AMDs »günstige« Mittelklasse für 250 Euro
Die Radeon HD 7850 komplettiert die neue Modellpalette von AMD. Wir testen die 250-Euro-Grafikkarte und verraten ob sie ihren Preis wert ist.
Von
Hendrik Weins
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Datum:
05.03.2012
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Mit 250 Euro gehört die AMD Radeon HD 7850 im Test zu den günstigeren Modellen der HD-7000-Serie und soll laut AMD vor allem der beliebten und leistungsfähigen
Geforce GTX 560 Ti
Konkurrenz machen, die allerdings nur knapp 200 Euro kostet. Mit angeblich 25 Prozent mehr Leistung im Schnitt will die Radeon HD 7850 die Nvidia-Karte deklassieren und zudem mit den Vorteilen der überarbeiteten HD-7000-Chiparchitektur wie der hohen Energieeffizienz oder Zusatz-Features wie DirectX 11.1 punkten. Zudem bewirbt AMD die Radeon HD 7850 mit besonders hohem Übertaktungspotential, die Möglichkeiten und Resultate beleuchten wir in einem gesonderten Artikel.
Bereits seit der
Radeon HD 4850
von 2008 gelten die Modelle mit der »850« im Namen als die Preis-Leistungs-Sieger von AMD. So bezeichneten wir die Radeon HD 4850 in unserem damaligen Test als »Preis-Leistungs-Hammer«. Auch der Nachfolger, die
Radeon HD 5850
, verdiente das Prädikat »Preis-Leistungs-Sieger«. Mit der
Radeon HD 6850
gelang es AMD hingegen nicht an die Erfolge der anderen 850er-Modelle anzuknüpfen, die Karte unterlag sogar dem Vorgänger HD 5850 knapp. Allerdings änderte AMD damals auch das Namensschema und verschob die 800er-Modelle vom High-End in die Mittelklasse. Erst die
Radeon HD 6950
lieferte wieder die gewohnte Balance zwischen hoher Leistung und vergleichsweise günstigem Preis. Die Radeon HD 7850 soll nun wieder an die alten Erfolge anknüpfen und AMDs Ruf als Hersteller erschwinglicher, aber schneller Grafikkarten zementieren. Als Hauptgegner der Radeon HD 7850 gibt der Hersteller die Geforce GTX 560 Ti an und damit auch die minimal schnellere Radeon HD 6950 der Vorgängergeneration. Wir testen die Radeon HD 7850 gegen die versammelte Konkurrenz und widmen uns insbesondere der Frage, ob die 350 Euro teurere
Radeon HD 7870
oder die wesentlich günstigere
Radeon HD 7770
die besseren Alternativen sind.
Update März 2013: Gut ein Jahr nach Veröffentlichung der aktuellen Radeon- und Geforce-Generation haben wir das komplette Portfolio von AMD und Nvidia erneut getestet. Durch permanente Treiber-Optimierungen haben sich die Relationen der einzelnen Karten zueinander leicht verschoben, so dass die in diesem Artikel stehenden Benchmarks nicht mehr das aktuelle Leistungsgefüge abbilden. Ständig aktualisierte Benchmarks finden Sie im Artikel
Die besten Grafikkarten.
Mit 250 Euro kostet die Radeon HD 7850 das Doppelte der HD 7770, liegt aber noch 100 Euro unterhalb der Radeon HD 7870.
Die Radeon HD 7850
Die Radeon HD 7850 besitzt die gleiche Architektur wie die Modelle der HD-7700- und HD-7900-Serie und erbt damit die strom- und platzsparende 28-nm-Herstellung des Grafikchips. Wie bei der
Radeon HD 7870
ist auch der HD-7850-Grafikchip 212 mm² groß und damit wesentlich kleiner als die 365 mm² einer
Radeon HD 7950
oder
Radeon HD 7970
. Im Gegensatz zur Radeon HD 7870 hat AMD die Radeon HD 7850 aber teilweise deutlich beschnitten, etwa bei den Shader- oder Textur-Einheiten. Denn statt den 1.280 Rechenwerken der HD 7870 besitzt die HD 7850 derer nur noch 1.024 und bei den Textur-Einheiten bleiben von den 80 der HD 7870 nur noch 64 übrig. Auch beim Chiptakt muss die HD 7850 zurückstecken und läuft mit 800 MHz ein gutes Stück langsamer als die HD 7870 mit 1.000 MHz. Identisch bleiben hingegen der Speichertakt von 4.800 MHz der 2,0 GByte GDDR5-VRAM und dessen 256 Bit breite Anbindung an den Grafikchip. Dementsprechend liegen Radeon HD 7850 und HD 7870 mit einer maximalen Speicherbandbreite von 153,6 GByte pro Sekunde auf dem gleichen Niveau, aber deutlich hinter den 240 GB/s einer Radeon HD 7950.
Verglichen mit der Radeon HD 7770 steht die Radeon HD 7850 hingegen wesentlich besser dar, denn zum einen liefert die 250-Euro-Karte die doppelte Speicherbandbreite und besitzt doppelt so viel Grafikspeicher, aber vor allem die rund 40 Prozent höhere Shader-Anzahl sowie die 64 statt 40 Textur-Einheiten sollten sich in Spielen durch eine bedeutend höhere Leistung auswirken. Da fallen die 200 MHz weniger Chiptakt kaum noch ins Gewicht, zumal AMD in der eigenen Präsentation bereits mit einem Übertaktungspotenzial der HD 7850 von bis zu 975 MHz wirbt.
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Radeon HD 7950
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Radeon HD 7870
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Radeon HD 7850
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Radeon HD 7770
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Grafikchip
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Tahiti Pro
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Pitcairn XT
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Pitcairn Pro
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Cape Verde
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Fertigungsprozess
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28 nm
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28 nm
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28 nm
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28 nm
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Chip-Takt
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800 MHz
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1.000 MHz
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860 MHz
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1.000 MHz
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Shader-Takt
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800 MHz
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1.000 MHz
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860 MHz
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1.000 MHz
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Shader-Einheiten
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1.792
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1.280
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1.024
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640
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GDDR5-Speicher
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3.072 MByte
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2.048 MByte
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2.048 MByte
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1.024 MByte
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Speichertakt (effektiv)
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5.000 MHz
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4.800 MHz
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4.800 MHz
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4.500 MHz
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Speicher-Interface
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384 Bit
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256 Bit
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256 Bit
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128 Bit
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Speicherbandbreite
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240 GByte/s
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154 GByte/s
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154 GByte/s
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72 GByte/s
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Stromverbrauch Volllast (TDP)
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225 Watt
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175 Watt
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130 Watt
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80 Watt
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Stromverbrauch Leerlauf (TDP)
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15 Watt
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3 Watt
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3 Watt
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3 Watt
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Preis
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400 Euro
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350 Euro
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250 Euro
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130 Euro
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