MSI GX60

Notebooks   |   Datum: 25.01.2013
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MSI GX60 im Test

15,6-Zoll-Spiele-Notebook mit Radeon HD 7970M

Im 1.200 Euro teuren MSI GX60 steckt die derzeit schnellste mobile Radeon-Grafikkarte Radeon HD 7970M und eine AMD-CPU. Ist das im Test eine gute Kombination?

Von Hendrik Weins, Florian Glaser (Notebookcheck.com) |

Datum: 25.01.2013


MSI GX60 : Optisch hat das MSI GX60 nichts Außergewöhnliches zu bieten. Die Kombination von schneller Radeon HD 7970M und A10-4600M-CPU ist aber einzigartig. Optisch hat das MSI GX60 nichts Außergewöhnliches zu bieten. Die Kombination von schneller Radeon HD 7970M und A10-4600M-CPU ist aber einzigartig.

Notebooks mit AMDs Top-Modell Radeon HD 7970M kosten gut und gerne 1.500 Euro und mehr. Um den Preis auf 1.200 Euro zu drücken, kombiniert MSI beim MSI GX60 den pfeilschnellen Grafikchip mit dem schnellsten Vierkerner von AMD, dem A10-4600M. Dessen vier Rechenkerne arbeiten dabei mit 2,3 bis 3,3 GHz, bislang kam der A10-4600M aber eher in Einstiegs- und Mittelklasse-Notebooks zum Einsatz. Praktisch alle anderen Gaming-Notebooks setzten auf Intels deutlich schnellere Ivy-Bridge-Prozessoren.

Zum Thema » Alienware M17x R4 im Test Notebook schnell wie Desktop-PC » Asus G75 im Test Tarnkappen-Notebook » Notebook-Tuning Was lässt sich aufrüsten? MSI GX60 ab 905,34 € bei Amazon.de Zumindest auf dem Papier sieht die Kombination der Radeon HD 7970M mit dem A10-4600M sowie 8,0 GByte Arbeitsspeicher und zwei 64-GByte-SSDs attraktiv aus, zumal der Preis die 1.000-Euro-Grenze nur knapp überschreitet. Beim Bildschirm setzt MSI auf ein entspiegeltes 15,6-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung.

Neben den beiden SSDs im leistungssteigernden Raid-0-Verbund steckt noch eine 750 GByte große herkömmliche Festplatte im GX60, ein Blu-ray-Laufwerk gibt es allerdings nicht. Im Handel gibt es das von unserem Partner Notebookcheck.de getestete Modell nur in abgewandelter Form ohne die beiden SSDs. Im Test muss sich zeigen, ob die Kombination aus schneller Grafikkarte und vergleichsweise langsamen Prozessor eine gute Idee ist.

Gehäuse

Aktuell geht der Trend bei Spiele-Notebooks weg von übertriebenem Design, wild blinkenden Lampen oder martialischer Lackierung – selbst Asus bügelt bei den Tarnkappen-Notebooks der G-Serie die Kanten von Generation zu Generation glatter. Auch MSI setzt beim GX60 auf eine eher zurückhaltende Optik, von Eleganz kann aber keine Rede sein, denn der Hersteller mischt munter Materialien und Oberflächen. So wirkt die metallene Handballenauflage noch einiermaßen hochwertig, die glänzenden Kunststoffelemente rund um die Tastatur und das Display wollen aber so gar nicht dazu passen. Zudem nervt das Plastik durch eine hohe Schmutzempfindlichkeit. Fingerabdrücke und Staubpartikel sammeln sich auf dem Displayrahmen, der Tastaturunterlage und der praktischen Funktionsleiste an, der Deckel ist bereits nach mehrmaligem Hin und Her tragen übersät von Staub und Fingerabdrücken.

MSI GX60 : Die Mischung von Hochglanz-Plastik, mattem Kunststoff und gebürstetem Aluminium wirkt alles andere als hochwertig. Die Mischung von Hochglanz-Plastik, mattem Kunststoff und gebürstetem Aluminium wirkt alles andere als hochwertig.

Mit einer Größe von 39,5x26,7x5,5 Zentimetern überragt das MSI GX60 die meisten 15-Zoll-Konkurrenten, selbst 17-Zoll-Modelle wie das Alienware M17x R4 sind mit 41,0x30,4x4,6 cm nicht viel größer, sondern sogar flacher als der MSI-Bolide. Dafür wiegt das GX60 mit 3,4 kg deutlich weniger als die Konkurrenz von Alienware (5,2 kg) und ist so besser zu transportieren. Die Qualität der Verarbeitung geht in Ordnung, dem Qualitätsniveau von Asus G75 oder Alienware M17x R4 kann das GX60 aber längst nicht das Wasser reichen. Auch im Vergleich zum ebenfalls mit einem 15,6-Zoll-Display ausgerüsteten und ab 750 Euro erhältlichem Lenovo Ideapad Y580 mit Core i7 3630WM und Geforce GTX 660M enttäuscht uns die Verarbeitungsqualität.

Prozessor & Grafikkarte

Im MSI GX60 steckt ein A10-4600M mit vier Piledriver-Kernen, der aus AMDs günstiger Trinity-Reihe stammt. Im Gegensatz zur aktuellen Intel-Generation, die auf 28 nm schmalen Strukturen basiert, wird der A10 noch im älteren 32-nm-Prozess gefertigt. Der angegebene maximale Stromverbrauch von 35 Watt liegt auf dem Niveau der zweikernigen Core-i5-Konkurrenz. Den Standardtakt von 2,3 GHz kann der A10-4600M automatisch auf bis zu 3,3 GHz erhöhen und zieht so nominell mit einem Core i7 3610QM gleich. Allerdings erreicht AMDs CPU-Architektur eine wesentlich schlechtere Leistung pro Megahertz, so dass der A10-4600M einem Core i7 deutlich unterliegt. Im Test bei unseren Kollegen Notebookcheck.com absolvierte der in vielen Notebooks eingesetzte Core i7 3610QM den Cinebench-Benchmark rund doppelt so schnell wie der A10-4600M.

MSI GX60 : Der Radeon HD 7970M ist der derzeit schnellste Grafikchip von AMD und erreicht das Leistungsniveau der Desktop-Grafikkarte Radeon HD 7870. Der Radeon HD 7970M ist der derzeit schnellste Grafikchip von AMD und erreicht das Leistungsniveau der Desktop-Grafikkarte Radeon HD 7870. Neben den vier Prozessorkernen steckt im A10-4600M noch ein integrierter Grafikchip vom Typ Radeon HD 7660G. Dessen Leistung übertrifft zwar die der Intel-Grafikchips HD 3000 und HD 4000 locker, ist für aktuelle Spiele in maximalen Einstellungen aber noch immer zu langsam. Beim GX60 kümmert sich daher AMDs Top-Modell Radeon HD 7970M um die Berechnung von aufwändigen 3D-Titeln – bereits im Test des Alienware M17x R4 konnte der Grafikchip seine außerordentlich hohe Leistung beweisen, die ungefähr auf einem Niveau mit Nvidias Geforce GTX 680M liegt.

Technisch basiert die HD 7970M auf der GCN-Architektur aktueller Radeon-Grafikkarten für den Desktop und wird in dem strom- und platzsparenden 28-nm-Prozess gefertigt. Der Chip besteht aus 2,8 Milliarden Transistoren, hat 1.280 Shader-Prozessoren und 2,0 GByte Video-RAM. Der Speicher wird über eine 256 Bit breite Datenautobahn an den Grafikchip angebunden. Die Taktraten betragen 850 MHz für den Chip sowie effektiv 4.800 MHz für den Grafikspeicher. Gemessen an den technischen Spezifikationen entspricht die Radeon HD 7970M ungefähr einer AMD Radeon HD 7870 , die mit 1.000/4.800 MHz etwas schnellere Taktraten besitzt, aber identisch bei Shader-Einheiten, Grafikspeicher sowie Speicher-Interface ist.

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Avatar coolfreshbody
coolfreshbody
#1 | 25. Jan 2013, 11:40
haha so teuer und kann nicht mal die aktuellen spiele ohne ruckler abspielen Good job .
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Avatar iGFox
iGFox
#2 | 25. Jan 2013, 11:55
Ein echtes Armutszeugnis.

Was hat sich MSI nur dabei gedacht?
Die Leistung die dieses Gerät hier vorweist kann man nicht mal mit Mainstream-Hardware vergleichen..
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Avatar Arckhaist
Arckhaist
#3 | 25. Jan 2013, 13:54
Da fragt man sich doch, ob Hersteller ihre Geräte überhaupt einmal im Gebrauch haben bevor sie in Produktion gehen. Völlig planlos so ein Notebook, in seiner Kategorie ist das keinen Cent wert.
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Avatar thgir_rm
thgir_rm
#4 | 25. Jan 2013, 14:31
Hier polarisiert mir der Test mir aber zu sehr – und zwar in die falsche Richtung: Wer mal genau in die Testergebnisse von Notebookcheck hereinschaut, sieht, dass das GX60 bei den meisten Spielen gut spielbar ist - und hier muss man auch einfach mal den Preis von 1.200 Euro sehen, bei dem das Notebook mit Konfigurationen der 1.500-2.500-Euro-Klasse verglichen wird. Beispiel Medal of Honor: Warfighter, Darksiders II oder Sleeping Dogs in Full HD: Hier schlägt das GX60 im Notebookcheck-Test die gesamte Konkurrenz aller Core i7 / HD 7970M/GTX680M Combis. Nur wenn Spiele die CPU rösten wie z.B. Guild Wars 2 oder Need for Speed: Most Wanted wird’s knapp fürs GX60. Wenn ich mir die Gamestar-Alternative mit GTX 660M-Grafik ansehe, so ist das GX60 in 80% der Ergebnisse deutlich schneller oder zumindest gleich schnell zur angeblich „bei weitem besseren Wahl“.
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Avatar Morrich
Morrich
#5 | 25. Jan 2013, 18:38
Zitat von thgir_rm:
Hier polarisiert mir der Test mir aber zu sehr – und zwar in die falsche Richtung...


WORD! Genau so siehts aus!

Das Ding ist deutlich günstiger als alles was es mit Intel CPU und entsprechend starker Grafikkarte gibt und fällt dennoch nicht so weit ab, dass es gleich gänzlich unattraktiv wäre.

Aber Gamestar polarisiert ja gerne mal in eine bestimmte Richtung. Ob das nun Pro Intel/NVidia ist, oder aber pro AMD, ist egal. Sie verzetteln sich in beide Richtungen gerne mal.
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Avatar PrettyDamaged
PrettyDamaged
#6 | 25. Jan 2013, 20:21
Zitat von thgir_rm:
Hier polarisiert mir der Test mir aber zu sehr


Bin voll deiner Meinung. Habe mir das MSI GX60 um 1150 geholt und bin sehr begeistert. In Metro 2033 mit DX11 und allen Einstellungen am Anschlag, fällt es nur selten unter 30 Frames (wobei die Framedrops nicht spürbar sind).

Das mit den Fingerabdrücken kann ich leider bestätigen, aber ich bin ja auch keine Diva.

Keine Ahnung was ihr hier getestet habt, aber mein GX60 war das nicht!
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Avatar Bespi
Bespi
#7 | 28. Jan 2013, 00:30
"Das LG Philips LP156WF1-TLF3 ist ein TN-Panel mit einem im Test ermittelten guten Schwarzwert von 0,4 cd/m²

Soll das´ein Witz sein? Selbst LED Fernserher kommen her auf 10fach bessere (niedrigere) Werte, viele Plasma Geräte sogar auf 30 fach bessere. 0,4 cd/m² ist kein Schwarz, das ist tiefstes grau.
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Avatar Mc_Dio
Mc_Dio
#8 | 01. Jul 2013, 14:00
Tja da bin ich wohl reingefallen, denn ich habs gekauft...

Frage: Kann ich Aufrüsten ?
Eine bessere CPU ?
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