AMD FX 6300

Prozessoren   |   Datum: 29.08.2013
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AMD FX 6300 im Test

Sechs Kerne für 100 Euro

Den AMD FX 6300 gibt es derzeit bereits ab 100 Euro. Dafür bekommen Sie sechs Piledriver-Kerne mit 3,5 GHz Takt sowie einem freien Multiplikator. Im Test des FX 6300 prüfen wir, ob er als günstige Spiele-CPU sein Geld Wert ist.

Von Florian Klein |

Datum: 29.08.2013


AMD FX 6300 : Der AMD FX 6300 gehört zur zweiten Bulldozer-Generation mit Piledriver-Innenleben. Der AMD FX 6300 gehört zur zweiten Bulldozer-Generation mit Piledriver-Innenleben.

Der AMD FX 6300 gehört zu AMDs zweiter Prozessorgeneration (Codename »Piledriver«), die die mit den Bulldozer -Vorgängern eingeführte CPU-Architektur nutzt, bei der sich jeweils zwei Rechenkerne einige Ausführungseinheiten innerhalb eines sogenannten Dual-Core-Moduls teilen. So sind etwa die Ganzzahleinheiten innerhalb eines Dual-Core-Moduls doppelt vorhanden, die Gleitkommaeinheit jedoch nur einmal und wird von beiden Kernen genutzt. Obwohl der AMD FX 6300 somit sechs Aufgaben (»Threads«) gleichzeitig bearbeiten kann, ist er daher keine vollwertige Sechskern-CPU im klassischen Sinne wie etwa der Phenom II X6 1100T . Im Vergleich zu Intels Hyperthreading - das nur die Ausführungseinheiten eines Kerns besser auslastet, indem es dem Betriebssystem zwei Kerne vorspiegelt - bietet AMDs Ansatz aber (zumindest theoretisch) deutlich mehr Rechenleistung für mehrere Aufgaben gleichzeitig.

Zum Thema » AMD FX 8350 im Test 4,0-GHz-Piledriver mit acht Kernen » Intel Core i5 4430 im Test Der günstigste Haswell-Vierkerner » Mainboards für Spieler Kaufberatung für alle Sockel Die FX-Prozessoren der Piledriver-Generation wie den AMD FX 6300 oder den AMD FX 8350 erkennen Sie an der »3« an der zweiten Stelle der Modellnummer. Das Namensschema ist dabei verwirrend, denn der zur ersten Bulldozer-Generation gehörende AMD FX 6200 ist nicht etwa langsamer getaktet als der FX 6300 - wie es aufgrund der Modellnummer einleuchtend erscheint - sondern arbeitet im Gegenteil mit 3,8 statt 3,5 GHz Standardtakt. Allerdings sind die Piledriver-CPUs aufgrund kleinerer Optimierungen bei gleichem Takt etwas schneller als die Vorgänger. Ob der FX 6300 den FX 6200 schlägt, lesen Sie auf den kommenden Seiten.

Inklusive Boxed-Kühler ist der AMD FX 6300 momentan bereits ab 100 Euro (plus Versand) zu haben. Zwar verrichtet das mitgelieferte Kühlaggregat zuverlässig seinen Dienst, unter Last dreht der Lüfter aber deutlich hörbar auf. Empfindlichen Ohren raten wir daher die Kosten für einen leiseren Kühler bei einem Kauf des AMD FX 6300 mit einzuplanen. Passende AM3+-Mainboards finden Sie in unserer Mainboard-Kaufberatung.

AMD FX 6300 im Detail

Wie die erste FX-Generation wird auch der FX 6300 noch mit 32 Nanometer breiten Strukturen gefertigt, Intel ist bereits bei 22 Nanometer angelangt. Dank des automatischen Turbos kann der FX 6300 seinen Takt je nach Hitzeentwicklung auf bis zu 4,1 GHz steigern, solange nur ein Dual-Core-Modul belastet wird. Wird mehr als ein Modul beansprucht, sind immer noch bis zu 3,8 GHz drin. Wie alle FX-Prozessoren besitzt auch der FX 6300 einen freien Multiplikator, der das Übertakten deutlich vereinfacht.

AMD FX 6300 : Bei Belastung aller drei Dual-Core-Module steigert die automatische Turbofunktion den Takt des FX 6300 auf bis zu 3,8 GHz, solange die Hitzeentwicklung das zulässt. Bei Belastung aller drei Dual-Core-Module steigert die automatische Turbofunktion den Takt des FX 6300 auf bis zu 3,8 GHz, solange die Hitzeentwicklung das zulässt.

Die maximale Wärmeabgabe gibt AMD beim FX 6300 mit 95 Watt TDP (»Thermal Design Power«) an, beim FX 6200 waren es noch 125 Watt. Der TDP-Wert dient PC-Herstellern dazu, das Kühlsystem ihrer Rechner entsprechend der jeweiligen CPU auszulegen und nicht als direkte Angabe zum Energieverbrauch. Rückschlüsse auf den tatsächlichen Stromhunger einer CPU lassen sich daraus aber ableiten. Die von 125 auf 95 Watt gesunkene TDP des FX 6300 im Vergleich zum FX 6200 liegt zum einen an den kleinen Verbesserungen der Piledriver-Kerne gegenüber den Vorgängern und zum anderen am 300 MHz geringeren Standardtakt des FX 6300. Exakte Angaben zum Energiebedarf des FX 6300 im Vergleich zu anderen aktuellen CPUs finden Sie im Abschnitt Stromverbrauch.

AMD Piledriver Präsentation

Testsystem

Den AMD FX 6300 testen wir mit Benchmark-Durchläufen von fünf Spielen unterschiedlicher Genres wie Anno 2070 , Batman: Arkham City , F1 2011 , H.A.W.X. 2 sowie Skyrim . Damit die eingesetzte Grafikkarte Nvidia Geforce GTX 680 die Benchmarks nicht ungebührlich stark beeinflusst, deaktivieren wir Bildverbesserungen wie Kantenglättung oder anisotrope Texturfilterung. Auf der anderen Seite testen wir aber alle Spiele in hohen bis maximalen Details und in den verbreiteten Auflösungen 1680x1050 und 1920x1080 Pixel. Mit minimalen Details und niedrigeren Auflösungen werden die Unterschiede zwischen den Prozessoren zwar deutlicher, haben dann aber praktisch nichts mehr mit den im Alltag verwendeten Einstellungen der meisten Spieler zu tun.

Spiele-Benchmarks

In Spielen schlägt sich der AMD FX 6300 gut und liefert im Test ausreichend Leistung, um alle Titel in hohen bis maximalen Details absolut flüssig zu spielen, solange ihm eine ausreichend starke Grafikkarte zur Seite steht. Den mit 3,8 GHz um 300 MHz schneller getakteten FX 6200 kann er trotz der kleinen Verbesserungen seiner Piledriver-Kerne aufgrund des Taktnachteils zwar meist nicht einholen, mit 66 zu 67 fps (FX 6200) in Anno 2070 oder 44,1 zu 46,1 fps in Skyrim (beide 1920x1080) ist der Rückstand in der Praxis aber nicht spürbar. In Batman: Arkham City kann der FX 6300 den FX 6200 einmal schlagen und liegt mit 98 zu 92 fps sogar relativ deutlich in Führung.

Anno 2070 hohe Details, DX11
1680x1050
1920x1080
Core i7 4770K 3,5 GHz, 4C/8T, S1150
117
105
Core i7 3770K 3,5 GHz, 4C/8T, S1155
114
103
Core i5 4670K 3,4 GHz, 4C/4T, S1150
111
103
Core i5 4430 3,0 GHz, 4C/4T, S1150
106
100
Core i5 3570K 3,4 GHz, 4C/4T, S1155
104
95
Core i7 2700K 3,5 GHz, 4C/8T, S1155
104
96
Core i5 2500K 3,3 GHz, 4C/4T, S1155
102
92
Core i5 3470 3,2 GHz, 4C/4T, S1155
101
91
Core i5 3450 3,1 GHz, 4C/4T, S1155
99
90
Core i3 3220 3,3 GHz, 2C/4T, S1155
82
76
FX 8350 4,0 GHz, 8C/8T, AM3+
82
78
FX 8150 3,6 GHz, 8C/8T, AM3+
79
75
FX 4170 4,2 GHz, 4C/4T, AM3+
71
68
Phenom II X4 980 BE 3,6 GHz, 4C/4T, AM3
70
68
FX 6200 3,8 GHz, 6C/6T, AM3+
70
67
FX 8120 3,1 GHz, 8C/8T, AM3+
69
65
Phenom II X6 1100T 3,3 GHz, 6C/6T, AM3
69
66
FX 6300 3,5 GHz, 6C/6T, AM3+
68
66
FX 6100 3,3 GHz, 6C/6T, AM3+
65
62
FX 4100 3,6 GHz, 4C/4T, AM3+
64
61
Core 2 Quad Q6600 2,4 GHz, 4C/4T, S775
50
43
Core 2 Duo E6600 2,4 GHz, 2C/2T, S775
29
27
0
24
48
72
96
120
Gemessen in fps. Je höher, desto schneller. Unter 30 fps ruckelt es.

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Avatar Santa Claws
Santa Claws
#1 | 29. Aug 2013, 18:33
Müssten nur noch die Strompreise fallen...
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Avatar Morrich
Morrich
#2 | 29. Aug 2013, 18:39
Zitat von Santa Claws:
Müssten nur noch die Strompreise fallen...


Ein so derber Stromfresser ist der FX-6300 doch gar nicht. Wenn man da noch bedenkt, wieviel Geld man gegenüber der Intel Konkurrenz spart, dann machen die 20-30W Mehrverbrauch den Braten auch nicht fett.
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Avatar wall21
wall21
#3 | 29. Aug 2013, 18:40
Kauf ich mir nicht...
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Avatar nastyboy
nastyboy
#4 | 29. Aug 2013, 18:53
Aufgrund so eines schlechten Tests/Benchmurkse, würde ich mir definitiv keine CPU kaufen und kann auch nur jeden davon Abraten daraufhin sich eine CPU zu Kaufen - Da steckt nullkommanull Substanz dahinter ;)
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Seinfeldfreak
#5 | 29. Aug 2013, 18:54
Hmm, für nur wenig mehr Geld bekommt man deutlich mehr Leistung. Kein guter Deal!
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Avatar Kiwisouffle
Kiwisouffle
#6 | 29. Aug 2013, 19:36
Im Grunde zeigt der Test nur eine Sache sehr deutlich!
Und zwar, dass pc Games nur sehr stiefmütterlich mit der Multicore-Unterstützung umgehen.
Der Intel i3 ist nämlich nur deshalb für spiele besser geeignet, da seine Rechenleistung pro Kern einfach höher ist und spiele (fast) nie mehr als 2 davon unterstützen (es gibt immer ein paar Ausnahmen).

Da man sich bei den fps immer im "flüssigen" Bereich befindet, finde ich eine solche CPU auch heute als sehr brauchbare Budget-Alternative, da durch die neue konsolengeneration die MultiCore-Unterstützung von >2 Kernen schnell vorangebracht wird und somit die Leistung der CPU bei neuen Titeln in der Zukunft besser ausfallen sollte.
Heute hat man dafür eine bei spielen solide und mehr als ausreichende CPU, die einem heute schon genug Leistung für den Alltag (parallel Downloads, konvertieren, komprimieren, installieren, surfen und was man noch so macht) liefert.
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Avatar Cernan02
Cernan02
#7 | 29. Aug 2013, 19:45
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar terratom
terratom
#8 | 29. Aug 2013, 20:04
Was die Leute hier immer für Halbwissen raushauen...
Die Hardware Entwickler hauen raus was die Sau her gibt, dabei braucht der User das nicht, aber zum Glück gibt es Leute die sich 1000 Euro CPUS kaufen....

Also mein FX 6300 rennt und rennt und rennt.....ihr wisst schon wie es weiter geht ;)
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Avatar BigHamster
BigHamster
#9 | 29. Aug 2013, 20:07
Für einen Office Rechner super!
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Avatar Progamer13332
Progamer13332
#10 | 29. Aug 2013, 20:10
die neuen konsolen haben eh die schnellsten cpus, sogar die ps3 ist unschlagbar mit dem cell ship =)
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