Nvidia Geforce GTX 650

Grafikkarten   |   Datum: 15.09.2012
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Nvidia Geforce GTX 650 im Test

Geforce-Grafikkarte ohne Biss

Die 110-Euro-Grafikkarte Geforce GTX 650 ist der günstigste Einstieg in die GTX-Welt. Ob trotz des niedrigen Preises auch die Benchmark-Leistung stimmt, zeigt unser Test.

Von Hendrik Weins |

Datum: 15.09.2012


Zum Thema » Nvidia Geforce GTX 660 im Test Kepler-Geforce für knapp über 200 Euro » Nvidia Geforce GTX 660 Ti im Test Gehobene Mittelklasse für 300 Euro » Nvidia Geforce GTX 670 im Test Geforce-Oberklasse für 400 Euro Geforce GTX 650 ab 111,20 € bei Amazon.de 110 Euro kostet die neue Nvidia Geforce GTX 650 . Das ist gerade einmal halb so viel, wie für das nächst günstigere GTX-600-Modell fällig wird, das Spitzenmodell kostet sogar fast viermal mehr! Günstige Grafikkarten mögen naturgemäß nicht so leistungsfähig wie die größeren Varianten sein, das Absatzvolumen der Schnäppchen-Karten ist dafür umso höher.

Vor allem Gelegenheitsspieler, die eher zu Diablo 3 als Battlefield 3 oder Metro 2033 greifen, liebäugeln mit Grafikkarten um die 100 Euro. Ultra hohe Details, vierfache Kantenglättung oder gar Super Sampling sind zwar kaum nutzbar, aber für viele auch nicht nötig. Spiele machen ja auch in mittleren Grafikeinstellungen Spaß. Grund genug, die Spieleleistung der neuen Geforce GTX 650 im Test auf die Probe zu stellen und zu überprüfen, ob sich die Grafikkarte auch für Spieler mit höheren Ansprüchen an die Grafikeinstellungen eignet.

Update: Gut ein Jahr nach Veröffentlichung der aktuellen Radeon- und Geforce-Generation haben wir das komplette Portfolio von AMD und Nvidia erneut getestet. Durch permanente Treiber-Optimierungen haben sich die Relationen der einzelnen Karten zueinander leicht verschoben, so dass die in diesem Artikel stehenden Benchmarks nicht mehr das aktuelle Leistungsgefüge abbilden. Ständig aktualisierte Benchmarks finden Sie im Artikel Die besten Grafikkarten .

Nvidia Geforce GTX 650 : Die Geforce GTX 650 verbraucht so wenig Strom, dass Nvidia ein ultrakompaktes Kühlsystem verwenden kann.

Nvidia Geforce GTX 650
Die Geforce GTX 650 verbraucht so wenig Strom, dass Nvidia ein ultrakompaktes Kühlsystem verwenden kann.

Nvidia positioniert die Geforce GTX 650 gegen die nur 90 Euro teure Radeon HD 7750, preislich passender ist aber die Radeon HD 7770 ab 110 Euro. Als erste verkaufsfertige Karte haben wie die Palit Geforce GTX 650 OC im Test, da Nvidia wie schon bei der Geforce GTX 660 Ti und der Geforce GTX 660 keine Referenzgrafikkarten zur Verfügung stellt. Die minimale Übertaktung der Palit-Karte haben wir zurückgenommen und den Takt auf die von Nvidia empfohlenen Werte reduziert. Wie üblich, können wir über Lautstärke und Energieeffizienz der Geforce GTX 650 nur eingeschränkt Aussagen treffen, da jede Herstellerkarte über einen anderen Kühler und Stromverbrauch verfügt.

Geforce GTX 650 im Detail

Nvidia Geforce GTX 650 : Bei der GTX 650 regierte der Rotstift, die technischen Spezifikationen geben einen Ausblick auf die schwache Leistung. Bei der GTX 650 regierte der Rotstift, die technischen Spezifikationen geben einen Ausblick auf die schwache Leistung. Von den beeindruckenden Kennzahlen einer Geforce GTX 680 oder Geforce GTX 670 bleibt bei der Geforce GTX 650 nichts mehr übrig. Das beginnt schon mit dem eingesetzten Chip. Der GK107 besitzt nur knapp 40 Prozent der Grundfläche und 37 Prozent der Transistoren des GK104 von Geforce GTX 670 und GTX 680 und kommt auch auf der Einstiegskarte Geforce GT 640 (ab 90 Euro) zum Einsatz.

Von den fünf SMX-Modulen der Geforce GTX 660 bleiben nur noch zwei übrig, die Anzahl der Shader-Einheiten sinkt somit von 960 auf nur noch 384. Zudem verfügt die Geforce GTX 650 lediglich über 1,0 GByte Speicher, der über ein 128 Bit schmales Interface angesprochen wird. Zwar sind die Taktraten des Videospeichers mit effektiv 5.000 MHz absolut konkurrenzfähig, aber durch das schmale Interface stehen der GTX 650 im Test lediglich 80 GByte/s Speicherbandbreite zur Verfügung, während die GTX 660 mit 144 GByte/s beinahe doppelt so viele Daten zwischen Chip und Speicher austauschen kann.

Um die Leistung dennoch auf ein akzeptables Niveau zu hieven, betreibt Nvidia die kleine Grafikkarte mit den höchsten Taktraten einer Grafikkarte überhaupt! Mit 1.058 MHz übertrifft die Geforce GTX 650 selbst eine Geforce GTX 680 (1.006 MHz) oder Radeon HD 7970 GHz Edition (1.000 MHz) locker. Allerdings fehlt ihr als einziger GTX-600-Platine die automatische Übertaktung per GPU Boost.

Nvidia Geforce GTX 660 und GTX 650 Praesentation 2

Technische Daten

Geforce GTX 650

Geforce GTX 660

Radeon HD 7770

Radeon HD 7750

Grafikchip

GK107

GK106

Cape Verde XT

Cape Verde Pro

Fertigung

28 nm

28 nm

28 nm

28 nm

Chiptakt

1.058 MHz

980 MHz

1.000 MHz

800 MHz

Shader-Einheiten

384

960

640

512

Textur-Einheiten

32

80

40

32

GDDR5-Speicher

1.024 MByte

2.048 MByte

1.024 MByte

1.024 MByte

Speichertakt (effektiv)

5.000 MHz

6.008 MHz

4.500 MHz

4.500 MHz

Speicheranbindung

128 Bit

192 Bit

128 Bit

128 Bit

Speicherbandbreite

80 GB/s

144 GB/s

72 GB/s

72 GB/s

Stromverbrauch Volllast (TDP)

64 Watt

140 Watt

80 Watt

55 Watt

Stromverbrauch Leerlauf (TDP)

5 Watt

15 Watt

3 Watt

3 Watt

Preis

110 Euro

225 Euro

120 Euro

80 Euro

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Avatar Morrich
Morrich
#1 | 15. Sep 2012, 01:08
NVidia hats einfach nicht drauf mal angemessene Preise für seine kleineren Grakas zu präsentieren.
Das ist schon seit Jahren so. Dennoch wirds genügend Kunden geben die den überteuerten Kram kaufen.
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Avatar Kehool
Kehool
#2 | 15. Sep 2012, 01:11
moment... man bietet also eine karte für deutlich über 200€ an .. und dann die nächst kleinere für knapp über 100€? was ist das denn für eine merkwürdige staffelung?
wo sind die brauchbaren spiele grakas zwischen 100 und 200€? diese karte schafft ja nichtmal die 1080p wirklich zuverlässig
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Avatar Xavderion
Xavderion
#3 | 15. Sep 2012, 01:14
Finde es interessant dass so eine billige Karte Dirt 3 und Skyrim in 2560x1440 und 8xAA/16xAF immernoch flüssig darstellen kann. Da merkt man erst, wie sehr die Grafikqualität in den letzten Jahren eigentlich stagniert.
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Avatar Kehool
Kehool
#4 | 15. Sep 2012, 01:17
Zitat von Xavderion:
Finde es interessant dass so eine billige Karte Dirt 3 und Skyrim in 2560x1440 und 8xAA/16xAF immernoch flüssig darstellen kann. Da merkt man erst, wie sehr die Grafikqualität in den letzten Jahren eigentlich stagniert.


unter 30 fps würde ich nicht mehr als flüssig bezeichnen.. ausserdem sind das durchschnittswerte
wenn die karte in einer szene 40 fps packt hilft mir das wenig wenn es in einer anderen nur 15 sind
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offscore
#5 | 15. Sep 2012, 01:35
Mal ein paar Frage von mir:

Frage 1: Wäre es nicht für den Konsument wesentlich billiger - sowie auch für die Chiphersteller wenn sie nur mehr einen Chip heraus bringen? (Top Model only)

Frage 2: Warum gibt es so viele Chipvariationen?
(Nachteilig für den Konsumenten)

Frage 3: Ist es teuerer einen leistungsfähigeren Chip herzustellen als einen weniger leistungsfähigen selber Baureihe?

(Abgesehen davon dass es eigentlich mehr kosten müsste, mehre
Fabriken für mehre Chips zu bauen - bzw. mehre Fabriken für unterschiedliche
Zwecke einzusetzen).

Der GTX 680 Chip (Single GPU) übertrifft alle anderen, jedoch haben alle Karten
die selbe GPU-Architektur. Sind von den Produktionskosten ähnlich.
Schwächere Chips werden dann ja (extra) gedrosselt oder gewisse (wenige) Bauteile werden weg gelassen (im Nachhinein). So war es Beispielsweise auch Möglich durch das Verlöten zweier Verbindungen eine Readon-Karte (um eine Produktkategorie nach oben) zu übertakten.

Da werden doch Kunden betrogen, nämlich alle die die sich eine schwache Karte
kaufen, irgendwann mehr Leistung brauchen und sich dann eine neue Karte
wieder kaufen müssen. Es sollte ja mindestens Schade um die Rohstoffe sein.
Anderseits ist es auch für Top-Karte-Kunden ein Nachteil die zuviel zahlen,
weil ihre Karte kein absolutes Massenprodukt ist.

Das ist fast wie bei den Glühbirnen. Rein rechnerisch müssen
sich die Chiphersteller sich da schon was perfides überlegt haben.

Meiner Ansicht nach würden zwei Karten pro Jahr und Hersteller reichen.
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offscore
#6 | 15. Sep 2012, 01:49
PS: Ich habe vor ner Zeit eine Asus GTX 680 mit 2GB VRam gekauft.
Wehe wenn ich nächstes Jahr 2.5GB oder 3-4GB für "maxedout" aller
Spiele brauche, die GPU aber noch reichen würde.

2 oder 4 GB kann ja von den Produktionskosten heut zu tage
auch nicht das Problem sein. Was ist schon ein GB,..
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Kehool
#7 | 15. Sep 2012, 01:58
Zitat von offscore:
Mal ein paar Frage von mir:

Frage 1: Wäre es nicht für den Konsument wesentlich billiger - sowie auch für die Chiphersteller wenn sie nur mehr einen Chip heraus bringen? (Top Model only)

da es immer jene mit mehr und jene mit weniger geld gibt rentiert es sich für den hersteller günstige und teure modelle herauszubringen
Zitat von :

Frage 2: Warum gibt es so viele Chipvariationen?
(Nachteilig für den Konsumenten)


siehe oben
man möchte möglichst viele käuferschichten abdecken.. einer zieht seine grenze vielleicht bei 150€.. der nächste bei 200€ usw.

Zitat von :

Frage 3: Ist es teuerer einen leistungsfähigeren Chip herzustellen als einen weniger leistungsfähigen selber Baureihe?

geringfügig
abseits vom chip benötigt das PCB selbst mehr bzw. bessere bauteile (z.B. spannungsversorgung), dazu kommt eine bessere kühllösung, auch die chipfläche steigt bei high end modellen an und silizium wafer sind recht teuer
die entwicklungskosten sind wahrscheinlich der entscheidende faktor.. die verteilen sich nämlich auf die anzahl der verkauften exemplare.. und wie jeder weiß werden die absoluten high end karten etwas seltener verkauft als z.B. eine mittelklasse karte
Zitat von :

(Abgesehen davon dass es eigentlich mehr kosten müsste, mehre
Fabriken für mehre Chips zu bauen - bzw. mehre Fabriken für unterschiedliche
Zwecke einzusetzen).

chips einer strukturbreite sollten alle in der gleichen fabrik und mit den gleichen maschinen produziert werden können

Zitat von :

Der GTX 680 Chip (Single GPU) übertrifft alle anderen, jedoch haben alle Karten
die selbe GPU-Architektur. Sind von den Produktionskosten ähnlich.
Schwächere Chips werden dann ja (extra) gedrosselt oder gewisse (wenige) Bauteile werden weg gelassen (im Nachhinein). So war es Beispielsweise auch Möglich durch das Verlöten zweier Verbindungen eine Readon-Karte (um eine Produktkategorie nach oben) zu übertakten.

Da werden doch Kunden betrogen, nämlich alle die die sich eine schwache Karte
kaufen, irgendwann mehr Leistung brauchen und sich dann eine neue Karte
wieder kaufen müssen. Es sollte ja mindestens Schade um die Rohstoffe sein.
Anderseits ist es auch für Top-Karte-Kunden ein Nachteil die zuviel zahlen,
weil ihre Karte kein absolutes Massenprodukt ist.


ich weiß nicht auf welche radeon karte du anspielst, aber bei der radeon 6950 war es z.B. so dass die chips aus der produktion der chips für die 6970 stammten.. hier wurden hauptsächlich die chips vom rand des wafers verbaut, also jene geringerer qualität.. manchmal funktionieren vielleicht einige der shader nicht richtig (die die dann auf der 6950 nicht verfügbar sind) oder der chip läuft mit dem notwendigen takt nicht stabil; ich habe zum beispiel eine die zwar mit einem 6970er bios läuft, die ich aber auf einem niedrigeren takt laufen lassen muss als es bei der 6970 der fall wäre
natürlich gibt es auch ausnahmen.. einige der 6950 karten ließen sich zu 6970ern umfunktionieren und sogar noch übertakten

dass man für eine high end karte einen ordentlichen aufpreis zahlt ist nichts neues.. der leistungszuwachs steht dort in keinem verhältnis zum gezahlten aufpreis

das ist aber bei den meisten produktsparten so.. es ist nur so dass grafikkarten ein produkt sind bei dem sich die mehrleistung einer teureren karte sehr leicht messen lässt.. bei einem auto oder einem fernseher dürfte das schwieriger sein und fällt deshalb auch weniger auf :)

Zitat von offscore:
PS: Ich habe vor ner Zeit eine Asus GTX 680 mit 2GB VRam gekauft.
Wehe wenn ich nächstes Jahr 2.5GB oder 3-4GB für "maxedout" aller
Spiele brauche, die GPU aber noch reichen würde.

2 oder 4 GB kann ja von den Produktionskosten heut zu tage
auch nicht das Problem sein. Was ist schon ein GB,..


2.5GB werden wohl noch eine weile vorhalten

die wenigsten spiele brauchen heutzutage (ohne mod) überhaupt mehr als 1GB
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Avatar HeroinHero
HeroinHero
#8 | 15. Sep 2012, 02:53
Hey Weins
Ich hoffe du liest auch mal die comments hier!!

Wie siehtn das nu mit der Server Down show aus.?!
Die soll endlich mal weitergehen
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Avatar Dr.Popeye
Dr.Popeye
#9 | 15. Sep 2012, 02:59
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar tscherno-bill
tscherno-bill
#10 | 15. Sep 2012, 03:18
[QUOTE=Kehool]
[...]
[QUOTE]

schöner Kommentar inklusive Erklärungen. Sowas würde man sich mal in den Diskussionen zu Spielen wünschen...

+++
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