Zum Thema » AMD Radeon HD 7970 im Test Viel Lärm um viel Leistung » Radeon-Historie 20 Jahre im Überblick » Spektakuläre Radeon-Demos Grafikpracht im Überblick Vor ziemlich genau einem halben Jahr (AMD spricht in der Produktpräsentation stolz vom halben Geburtstag) stellt AMD mit der Radeon HD 7970 das erste von vielen Modellen der neuen HD-7000er-Serie vor und landet einen Hit: Im Vergleich zur Vorgängergeneration arbeitetet die neue Grafikkarte aufgrund der effizienteren 28-nm-Bausweise in den Benchmarks nicht nur rund 40 Prozent wesentlich schneller, sondern gleichzeitig auch deutlich sparsamer.

Zudem trumpft die Karte mit Premieren wie PCI Express 3.0, DirectX 11.1 und weiteren Extras auf und bügelt historische AMD-Schwachstellen wie die Tesselation-Leistung aus. Dem damals noch extrem teuren 550-Euro-Flaggschiff folgten dann in hohem Tempo günstigere Modelle wie Radeon HD 7950, HD 7870, HD 7850, HD 7770und Radeon HD 7750.

Mit Erscheinen der Geforce-Konkurrenten Geforce GTX 680 und Geforce GTX 670 gelingt es Nvidia, ihre ebenfalls in 28 nm gefertigen Modelle nicht nur schneller, sondern noch energieeffizienter zu machen. Entsprechend hat AMD die Preise gesenkt und so ist eine Standard-HD-7970 nun bereits ab 400 erhältlich. Mit der AMD Radeon HD 7970 GHz Edition will AMD die alten Verhältnisse nun wieder herstellen und beschleunigt die Radeon HD 7970 dafür von 925 auf 1.050 MHz Chiptakt. Wie viel das der 500 Euro teuren Grafikkarte in den Spiele-Benchmarks bringt, zeigen wir im Test.

Update März 2013: Gut ein Jahr nach Veröffentlichung der aktuellen Radeon- und Geforce-Generation haben wir das komplette Portfolio von AMD und Nvidia erneut getestet. Durch permanente Treiber-Optimierungen haben sich die Relationen der einzelnen Karten zueinander leicht verschoben, so dass die in diesem Artikel stehenden Benchmarks nicht mehr das aktuelle Leistungsgefüge abbilden. Ständig aktualisierte Benchmarks finden Sie im Artikel Die besten Grafikkarten.

AMD Radeon HD 7970 GHz Edition : Das Referenzdesign der Radeon HD 7970 GHz Edition entspricht bis auf die höheren Taktfrequenzen und dem Turbo-Modus einer normalen HD 7970. Das Referenzdesign der Radeon HD 7970 GHz Edition entspricht bis auf die höheren Taktfrequenzen und dem Turbo-Modus einer normalen HD 7970.

Die Radeon HD 7970 GHz Edition

Wie der Name schon verrät, ist die Radeon HD 7970 GHz keine Neuentwicklung, sondern lediglich eine bekannte Radeon HD 7970 mit erhöhten Taktraten. Dabei geht AMD ziemlich konservativ vor, denn mit 1.000 Chip- und 6.000 MHz effektivem Speichertakt läuft die GHz-Edition nur rund acht Prozent schneller als eine normale HD 7970 mit 925/5.500 MHz. Dadurch erhöht sich die maximale Speicherbandbreite von 264 GByte pro Sekunde auf 288 GByte/s und liegt damit stolze 50 Prozent über der einer Geforce GTX 680 .

Der Grafikchip bleibt indes technisch unangetastet. Statt des im Internet herbeispekulierten »Tahiti XT2« kommt noch immer der von der HD 7970 bekannte Tahiti XT zum Einsatz, und auch die Platine ist identisch zur Standard-HD-7970. Dementsprechend bleiben auch die technischen Details wie das 384 Bit breite Speicherinterface, die 3,0 GByte GDDR5-RAM oder der maximale Stromverbrauch von 250 Watt unverändert. Auch das Backup-Bios ist wieder mit an Bord, um bei misslungenen Übertaktungsversuchen die Grafikkarte problemlos wieder lauffähig zu bekommen.

AMD Radeon HD 7970 GHz Edition : Powertune with Boost übertaktet die Grafikkarte automatisch. Powertune with Boost übertaktet die Grafikkarte automatisch.

So ganz ohne Neuerungen kommt die Radeon HD 7970 GHz Edition aber dann doch nicht daher. AMD hat die Stromsparfunktion Powertune erweitert und nennt das jetzt »Powertune with Boost« – eine bereits von den Geforce-GTX-600-Modellen bekannte automatische Übertaktungsfunktion.

Dabei garantiert AMD einen Chiptakt von 1.050 MHz, ein Wert, den unser Testmodell in jedem Spiel erreicht. Verkaufsfertige Karten von Herstellern wie Sapphire, Asus, MSI und Co. sollen und können aber auch Modelle anbieten, die höhere Taktfrequenzen schaffen. Um die Taktsteigerung in jedem Fall zu erreichen, kann die Karte automatisch die Spannung erhöhen, was sich im Gegenzug negativ auf den Stromverbrauch sowie die Wärmeentwicklung auswirkt – genau wie bei Nvidias GPU Boost.

Keine Neuerung, aber für AMD immens wichtig sind die GPGPU-Möglichkeiten, also der Einsatz der Grafikkarten außerhalb von Spielen, zum Beispiel zum Umwandeln von Videos, der Bild- oder Video-Bearbeitung oder ähnlichen Einsatzzwecken. War dieser Bereich in den letzten Jahren eher eine Domäne von Nvidia, ist es in der aktuellen Generation eine Stärke von AMD. Bei unserer Wertung spielt die GPGPU-Leistung aber (noch) keine Rolle. Wir konzentrieren uns rein auf die für Spieler wichtigen Faktoren wie Spieleleistung sowie Lautstärke und Verlustleistung.

AMD Radeon HD 7970 GHz Edition