Nvidia Geforce GTX 660 Ti

Grafikkarten   |   Datum: 16.08.2012
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Nvidia Geforce GTX 660 Ti im Test

Gehobene Kepler-Mittelklasse für 300 Euro

Mit der Geforce GTX 660 Ti wird Nvidias aktuelle Grafikkarten-Generation halbwegs bezahlbar. Ob sie sich gegen die starke AMD-Konkurrenz behaupten kann, zeigt unser Test.

Von Hendrik Weins |

Datum: 16.08.2012


Zum Thema » Nvidia Geforce GTX 670 im Test Geforce-Oberklasse für 400 Euro » 10 Meilensteine Auf dem Weg zur Geforce GTX 680 » Geforce-Historie 19 Jahre Grafikkarten » Spektakuläre Geforce-Demos Ihrer Zeit meist weit voraus Gemessen am technologischen Fortschritt des modernen 28-nm-Fertigungprozesses, der Nvidias aktuellen High-End-Grafikkarten zu extremer Leistung bei gleichzeitig ungewöhnlich hoher Energieeffizienz verhilft, stehen die über eineinhalb Jahre alten, aber dafür erschwinglicheren Geforce-GTX-500-Modelle mit ihren 40 nm breiten Chipstrukturen vergleichsweise schlecht und stromhungrig da.

AMD hingegen hat bereits seit Monaten die komplette HD-7000-Baureihe am Markt, die sich wie die wenigen GTX-600-Karten wegen der 28-nm-Herstellerung durch hohe Leistung bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch auszeichnet. Mit der Nvidia Geforce GTX 660 Ti haben wir nun die erste bezahlbare Geforce mit DirectX-11.1-Unterstützung im Test, mit der Nvidia seinem Dauerrivalen AMD in der gehobenen Mittelklasse nicht mehr alleine das Feld überlassen will.

Nvidia stellt die Geforce GTX 660 Ti mit einem empfohlenen Verkaufspreis von mindestens 300 Euro in direkte Konkurrenz zur Radeon HD 7950, deren Preis im Vorfeld der neuen Geforce bereits auf rund 330 Euro gesenkt wurde. Da die GTX 660 Ti technisch nahezu vollständig mit der Geforce GTX 670 übereinstimmt, sind wir gespannt, ob die mindestens 380 Euro teure Oberklasse-Geforce überhaupt noch eine Daseinsberechtigung hat.

Update: Gut ein Jahr nach Veröffentlichung der aktuellen Radeon- und Geforce-Generation haben wir das komplette Portfolio von AMD und Nvidia erneut getestet. Durch permanente Treiber-Optimierungen haben sich die Relationen der einzelnen Karten zueinander leicht verschoben, so dass die in diesem Artikel stehenden Benchmarks nicht mehr das aktuelle Leistungsgefüge abbilden. Ständig aktualisierte Benchmarks finden Sie im Artikel Die besten Grafikkarten .

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Geforce GTX 660 Ti im Detail

Wie alle GTX-600-Modelle basiert auch die Geforce GTX 660 Ti auf dem GK104-Chip, der in platz- und stromsparender 28-nm-Bauweise gefertigt wird. Der Grafikchip ist etwa so klein wie ein Zwei-Cent-Stück und beherbergt über 3,5 Milliarden Transistoren. Ein Stützpfeiler der Kepler-Architektur, auf der die GTX-600-Karten basieren, ist die effektive Verwaltung der Shader-Einheiten – im Vergleich zur Geforce GTX 580 benötigen die GTX-600-Karten wesentlich weniger Kontrolleinheiten, was zu mehr Leistung auf gleicher Chipfläche führt. Benötigte die Geforce GTX 580 noch eine Kontrolleinheit pro 32 Shader-Prozessoren, verwaltet eine Einheit der GTX-600-Serie 192 Shader. Das Spitzenmodell Geforce GTX 680 besitzt acht dieser sogenannten SMX-Blöcke mit je 192 Shadern, Geforce GTX 670 und GTX 660 Ti jeweils sieben.

Der einzige Unterschied zwischen Geforce GTX 660 Ti und GTX 670 besteht in der Anbindung des Speichers. Das größere Modell steuert den 2,0 GByte großen Videospeicher noch mit 256 Datenleitungen an, die GTX 660 Ti hingegen nur mit 192. Bei Geforce GTX 680 und GTX 670 arbeiten vier Speichercontroller mit je 64 Bit (4x 64 Bit = 256 Bit), wovon sich jeder um 512 MByte Grafikspeicher (4x 512 MByte = 2.048 MByte) kümmert.

Nvidia Geforce GTX 660 Ti : Die technischen Daten der GTX 660 Ti entsprechen bis auf die Speicheranbindung der Geforce GTX 670. Die technischen Daten der GTX 660 Ti entsprechen bis auf die Speicheranbindung der Geforce GTX 670. Da bei der Geforce GTX 660 Ti ein Speichercontroller wegfällt, müsste sich normalerweise auch die maximale Speichermenge von 2,0 auf 1,5 GByte reduzieren. Jedoch greift Nvidia in die Trickkiste und verpasst dem neuen Modell ein ähnliches Speicher-Management wie der Geforce GTX 550 Ti : Im Fall der GTX 660 Ti kümmern sich zwei Controller um je 512 MByte und einer um 1,0 GByte. In der Theorie verliert die Karte damit an Leistungsfähigkeit, weil die Verwaltung von 1,0 GByte deutlich arbeitsintensiver ist als die von 512 MByte.

Läuft ein Spiel zum Beispiel nur mit knapp über 30 Bildern pro Sekunde und der Videospeicher ist durch eine hohe Auflösung oder Kantenglättung ohnehin am Limit, dann könnte es Nachladerucklern kommen, wenn der Speichercontroller des 1,0-GByte-Teils stark belastet wird. In der Praxis haben wir derlei Verhalten allerdings nicht festestellen können, in den meisten Spielsituationen hat die GTX 660 Ti ohnehin genügend Leistung. Neben den Modellen mit 2,0 GByte Videospeicher sollen in naher Zukunft auch GTX-660-Ti-Karten mit 3,0 GByte auf den Markt kommen. Wie so oft dürfte sich das aber nur minimal auf die Leistung auswirken.

Mit 915/6.000 MHz und einem dynamisch gesteigerten Takt per GPU Boost auf mindestens 980 MHz verfügt die Geforce GTX 660 Ti über die identischen Taktfrequenzen einer Geforce GTX 670, die Speicherbandbreite sinkt durch die nur 192 Bit breite Datenleitung aber von 192,4 GByte/s auf 144 GByte/s. Mit zunehmend höheren Auflösungen und feineren Kantenglättungseinstellungen sollte die Geforce GTX 660 Ti also immer weiter hinter die GTX 670 zurückfallen. Außer der Konkurrenz im eigenen Haus sind aber vor allem die Radeon-Modelle HD 7870 und HD 7950 als Vergleich interessant. Während die HD 7870 bereits für rund 270 Euro zu haben ist, kosten die übertakteten Modelle 300 Euro und mehr, die HD 7950 wiederum startet schon bei 310 Euro – ein Preispunkt, der nicht allzu weit von dem der ersten übertakteten GTX-660-Ti-Karten entfernt ist.

Technische Daten

Geforce GTX 660 Ti

Geforce GTX 670

Radeon HD 7870

Radeon HD 7950

Grafikchip

GK104

GK104

Pitcairn XT

Tahiti Pro

Fertigung

28nm

28nm

28nm

28nm

Chiptakt

915 MHz

915 MHz

1.000 MHz

800 MHz

Shader-Einheiten

1.344

1.344

1.280

1.792

Textur-Einheiten

122

122

80

112

GDDR5-Speicher

2.048 MByte

2.048 MByte

2.048 MByte

3.072 MByte

Speichertakt (effektiv)

6.008 MHz

6.008 MHz

4.800 MHz

5.000 MHz

Speicheranbindung

192 Bit

256 Bit

256 Bit

384 Bit

Speicherbandbreite

144 GB/s

192 GB/s

154 GB/s

240 GB/s

Stromverbrauch Volllast (TDP)

150 Watt

170 Watt

175 Watt

225 Watt

Stromverbrauch Leerlauf (TDP)

15 Watt

15 Watt

3 Watt

15 Watt

Preis

300 Euro

380 Euro

270 Euro

310 Euro

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Avatar Walez05
Walez05
#1 | 16. Aug 2012, 15:06
Ich denke meine 570 reicht noch´n Jahr. Ich nehm dann die 760ti.
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Avatar Sha6rath
Sha6rath
#2 | 16. Aug 2012, 15:14
also sehr geringe leistungsunterschiede zu meinen 2 vorgänger favoriten (HD7979 und gtx670) interessant wären jetzt noch physx benchmarks wenn da nix schief geht kann ich das 3er duell abschliessen und kauf mir ne 660er :) bei dem niedrigen preis kann ich mir in nem halben jahr immer noch ne 2te dazu kaufen.
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Avatar Pu244
Pu244
#3 | 16. Aug 2012, 15:21
In hohen Details spielt die Karte offenbar ihre Stärke aus, hätte ich nicht gedacht. Jetzt noch ein guter Preis für die 3GB Version und die Sache ist perfekt.
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Avatar dereric
dereric
#4 | 16. Aug 2012, 15:29
Zitat von Pu244:
In hohen Details spielt die Karte offenbar ihre Stärke aus, hätte ich nicht gedacht. Jetzt noch ein guter Preis für die 3GB Version und die Sache ist perfekt.


Wofür 3GB? Bei der Speicheranbindung 192 Bit bringt dir das eh keinen wirklichen Vorteil, sondern bremst eher...
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Avatar Morrich
Morrich
#5 | 16. Aug 2012, 15:33
Schade, in Sachen Energieeffizienz hätte ich mir da etwas mehr erhofft.

Aber gut, war im Grunde auch klar, dass die Karte nicht sehr viel weniger verbrauchen würde als eine GTX670, wenn lediglich das Speicherinterface beschnitten wurde, der Rest aber gleich geblieben ist.

Dennoch hätte ich den Verbrauch etwas unterhalb einer HD7950 geschätzt.

Aber sei es wie es sei, weiterhin hat NVidia nichts in 28nm für preisbewusste Kunden am Markt.

Wie lange wird man wohl auf GTX660 und GTS650 noch warten müssen? Ob AMD dann schon bald mit ner neuen Generation kommt?

Zitat von dereric:
Wofür 3GB? Bei der Speicheranbindung 192 Bit bringt dir das eh keinen wirklichen Vorteil, sondern bremst eher...


Nein, es bremst eben nicht! Zu nem krummen Speicherinterface passt eine krumme Speicherausstattung besser.
Modelle mit 1,5GB oder 3GB könnten also schneller sein als die 2GB Modelle.
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Avatar Elzy
Elzy
#6 | 16. Aug 2012, 15:33
Jau, dann werd ich jetzt mal meine GTX460 einmotten und stattdessen die GTX 660 Ti in meinen neuen PC einbauen. Doppelt so fix bei annähernd gleicher Leistungsaufnahme... gefällt mir.

Nur welche Version nehm ich? Nicht ganz so einfach ohne genauere Testberichte... Bei Mindfactory sind übrigens schon einige Versionen lagernd.
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Avatar krabbelkoenig
krabbelkoenig
#7 | 16. Aug 2012, 15:34
So sehr ich das Performance Rating auch begrüße, aber wenn ich eine alte Karte mit einer modernen Karte vergleichen will müsste ich selbst mit rausscrollen drei Monitore übereianander stapeln damit das funktioniert.
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Avatar Trackliner
Trackliner
#8 | 16. Aug 2012, 15:42
Ok gut, dann kann ich meine 560 ti OC noch ne weile behalten. Die 700/nächste Konsolengeneration, da schlag ich dann zu.
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Avatar Premium Sycko
Premium Sycko
#9 | 16. Aug 2012, 15:44
Beim Referenzdesign ist der Lüfter zu laut, und der Preis liegt eher bei 320€.

Somit ist die Karte zu teuer für die Leistung, da ist eine HD 7950 die schon für 290€ zu haben ist, die deutlich bessere Wahl im Moment.
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Avatar Riq12
Riq12
#10 | 16. Aug 2012, 15:47
Ich hatte mit mir gehadert, ob ich bei der Zusammenstellung meines neuen Rechners besser auf die 660ti gewartet hätte.

Habe ich nicht, und stattdessen nach einigem Hin und Her eine 7850OC gekauft (560ti wäre die Alternative gewesen. Macht im Endeffekt keinen großen Unterschied. Ob AMD oder NVIDIA ist mir eigentlich Jacke).

Der Test bestätigt den Kauf. Bis FullHD reicht die "billige" Variante vollkommen aus. Eigentlich schade, ich hatte gehofft, dass die 660ti die 560ti im Portfolio ablösen würde :(
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