Point of View TGT Geforce GTX 680 Ultra Charged im Test
Die Über-GHz-Edition der Geforce GTX 680
Über 500 Euro teuer, sechs Zentimeter hoch, fast 30 Zentimeter lang – die Point of View Geforce GTX 680 TGT Ultra Charged ist ein Grafikkarten-Statement. Wir machen den Test.
Von
Hendrik Weins
|
Datum:
25.07.2012
Zum Thema
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Geforce vs. Radeon
Mit der zum Testzeitpunkt 560 Euro teuren
Point of View Geforce GTX 680 Ultra Charged
haben wir einer der derzeit am höchsten übertakteten Grafikkarten im Test. Der Hersteller erhöht den Chiptakt einer normalen Geforce GTX 680 von 1.006 MHz um knapp zehn Prozent auf 1.100 MHz und verpasst der Karte einen wuchtigen Kühler mit gleich drei Lüftern.
Per GPU Boost soll die Taktrate sogar bis auf 1.179 MHz steigen. An der Speichergröße von 2,0 GByte GDDR5 sowie dem effektiven Takt von 6.008 MHz ändert sich nichts, dementsprechend bleibt auch die maximale Speicherbandbreite mit 192,4 GByte/s identisch gegenüber dem Referenzmodell der GTX 680.
Aufgrund des höheren Takts benötigt die Point of View Geforce GTX 680 Ultra Charged mehr Strom als von Nvidia vorgesehen, weshalb die Karte statt über zwei sechspolige über einen sechs- und einen achtpoligen Stromstecker versorgt werden will. Wenn die Kühllösung unter Volllast nicht am Limit läuft, kann die Taktfrequenz durch eine erhöhte Stromzufuhr noch weiter in Höhe getrieben werden. Wir testen die GTX 680 TGT Ultra Charged mit ausführlichen Benchmarks auf ihre Spieleleistung und überprüfen Stromverbrauch, Lautstärke sowie die Kühlleistung.
Update: Gut ein Jahr nach Veröffentlichung der aktuellen Radeon- und Geforce-Generation haben wir das komplette Portfolio von AMD und Nvidia erneut getestet. Durch permanente Treiber-Optimierungen haben sich die Relationen der einzelnen Karten zueinander leicht verschoben, so dass die in diesem Artikel stehenden Benchmarks nicht mehr das aktuelle Leistungsgefüge abbilden. Ständig aktualisierte Benchmarks finden Sie im Artikel
Die besten Grafikkarten.
Die Point of View Geforce GTX 680 Ultra Charged wird von einem riesigen Kühler mit drei Lüftern dominiert – die Spieleleistung steigt dank massiver Übertaktung deutlich.
Testsystem
Unsere Testplattform besteht aus einem 3,4 GHz schnellen
Intel Core i7 2600K
mit 8,0 GByte DDR3-RAM und dem P67-Mainboard Maximus IV Extreme von Asus. Für kurze Ladezeiten sorgt die 512 GByte große
Samsung SSD 830
. Unser Benchmark-Parcours setzt sich zusammen aus den DirectX-11-Titeln
Anno 2070
,
Battlefield 3
,
Crysis 2
,
Dirt 3
,
Max Payne 3
und
Metro 2033
sowie zusätzlich
The Elder Scrolls 5: Skyrim
. Alle Spiele testen wir mit maximalen Details sowohl mit als auch ohne Kantenglättung. Bei Crysis 2 haben wir zudem die per Patch nachgereichten, hochauflösenden Texturen und den DirectX-11-Modus installiert.
Benchmark-Tests
Für mehr Stabilität und eine bessere Hitzeableitung sorgt eine massive Platte am Rücken der Karte.
Im Test der Point of View Geforce GTX 680 Ultra Charged liefern die zehn Prozent mehr Takt rund sechs Prozent höhere Bildwiederholraten. Mit GPU Boost läuft unser Testexemplar Karte der maximale Takt statt der versprochenen 1.179 MHz sogar mit 1.229 MHz! Allerdings macht sich die Leistungssteigerung nur in Benchmarks bemerkbar, in Spielen gibt es wie so oft keinen spürbaren Unterschied, der den Aufpreis gegenüber einer Standard-GTX-680 rechtfertigen würde.
Dennoch: Die Point of View Geforce GTX 680 Ultra Charged ist die schnellste Grafikkarte mit einem Grafikchip, die wir bislang im Test hatten, und überholt die ebenfalls übertaktete
Palit Geforce GTX 680 Jetstream
knapp und schlägt die Konkurrenz in Form der
Radeon HD 7970 GHz Edition
mit einem Vorsprung von fast 15 Prozent deutlich. Bis auf Metro 2033 läuft jedes getestete Spiel in 2560x1440 mit über 30 Bildern pro Sekunde, nur die Doppelchip-Karte
Geforce GTX 690
übertrifft diese Leistung. Technisch weniger anspruchsvolle Spiele wie Battlefield 3, Dirt 3, Skyrim oder Max Payne 3 erreichen in dieser Auflösung Werte teils weit jenseits der 60 Bilder pro Sekunde.
Anno 2070 maximale Details