Intel Core i7 980X

Prozessoren   |   Datum: 11.03.2010
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Intel Core i7 980X mit 6 Kernen im Test

Was bringen sechs statt vier Kerne?

Der Intel Core i7 980X ist der erste Prozessor mit sechs Rechenkernen. Im Test muss die CPU zeigen, ob die zwei Extra-Kerne mehr Leistung bringen.

Von Florian Klein |

Datum: 11.03.2010


Intel Core i7 980X mit 6 Kernen : Mit Erscheinen dieses Tests kommt der Intel Core i7 980X Extreme Edition auf den Markt. Nach den Dual-Core-Vertretern mit integrierter Grafik Core i3 und i5 setzt Intel auch beim Core i7 980X auf 32- statt 45-Nanometer-Fertigung. Im Gegensatz dazu haben alle bisher erschienenen Quad-Core-CPUs der Core-i-Serie noch 45 Nanometer breite Strukturen, egal ob Sie in den günstigeren Sockel 1156 (siehe Test Core i5 750 und i7 870) passen oder auf teure High-End-Platinen mit dem Sockel 1366 (Test Core i7 9xx) setzen.

Mit einem exorbitanten Preis von 1.000 Euro positioniert Intel den Core i7 980X als neues High-End-Modell und setzt entsprechend auf den Sockel 1366. Passende CPUs besitzen ein drei- statt zweikanaliges DDR3-RAM-Interface, unterscheiden sich ansonsten aber nicht entscheidend von den günstigeren Sockel-1156-Vertretern. Neben den zwei zusätzlichen Kernen, den 32 statt 45 Nanometer breiten Strukturen sowie einigen neuen Befehlen, die die AES-Verschlüsselung unterstützen, entspricht der Core i7 980X also den Sockel-1366-Vorgängern.

Turbo und Hyperthreading

Der Sechskerner beherrscht den Turbo-Modus, bei dem die CPU abhängig von der Temperatur den Takt unter Last selbständig steigert. Beim Core i7 980X steigt der Standardtakt von 3,33 GHz so bei Belastung von mehr als einem Kern um 133 MHz auf 3,46 GHz. Wird nur ein Kern genutzt, sind sogar bis zu 3,6 GHz drin.

Intel Core i7 980X mit 6 Kernen : Auf dem Foto sehen Sie, welche Funktionseinheiten wo auf dem Silizium-Chip des Core i7 980X untergebracht sind. Auf dem Foto sehen Sie, welche Funktionseinheiten wo auf dem Silizium-Chip des Core i7 980X untergebracht sind.

Ebenfalls mit an Bord ist Hyperthreading, womit der Prozessor dem Betriebssystem pro Rechenkern einen weiteren virtuellen präsentiert. Im Falle des Core i7 980X sehen Sie im Taskmanager also satte zwölf Kerne. Zwar kann Hyperthreading die Leistung nicht verdoppeln, allerdings lässt sich durch die zusätzlichen virtuellen Kerne die Auslastung der real vorhandenen Recheneinheiten bei stark parallel arbeitenden Anwendungen verbessern und so die Leistung steigern.

Neuer Boxed-Kühler

Mit dem Core i7 980X liefert Intel auch einen neuen Boxed-Kühler aus, der (zumindest vorerst) exklusiv dem Sechskerner vorbehalten sein soll. Wie die meisten besseren CPU-Kühler auf dem Markt setzt der nicht mehr auf die Befestigung mit vier Pfostensteckern, sondern wird mittels einer Backplate auf dem Mainboard festgeschraubt. Dafür brauchen Sie aber entweder einen sehr langen Kreuzschlitzschraubenzieher (nicht im Lieferumfang enthalten), um die Schrauben durch den Kühlblock hindurch anzuziehen. Oder aber Sie besitzen kräftige und geschickte Finger, um die Schrauben per Hand festzudrehen, was je nach den auf dem Mainboard angebrachten Chipsatz-Kühlern aber sehr schwierig werden kann.

Sitzt der Kühler erst ein Mal, wählen Sie per oben angebrachten Schalter zwischen Quiet- und Performance-Modus, was die Drehzahl des blau beleuchteten Rotors auf 800 oder 1.800 Umdrehungen bringt. Leise ist der Kühler dabei in keiner Einstellung, im Leistungs-Modus wird er sogar unangenehm laut. Die Kühlleistung genügt aber auch im Quiet-Modus, solange sie die CPU nicht übertakten. Fazit: Wer 1.000 Euro für einen Prozessor ausgibt, sollte auch in einen leiseren und leistungsstärkeren Kühler investieren.

Intel Core i7 980X mit 6 Kernen : Intels neuer Boxed-Kühler für den Core i7 980X kühlt ordentlich, aber hörbar. Intels neuer Boxed-Kühler für den Core i7 980X kühlt ordentlich, aber hörbar.

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Avatar Kugelfang
Kugelfang
#1 | 11. Mrz 2010, 05:54
Ich hab den Artikel nicht gelesen, und weiss jetz schon, dass der Hex-Core keine mehrleistung in Spielen bringt.

Ich glaube er ist für Benchmarker, Grafiker bzw für den Videoschnitt zu gebrauchen. Vorallem für 1000€ ^^

Früher oder Später Standard, im Moment seiner Zeit vorraus.



Kugelfang.
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Avatar Kenji_Kasen
Kenji_Kasen
#2 | 11. Mrz 2010, 06:31
Naja das kennt man ja von Intel. Die haben jetz eine neue Revision ihrer Benchmark-Killer-CPU am Start und in ein, zwei Jährchen ist die Leistung Standard. Die treiben die Technik halt mal wieder weiter und zeigen was möglich ist. AMD ist ja genauso schon mit den 6-Kernern beschäftigt.
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Avatar Lord JUST
Lord JUST
#3 | 11. Mrz 2010, 06:44
dass der in spielen nicht viel bringt kann man sich auch so denken ohne test, da die spiele ja noch nicht einmal 4 cpu kerne anständig unterstützen. selbes gilt auch für programme wie winrar oder itunes die für den privathaushalt sind.

beim cinebench (der auf profisoftware basiert) sieht man den vorteil der cpu, weil sie dort auch unterstützt wird.

die technik ist jetzt da und entwickler können jetzt anfangen so langsam die ersten spiele und anwendungen auf die neue technik zu optimieren. war bei den dual core und quad core cpu ja genau das selbe.
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#4 | 11. Mrz 2010, 07:08
Naja ich nutze viel Cinema 4D... aber 1000 Euro? Da warte ich auf AMD.
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Avatar PbVeritas
PbVeritas
#5 | 11. Mrz 2010, 07:26
Nette Veröffentlichungszeit :D

Gerade für Renderer hat jeden Kern einen unglaublichen Vorteil... 12 logische Kerne im Gegensatz zu 4 physikalischen, sind bei 3D und 2D Renderern auch wirklich gut 3 mal so schnell

Ich wart trotzdem auf den Octa-Core mit HT, bis ich meinen Quad-Core in Rente schick
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Avatar hawk2206
hawk2206
#6 | 11. Mrz 2010, 07:39
Wahnsinn, in Cinema R10 glatt eine Verdopplung der Rechenleistung gegenüber meinem Q9550. Wenn der doch bloß nicht so teuer wäre. ;(
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Avatar Rollora
Rollora
#7 | 11. Mrz 2010, 07:58
Was soll denn dieser Test? Weder ist die CPU wirklich für Spieler gedacht, noch wird sie sinnvoll in Spielen getestet. MAXIMALE DETAILs? Super, da limitiert ja nicht die Grafikkarte, nicht wahr?
Und dass der 6-Kerner 20 Watt weniger verbraucht als der 4 Kerner hat sogar für Spieler vorteile, vorallem für Overclocker. Das lohnt sich dann sehr wohl, denn den kann man dann eben noch mehr overclocken.
Und ja: diese CPU ist nicht nur für Spieler, sollte sie auch nie wirklich sein um 1000 Eier, aber für Enthusiasten, die etwas mehr machen als nur Spielchen Spielen am PC.
(fortsetzung im nächsten Kommentar, weil dieses Dumme Forum ausführliche Argumentation in einem Post nicht erlaubt)
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Avatar Rollora
Rollora
#8 | 11. Mrz 2010, 08:00

Allerdings wird die CPU eine lange Lebensdauer haben. Sie ist sicher mit guter Luftkühlung auf 4 Ghz zu bringen (wie schon der 4 Kerner 975X) und hat halt 6 Kerne bzw eigentlich 12 (6 Physische, 6 Logische). Wenn in 3 Jahren Spiele kommen, die das ausnützen, ist diese CPU immer noch mehr als schnell genug. Das Geld muss man halt haben dafür ^^. Und auch den Willen jetzt schon etwas zu kaufen, was man als Spieler erst in 3 Jahren braucht.
Ich erstelle relativ viele Animationen in der Arbeit und werde wohl oder übel einen(oder mehrere) 6 oder 8-Kerner Xeon kaufen müssen. Leider, denn mir geht ständig die Leistung aus :-(

PS: Man merkt übrigens ganz deutlich wie schlecht dieser Test ist, wenn man sich andere Tests anschaut, die dem 980X in manchen Spielen sehr wohl einiges an Mehrleistung anrechnen. Etwa GTA4.
Und gute Nachricht für Windows 7 User: SMT/Hyperthreading "bremst" nicht mehr in Spielen :-)
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Rollora
#9 | 11. Mrz 2010, 08:06

Allerdings wird die CPU eine lange Lebensdauer haben. Sie ist sicher mit guter Luftkühlung auf 4 Ghz zu bringen (wie schon der 4 Kerner 975X) und hat halt 6 Kerne bzw eigentlich 12 (6 Physische, 6 Logische). Wenn in 3 Jahren Spiele kommen, die das ausnützen, ist diese CPU immer noch mehr als schnell genug. Das Geld muss man halt haben dafür ^^. Und auch den Willen jetzt schon etwas zu kaufen, was man als Spieler erst in 3 Jahren braucht.
Ich erstelle relativ viele Animationen in der Arbeit und werde wohl oder übel einen(oder mehrere) 6 oder 8-Kerner Xeon kaufen müssen. Leider, denn mir geht ständig die Leistung aus :-(

PS: Man merkt übrigens ganz deutlich wie schlecht dieser Test ist, wenn man sich andere Tests anschaut, die dem 980X in manchen Spielen sehr wohl einiges an Mehrleistung anrechnen. Etwa GTA4.
Und gute Nachricht für Windows 7 User: SMT/Hyperthreading bremst nicht mehr in Spielen :-)

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Avatar Rollora
Rollora
#10 | 11. Mrz 2010, 08:18
PPS: laut PCGH: GTA 4 steigen die minimalen FPS von 45 auf 51 FPS. Das ist zwar nicht viel aber doch deutlich als (Zitat Gamestar) "Sechs Rechenkerne bringen in Spielen absolut keine Vorteile, auch wenn die Intel-Präsentation anderes behauptet"
Und in Anno 1401: von 35 auf 44 FPS. Das ist schon ziemlich deutlich, sind fast 30 Prozent. Die "Zukunft" kann kommen, mit diesem Prozessor. Hoffentlich bald mit der selben Leistung unter 200 Euro. Naja man wird ja noch träumen dürfen, kommt wohl erst mit AMDs Bulldozer
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