Nvidia 3D Vision

Grafikkarten   |   Datum: 20.02.2009
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Besser Spielen mit 3D-Brille oder 3 TFTs?

Die GameStar-Redaktion macht den Test

Mit Avatar ist dem 3D-Kino der Durchbruch gelungen. Doch wie gut eigenen sich die existierenden 3D-Verfahren Nvidia 3D Vision und Passiv-Pol zum Spielen am PC? Oder bedeuten mehr Monitore mehr Spielspaß?

Von Daniel Visarius |

Datum: 16.05.2010


Besser Spielen mit 3D-Brille oder 3 TFTs? : Auch Avatar - Das Spiel ist wie der Film auf 3D ausgelegt. Auch Avatar - Das Spiel ist wie der Film auf 3D ausgelegt. Seit dem Kinostart von Avatar - Aufbruch nach Pandora hat der Sciene-Fiction-Film von Regisseur James Cameron weltweit 2,7 Milliarden US-Dollar eingespielt und einen gigantischen 3D-Hype ausgelöst. Mittlerweile sind die ersten 3D-Fernseher und -Blu-ray-Player auf dem Weg in die Wohnzimmer. Am PC ist die zugrunde liegende Technik schon länger verfügbar: Anfang 2009 hat Nvidia seine 3D Vision -Brille (140 Euro) auf dem Markt gebracht, dass wie die neuen 3D-Fernseher mit einem 120-Hertz-TFT und einer Shutter-Brille arbeitet, aber zwingend eine Geforce-Grafikkarte voraussetzt. Einige Monitorhersteller wie Hyundai oder Zalman bauen auf das Konkurrenzverfahren Passiv-Pol, was ohne Shutter-Brille auskommt und sowohl mit Geforce- als auch mit Radeon-Karten zusammenspielt, aber wiederum spezielle TFTs erfordert.

Mit Eyefinity hat AMD einen Gegenkonzept für Grafikkarten der Radeon-HD-5000-Serie entworfen: Statt in 3D spielen Sie hier auf mehreren Monitoren. Die ideale Kombination besteht aus dreien, theoretisch sind Konfigurationen mit bis 24 Monitoren möglich. Welche der beiden 3D-Techniken zum Spielen besser geeignet ist, lässt sich anders als zum Beispiel bei Grafikkarten nicht allein durch Messungen von Geschwindigkeit, Lautstärke und ähnlichen nachprüfbaren Kriterien beurteilen. Vielmehr spielen subjektive Eindrücke eine Rolle, weil jeder 3D anders wahrnimmt. Deshalb hat die halbe GameStar-Redaktion auf allen drei Systemen Probe gespielt und 3D Vision mit Passiv-Pol und der Mehrschirmtechnik Eyefinity verglichen.

Testaufbau

Halbwegs vergleichbare Testsysteme aufzubauen, war schwieriger als erwartet. Zumindest 22 Zoll als Monitor-Format (1650x1050) stand fest, weil die Geräte für alle drei Konfigurationen in der Redaktion vorhanden waren: der 120-Hz-TFT Samsung Syncmaster 2233RZ (280 Euro), der Passiv-Pol-Monitor Hyundai W220S (500 Euro inklusive Brille) und sechs Dell Professional P2210 mit Displayport-Anschluss für Eyefintiy (je 250 Euro). Die Bildeinstellungen haben wir soweit als möglich einander angenähert.

Besser Spielen mit 3D-Brille oder 3 TFTs? : Im Meeting-Raum Boston (benannt nach dem Hauptfirmensitz von GameStar-Verlag IDG) spielt die GameStar-Redaktion Probe. Im Meeting-Raum Boston (benannt nach dem Hauptfirmensitz von GameStar-Verlag IDG) spielt die GameStar-Redaktion Probe.

Geeignete Spiele zu finden, die mit allen drei Systemen gleich gut funktionierten, gestaltete sich komplizierter. Zum einen kamen in erster Linie Shooter und Rennspiele in Frage, weil sie besonders stark von 3D profitieren, aber auch Schwächen am ehesten offenbaren. Als erstes fiel unsere Wahl auf Battlefield: Bad Company 2 . Den DirectX-11-Modus mussten wir abschalten, da die TriDef-Software des Hyundai-Monitors sonst eine Fehlermeldung ausspuckte. Colin McRae: Dirt 2 flackerte mit 3D Vision, also entschieden wir uns für Need for Speed: Shift . Wegen neuerlicher Probleme der TriDef-Software haben wir aber die Schatten abgeschaltet. Grundsätzlich ist die Spiele-Unterstützung von 3D Vision der von TriDef weit überlegen. Sowohl Passiv-Pol als auch 3D Vision kosten allerdings bis zu 50 Prozent Spieleleistung.

3D-Erfahrungen

Das 3D-Erlebnis ist in erster Linie subjektiv, weil uns die Technik den 3D-Eindruck nur vorgaukelt und jeder Spieler besser oder schlechter darauf hereinfällt. Einige der Informationen, die unser Gehirn beim Spielen mit einer 3D-Brille aufnimmt, passen nämlich nicht zusammen: Die dreidimensionale Wahrnehmung ergibt sich ausschließlich aus den leicht versetzten Bildern für jedes Auge. In der Realität nutzen wir beim räumlichen Sehen aber noch weitere Faktoren wie beispielsweise die Pupille, die bei einer 3D-Brille lediglich die zweidimensionale Oberfläche des Monitors fokussieren und daher keine Tiefe erkennen kann. Je nach Individuum führen diese widersprüchlichen Informationen zu schneller Ermüdung oder gar Schwindelgefühlen und Übelkeit. In unserem Test empfanden 10 Prozent der Probanden das Spielen mit einer 3D-Brille als anstrengend oder sehr anstrengend, einem davon wurde richtiggehend schlecht. Von den Betroffenen beurteilten alle die Passiv-Pol-Brille besser als Nvidia3D Vision. Der 3D-Effekt funktionierte aber bei Nvidias System nach Meinung aller Redakteure um Längen besser.

Nvidias 3D-Brille folgt dem Shutter-Prinzip, dunkelt die Gläser also abwechselnd ab und schluckt deshalb eine Großteil der Helligkeit des TFTs, was durchweg allen Redakteuren negativ auffiel. Einige störten sich an der gesamten Bildqualität von 3D Vision (Farbtreue, Helligkeit, Kontrast). Elektronik und Akku machen die Nvidia-Brille zudem vergleichsweise schwer und nach Ansicht aller Brillenträger und der meisten Headset-Tester unkomfortabel. Die Passiv-Pol-Brille des Hyundai-Monitors kommt ohne Elektronik aus und ist so leicht wie eine Sonnenbrille. Den Tragekomfort fanden die Redakteure mit einer Ausnahme gut. Für allgemeine Unzufriedenheit sorgten aber die äußert engen horizontalen Blickwinkel. Bereits bei kleinsten Abweichungen von der optimalen Sitzposition verschwindet der 3D-Effekt und die Tester sahen doppelt. Auf wenig Gegenliebe stößt auch die aus technischen Gründen halbierte vertikale Auflösung von Passiv-Pol - aus 1680x1050 wird hier 840x1050!

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Avatar ThorexT
ThorexT
#1 | 16. Mai 2010, 09:55
Schöner Test!

Ich bevorzuge Eyefinity. Konnte bis jetzt noch nicht meckern, obwohl es am Anfang gewöhnungsbedürftig war aber mittlerweile macht es einfach nur irrsinnig viel Spaß!
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Avatar Brodkar
Brodkar
#2 | 16. Mai 2010, 10:33
Klare Aussagen, schöner Testbericht.

3D? Nein danke - zumindest 2010.
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Avatar hatchi
hatchi
#3 | 16. Mai 2010, 10:35
Also ich bin mit Eyefinity sehr zufrieden, 3x28" Viesonic 2835vxm und 2x5970 Sapphire, wobei ich eine wieder ausgebaut habe (Treiberprobleme).
Und alle Egoshooter und Rennspiele gehen so richtig ab.
Die schwarzen Ränder stören mich überhaupt nicht.
Klar rahmenlose Displays wären schöner aber wer weiß wann die auf den Markt kommen.
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Avatar Stc
Stc
#4 | 16. Mai 2010, 10:47
Der Fischaugen Effekt erschien mir schon als ich davon zum ersten mal gehoert habe, sofort als totaler Mumpitz.
Wenn ich auf einen der Randmonitore fokusiere und dort Verzerrungen sehe wozu soll das gut sein?
In der Realitaet kann ich fokusieren wohin ich will, am Rand gibts halt irgendwelche Verzerrungen die meinem Gehirn egal sind, dass sollte doch automatisch auch so sein, wenn ich auf drei Monitore schaue wovon sich Teile dann am Rand des Blickfeldes befinden.

Habt Ihr eine Meinung zu dem in diesem Posting angesprochenen Problem? Tritt solch ein Effekt auch bei 3D Spielen auf?
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Noc h-n-Problem-Rattengrosse-Eisbaeren-und-Tippkic k-WMs/forum-178293/msg-18435461/spm-eNqrViosTS 2qVLJSSs0sToopNTBINSlSKEosKUlV0lHKT0srTi0BShoo 1QIAMx0NtQ5ef780/read/

Auszug aus dem Post:
"Wenn ich einen im Zoo herumschwimmenden Eisbär auf einem großen
2D-Fernseher sehe, sagt mein seit 35 Jahren Fernsehbilder
konsumierendes Hirn "ABBILD" und "errechnet" sich den Eisbär: Es
weiß, dass das ein großes Tier ist. Und ist mächtig beeindruckt.

Wenn ich denselben Eisbär aber auf einem 1 Meter breiten 3D-Fernseher
sehe, passiert etwas völlig anderes:

Mein Hirn sagt "OBJEKT" - es erkennt den Eisbär in seinem Becken als
etwas Räumliches.

Und meldet mir, dass ich vor einem Aquarium sitze, in dem eine etwas
sechzig Zentimeter lange weiße Ratte schwimmt.

Wodurch der Eisbär unfreiwillig komisch wird."
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Avatar Astyages
Astyages
#5 | 16. Mai 2010, 10:50
insgesamt scheint die technik noch viel zu teuer zu sein. immerhin habt ihr nichtmal mehr geld für ein gehäuse für den rechner mit der hyundai-brille gehabt ;).
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Avatar HawkS73
HawkS73
#6 | 16. Mai 2010, 11:20
Sehr guter Testbericht, der meine Meinung der 3D-Technik und Multimonitorlösungen gut wieder gibt.

Wie im Test erwähnt sind die Monitorgehäuse bei Multimonitorlösungen wie Eyefinity und die damit auftretenden Gehäusebalken im Bild der störende Faktor. Über dem ist es beim Anschaffungspreis von 3-6 Monitoren plus Halterungsmechanik, dem Kunden wohl eher schwer begreiflich zu machen, warum er für das gleiche Bilderlebnis nicht schlicht einen HD-Fernseher als Monitor verwenden können soll. Der dann von der Bildflächen sogar größer sein kann als ein 3 Monitorvariante, das aber vor allem mit keinen störenden Balken mitten im Bild glänzen kann.

Was das 3D angeht, und ich meine echtes 3D, so ist das in der Tat eine Technik die in Zukunft auf dem Heimsektor etwas werden kann, aber heuer mit zu vielen Kinderkrankheiten zu kämpfen hat. Die zu schweren Brillen und Blickwinkle Probleme sind das eine, was man aber in Zukunft wohl besser in den Griff bekomme wird. Die übermäßige Belastung der Augen aufgrund der Technik das andere. Das vor allem aber wegen des aufzwingen eines Tiefeneffekts, ob wohl das Auge auf eine Fläche fixiert ist, ein Problem bleiben wird und braucht sicher mehr Aufwand um eine Lösung zu finden.

Insgesamt aber ist die derzeitige 3D Technik keine Neue, hat man doch schon in den 80ger auf Sega Konsolen mit Shutter-Brillen den Vorstoß in die 3D Spielewelt gewagt und ist damit, wie jeder Versuch 3D im Film und Kino zu etablieren, angefangen in den 50gern, grandios baden gegangen. Grund ist wohl der im GS Bericht von Christian genannte Abnutzungseffekt, da 3D im Spiel und Film dann am besten funktioniert wenn einem etwas entgegen kommt. Was das angeht gibt es aber nur ein Minimum an Dingen die man tun kann, und die nutzen sich schneller ab als man AVATAR: Aufbruch nach Pandora sagen kann.

Da ich jedoch in meinem Studium schon mit echter Hollogrammtechnik zu tun hatte, denke ich wird es über kurz oder lang nur auf eine Hologramm Lösung hinaus laufen. Wo das Bild über RGB-Lasertechnik und geeignete, mikromechanisch anpassbare Nanotechnologie DBR (Distributet Bragg Reflector) - Gratigns dann tatsächlich Räumlich aufgebaut wird. Aber diese Technik steckt noch mehr in den Kinderschuhen als die Fake 3D Technik die man derzeit nutzt. Zur Zeit schafft man es damit gerade mal Lichtpunkte in jeglicher geometrischen Form im Raum entstehen zulassen, aber es ist immerhin ein Anfang.

Somit wird die derzeitige 2D Lösung, die 3D nur vorzugaukeln versucht, meiner Meinung nach keine echte Zukunft haben und bleibt eine Zwischenlösung hin zu Hologramm 3D Technik.
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Avatar mutio
mutio
#7 | 16. Mai 2010, 11:34
"Ernsthaft: Die Hersteller sollten ihre 3D-Technologie erstmal fertig entwickeln, statt sich von der Hype-Kielwelle des Schlumpfindianer-Films (Avatar) mitreißen zu lassen"

Hohoho, da mag aber jemand eindeutig Avatar nicht xD.
Naja mit der mehreren 10.000€ teuren Technik in Kinos kann man aktuelle Heim 3D Technik sowieso nicht vergleichen - wahrscheinlich in den kommenden 5-10 Jahren nicht. Ich habe auch kein bock mich an Stromfressende Geforce Grafikkarten zu binden oder meinen schönen 24" IPS Monitor gegen ein 3D TN-Dreckspanel einzutauschen. 3D im Kino ist in bestimmten(!) Filmen nett, ansonsten brauche ich es aber nicht. Und die Avatar Blu Ray hat erst gerade wieder gezeigt, dass bei herausragender Bildqualität (und die Avatar Blu Ray ist da mit Abstand neue Referenz) man den 3D Effekt nicht wirklich vermisst~
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Avatar Theedee
Theedee
#8 | 16. Mai 2010, 11:48
Ich verstehe nicht wie man behaupten kann ein Beamer könnte Eyefinity ersetzen. Es ist doch letzen Endes total egal wie groß das Bild ist, es geht um die Auflösung. Ein Beamer kann dann zwar das Bild mit einer 2 Meter Diagonale an die Wand zaubern, aber man sieht dadurch kein bisschen mehr als vorher auf dem 22 oder 24 Zoll Monitor. Und das selbe gilt natürlich auch für einen 50 Zoll Plasma.

In Rennspielen mit Cockpitansicht kann man mit Eyefinity dann wunderbar einen Monitor für die Frontscheibe und die anderen beiden für die Seitenscheiben benutzen.
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Avatar HawkS73
HawkS73
#9 | 16. Mai 2010, 11:49
Zitat von mutio:
Ernsthaft: Die Hersteller sollten ihre 3D-Technologie erstmal fertig entwickeln, statt sich von der Hype-Kielwelle des Schlumpfindianer-Films (Avatar) mitreißen zu lassen

Hohoho, da mag aber jemand eindeutig Avatar nicht xD.


Ich glaub fast der Micha ist ein "thatguywiththeglasses" aka "The Nostalgia Critic" Fan und hat das "Jester A Bum" Bum Review zu Avatar gesehen, da sagt der Bum nämlich auch immer "SmurfIndians" also "Schlumpfindianer".

Los Micha... oute dich xD

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Avatar Hansaplast69
Hansaplast69
#10 | 16. Mai 2010, 13:00
Die Billig-stereoscopic-Alternative von Nvidia:
(unter Windows XP / kein spezieller Monitor erforderlich)
http://www.nvidia.com/object/stereo_3D_181 .25.html
Dazu den registry-Eintrag, für das Nvidia Control Panel.
http://gamerslastwill.com/wp-content/uploa ds/3dStereo.reg
Billige rot/grün-Pappbrille besorgt und los gehts.

Lässt man die Werte auf default, sieht man dem Bild ohne
Brille nicht mal die Farbverschiebung an,
und der 3D Effekt mit Brille ist angenehm milde, ohne
übermäßige Farbverfälschung.
BFbc2, Metro 2033 & NoLimitsCoaster sehen damit fabelhaft aus
und bei GTRrevolutuion bekommt man ein wesentlich besseres
Gefühl, wie schnell man in die Kurven reinhämmern kann.

Für stundenlanges zocken natürlich zu anstrengend,
aber eine nette Spielerei zum testen.
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