Ausstattung
Insgesamt bietet das MSI GT780DX das aktuell beste Ausstattungspaket unter den Spiele-Notebooks in unserem Einkaufsführer. Neben einer 120 GByte großen Intel SSD als Windows-Laufwerk, einer 750 GByte großen Magnetspeicherplatte und einem Blu-ray-Laufwerk, dass DVDs und CDs brennen kann, bietet das Notebook auch eine integrierte Webcam. Anschlussseitig fehlen lediglich Firewire sowie ein Expresscard-Steckplatz für Erweiterungen. Bis auf UMTS funkt das GT780DX in jedem aktuell relevanten Netz. Intels WLAN-Modul unterstützt die WLAN-Standards 802.11 b/g/n und Bluetooth in der aktuellen Version 3.0+HS.
Für die Sound-Kulisse ist ein 2.1-System verantwortlich, dass MSI in Zusammenarbeit mit Dynaudio entwickelt hat. Die Hauptlautsprecher befinden sich links und rechts zwischen Tastatur und Display, der Subwoofer an der Unterseite. Das Klang genügt nur niedrigen Ansprüchen: Zwar fällt die Kulisse einigermaßen breit aus, aber die Höhen rücken in den Hintergrund. Auch der Subwoofer des MSI GT780DX bleibt im Test weit hinter ausgewachsenen Lautsprechersystemen oder guten Headsets zurück.
Eingabegeräte
Die Tastatur hat MSI nach eigener Aussage mit Steelseries entwickelt. Die Hintergrundbeleuchtung lässt sich mit der vorinstallierten Software in drei Bereichen unabhängig voneinander einstellen. Dazu bietet die Tastatur ein komplettes Tastenfeld inklusive Ziffernblock mit meist 1,5 mal 1,5 Zentimetern großen Tasten. STRG und ALT sind zudem etwas größer als normalerweise üblich ausgelegt Notebooks, ENTER allerdings nur einzeilig, was etwas Eingewöhnungszeit erfordert. Das Schreibgefühl gefällt uns durch den präzisen Anschlag sehr gut, aber der dabei entstehende Lärmpegel dürfte vielen zu hoch sein.
Das Touchpad misst 9,1 mal 4,6 Zentimeter und erkennt Mehrfingergesten wie etwas das Apple MacBook Pro 15 Zoll. Im Test arbeitet das Touchpad trotz seiner rauen Oberfläche präzise. Linke und rechte Maustaste sind gleich groß und schalten tadellos. Über eine Taste zwischen Tastatur und Touchpad dürfen wir das Touchpad auch komplett abschalten, um beim Einsatz einer Maus (und die brauchen Spieler sowieso) nicht versehentlich auch am Touchpad zu manövrieren.
Benchmarks
Im Test rechnet das MSI GT780DX fast so schnell wie ein Desktop-PC mit einem Core i7 auf Sandy-Bridge-Basis mit einer Geforce GTX 460. Somit können wir die meisten Spiele in der nativen Auflösung des Displays in maximalen Details spielen. Bei technisch aufwändigeren Spielen wie The Elder Scrolls 5: Skyrimoder Battlefield 3müssen wir die Grafikeinstellung bereits spürbar reduzieren, um flüssig spielen zu können. Kantenglättung ist nur in weniger fordernden Titeln wie beispielsweise FIFA 12möglich.
Wer noch mehr Leistung braucht, der muss zu Notebooks wie dem Alienware M17x R3mit einer Geforce GTX 580M oder dem Samsung Serie 7 Gamermit einer Radeon HD 6970M greifen, die in Spielen deutlich mehr leisten. Im Fall des Samsung-Notebooks sparen Sie damit aktuell sogar noch Geld, denn das wandert zum Testzeitpunkt für rund 1.600 Euro über den Ladentisch.
Lautstärke
Abhängig von der aktuellen Belastung schwankt die Lautstärke im Test stark. Im Leerlauf bleibt MSI GT780DX mit maximal 36.8 dB(A) noch einigermaßen ruhig. Dabei bewegen sich die Oberflächentemperaturen mit maximal 28,8 °C im sicheren Bereich. Unter Volllast steigen die Temperatur auf immer noch vertretbare 44,7 °C und der Pegel auf deutlich hörbar 49.6 dB(A). Auch beim Spielen empfinden wir diese Geräuschkulisse als störend, solange wir kein Headset benutzen. Im Vergleich zu den anderen Gaming-Notebooks liegt das GT780DX auf dem gleichen Niveau, wenn wir vom ähnlich teuren, aber deutlich langsameren Asus G74SXabsehen, das auch unter Last zwar hörbar, aber nie laut wird.
Stromverbrauch & Akkulaufzeit
Gemessen an aktuellen Spiele-PCs ist der Stromverbrauch des MSI GT780DX verschwindend gering. Im Leerlauf begnügt sich der 17-Zoller mit höchstens 38,5 Watt. Unter Last vervielfacht sich dieser Wert auf nun 167,3 Watt. Weil MSI wie so mancher Notebook-Hersteller auf die Unterstützung von Nvidias Optimus-Technik zum dynamischen Umschalten zwischen in der CPU integrierten Intel- und der dedizierten Nvidia-Grafik verzichtet, fallen die Akkulaufzeiten kürzer aus als theoretisch möglich. Beim Surfen im Internet über WLAN hält das GT780DX trotzdem noch fast drei Stunden durch.
Unter Volllast im 3D-Betrieb läuft das MSI GT780DX im Test maximal eine Stunde, wobei es nur einen Bruchteil seiner eigentlich Leistung erreicht. In Dirt 3 fällt die Bildwiederholrate in der nativen Auflösung und hohen Details von 84 fps im Netzbetrieb auf unspielbare 18 fps. Zum Unterwegs spielen ist das MSI-Notebook also ungeeignet.

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