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Geforce GTX 480 mit DirectX 11

Hintergründe der Verspätung

Nvidia DirectX-11-Grafikkarte Geforce GTX 480 ist überfällig. Wir analysieren, warum der GF100-Grafikchip mit Fermi-Architektur so wahnsinnig spät dran ist.

Von Daniel Visarius |

Datum: 20.01.2010


Eigentlich wollte Nvidia seine kommende DirectX-11-Grafikkarte bis Ende 2009 in den Handel stellen - rund drei Monate nach Dauerrivale AMD. Bis heute ist die voraussichtlich 500 Euro teure High-End-Platine Geforce GTX 480 noch immer nicht auf dem Markt. Erst Anfang Januar hat Nvidia den GF100-Grafikchip im Zusammenhang mit Spielen präsentiert, bisher stand der professionelle Einsatz in Supercomputern im Vordergrund. Wie bei der Geforce-GTX-200-Generation baut Nvidia erneut ein schnelles, aber teures und extrem Strom hungriges Design, dass nur schwer leise zu kühlen sein wird. AMD geht seit der Radeon HD 3800 einen anderen Weg und setzt auf effiziente, leise Grafikkarten mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Über die technische Seite der neuen Grafikkarte haben wir in den letzten Tagen bereits ausführlich berichtet, nun fassen wir die Ereignisse der letzten zwölf Monate zusammen und untersuchen, warum sich Nvidias DirectX-11-Debut so sehr verzögert hat. Eine beinahe unendliche Geschichte.

Windows 7 und DirectX 11

Auf der Cebit 2009 werfen Windows 7 und DirectX 11 ihre Schatten voraus. Neugierige Journalisten, darunter die Redakteure von GameStar, recherchieren auf allen Kanälen (Grafikkarten-Hersteller, Gerüchteküche, allabendliche Messe-Parties, befreundete Techniker, Entwicklungsleiter großer Spielestudios) nach der kommenden 3D-Generation. Nach und nach stellt sich heraus, dass AMD pünktlich zum Windows-7-Start am 23. Oktober 2009 seine DirectX-11-Grafikkarten Radeon HD 5870 und Radeon HD 5850 verkaufen können wird.

Letztlich kommen die Karten sogar einen Monat früher, allerdings in anfangs winzigen Stückzahlen. Nvidia posaunt auf der Cebit: Bis zum Erscheinungstermin von Windows 7 ist auch die DirectX-11-Geforce fertig. Die besser Informierten haben Zweifel, besonders die Techniker der Grafikkarten-Hersteller signalisieren Skepsis. Stand der Akte DirectX 11 Ende März 2009: AMD ist zuerst dran, aber Nvidia kontert spätestens bis Weihnachten.

Geforce GTX 480 mit DirectX 11 : Um die Fans nicht komplett im Dunkeln stehen zu lassen, veröffentlicht Nvidia seit einiger Zeit regelmäßig kleine Info-Häppchen über die DirectX-11-Geforce. Hier ein erstes Bild im Betrieb - mit dem DirectX-11-Benchmark Unigine. Um die Fans nicht komplett im Dunkeln stehen zu lassen, veröffentlicht Nvidia seit einiger Zeit regelmäßig kleine Info-Häppchen über die DirectX-11-Geforce. Hier ein erstes Bild im Betrieb - mit dem DirectX-11-Benchmark Unigine.

Für eine handvoll Fermi-Chips

Geforce GTX 480 mit DirectX 11 : Am 23. September hat AMD die DirectX-11-Ära mit der Radeon HD 5870 eröffnet. Am 23. September hat AMD die DirectX-11-Ära mit der Radeon HD 5870 eröffnet. Anfang Juni 2009 zeigt AMD auf der Computex-Messe in Taiwan stolz einen Wafer - eine große Siliziumscheibe, aus der Computerchips gefertigt werden. In diesem Fall nicht irgendeinen, sondern mit den mit Spannung erwarteten DirectX-11-Chips. Die ersten Prozessoren sind also gefertigt, der sogenannte Tape-Out somit passiert. Auf Basis dieser Chips wird die Radeon HD 5000 zur Marktreife weiterentwickelt und schließlich am 23. September offiziell vorgestellt.

Von Nvidia gibt es auf der Computex keine neue Wasserstandsmeldung. Fast zwei Monate später, am 29. Juli 2009 berichtet die oft richtig, aber auch manchmal falsch liegende Internet-Gerüchteküche SemiAccurate.com als erste über einen Tape-Out von Nvidias kommendem Fermi-Grafikprozessor mit DirectX-11-Unterstützung. SemiAccurate-Redakteur Charlie Demerjian rechnet vor, wie lange es von der Fertigung der ersten Charge bis zum verkaufsfertigem Produkt dauern wird und prophezeit: Frühestens Anfang 2010, eventuell erst Mitte 2010 wird Nvidia zurück schlagen können, mit dem auf der Cebit angekündigten Angriff zu Weihnachten sei es Essig.

Am 15. September, kurz vor der Markteinführung der ersten DirectX-11-Karten durch AMD, legt SemiAccurate neue Informationen nach: Der Anteil der funktionierenden Fermi-Chips auf einem Wafer läge unterhalb von 2 Prozent. Üblich für so einen komplexen Grafikprozessor, der in einem neuen Fertigungsprozess entsteht, seien wenigstens 30 Prozent. Davon unbeeindruckt dementiert Nvidia etwaige Probleme mit der DirectX-11-Geforce.

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Avatar ExDeath_FM
ExDeath_FM
#1 | 20. Jan 2010, 15:36
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Avatar Bobbin
Bobbin
#2 | 20. Jan 2010, 15:36
Ich hinterlasse mal nen Kommentar, damit hier irgendetwas steht, wenn schon kein Artikel.
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Avatar Daniel Visarius
Daniel Visarius
#3 | 20. Jan 2010, 15:50
Ich kann den Artikel lesen. Klappt es jetzt bei Euch?
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Avatar Skullbaker
Skullbaker
#4 | 20. Jan 2010, 15:51
Für eine handvoll Fermi-Chips

Ist das nur Zufall oder orientiert sich der Titel an einem altem Westernfilm?;)
Kann mir schon die nächsten News vorstellen:
Für ein paar Fermi-Chips mehr
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Avatar Daniel Visarius
Daniel Visarius
#5 | 20. Jan 2010, 15:51
Ist kein Zufall.
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Avatar Bambusratte
Bambusratte
#6 | 20. Jan 2010, 15:56
Man wird ja sehen, was aus der neuen Grakageneration von Geforce wird.
Es wäre auch interessant genau zu wissen wieviel Leistung die haben. Aber das wird sich ja in den nächsten Monaten herausstellen. Aber wenn Geforce nicht langsam Gas gibt wird deren Marktanteil schrumpfen.^^
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Avatar Killerage
Killerage
#7 | 20. Jan 2010, 16:03
Schon wieder diese verbreitete Fehleinschätzung nach der GT200 Karten ineffizient wären.
Jeder Spielejournalist der einmal unvoreingenommen auf einen Test eines GT200 Chips schaut, wird sehen, dass die GT200 Karten alle effizienter waren als ihre Ati Pendants, und darüberhinaus ist es auch eine Fehleinschätzung dass diese immer lauter wären. In dem Bereich der Lautstärke geben sich Ati und nVidia nichts.
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Avatar Seven_121
Seven_121
#8 | 20. Jan 2010, 16:08
Zum Artikel :

Sehr schön zusammengefasst, danke dafür an Daniel !


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Avatar clinteastwood
clinteastwood
#9 | 20. Jan 2010, 16:19
Öhm AMD hat doch 2 Millionen Chips ausgeliefert:

http://ht4u.net/news/21474_amd_zwei_millio nen_radeon_hd5000-chips_ausgeliefert/

Die 800.000 waren nur die 5800er Chips und der Rest eben 5700er die aber natürlich auch DX11 Chips sind.

Auf Seite 1 steht fälschlich "Radeon 3800" und nicht 5800 und in dem einen Bild steht Fermie und nicht Fermi.
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Avatar allround_gamer
allround_gamer
#10 | 20. Jan 2010, 16:32
Zitat von clinteastwood:

Auf Seite 1 steht fälschlich Radeon 3800 und nicht 5800 und in dem einen Bild steht Fermie und nicht Fermi.


das mit der Radeon 3800 ist schon richtig, lies dir den abschnitt nochmal richtig durch.
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