Intel Core i7 980X mit 6 Kernen : Mit Erscheinen dieses Tests kommt der Intel Core i7 980X Extreme Edition auf den Markt. Nach den Dual-Core-Vertretern mit integrierter Grafik Core i3 und i5 setzt Intel auch beim Core i7 980X auf 32- statt 45-Nanometer-Fertigung. Im Gegensatz dazu haben alle bisher erschienenen Quad-Core-CPUs der Core-i-Serie noch 45 Nanometer breite Strukturen, egal ob Sie in den günstigeren Sockel 1156 (siehe Test Core i5 750 und i7 870) passen oder auf teure High-End-Platinen mit dem Sockel 1366 (Test Core i7 9xx) setzen.

Mit einem exorbitanten Preis von 1.000 Euro positioniert Intel den Core i7 980X als neues High-End-Modell und setzt entsprechend auf den Sockel 1366. Passende CPUs besitzen ein drei- statt zweikanaliges DDR3-RAM-Interface, unterscheiden sich ansonsten aber nicht entscheidend von den günstigeren Sockel-1156-Vertretern. Neben den zwei zusätzlichen Kernen, den 32 statt 45 Nanometer breiten Strukturen sowie einigen neuen Befehlen, die die AES-Verschlüsselung unterstützen, entspricht der Core i7 980X also den Sockel-1366-Vorgängern.

Turbo und Hyperthreading

Der Sechskerner beherrscht den Turbo-Modus, bei dem die CPU abhängig von der Temperatur den Takt unter Last selbständig steigert. Beim Core i7 980X steigt der Standardtakt von 3,33 GHz so bei Belastung von mehr als einem Kern um 133 MHz auf 3,46 GHz. Wird nur ein Kern genutzt, sind sogar bis zu 3,6 GHz drin.

Intel Core i7 980X mit 6 Kernen : Auf dem Foto sehen Sie, welche Funktionseinheiten wo auf dem Silizium-Chip des Core i7 980X untergebracht sind. Auf dem Foto sehen Sie, welche Funktionseinheiten wo auf dem Silizium-Chip des Core i7 980X untergebracht sind.

Ebenfalls mit an Bord ist Hyperthreading, womit der Prozessor dem Betriebssystem pro Rechenkern einen weiteren virtuellen präsentiert. Im Falle des Core i7 980X sehen Sie im Taskmanager also satte zwölf Kerne. Zwar kann Hyperthreading die Leistung nicht verdoppeln, allerdings lässt sich durch die zusätzlichen virtuellen Kerne die Auslastung der real vorhandenen Recheneinheiten bei stark parallel arbeitenden Anwendungen verbessern und so die Leistung steigern.

Neuer Boxed-Kühler

Mit dem Core i7 980X liefert Intel auch einen neuen Boxed-Kühler aus, der (zumindest vorerst) exklusiv dem Sechskerner vorbehalten sein soll. Wie die meisten besseren CPU-Kühler auf dem Markt setzt der nicht mehr auf die Befestigung mit vier Pfostensteckern, sondern wird mittels einer Backplate auf dem Mainboard festgeschraubt. Dafür brauchen Sie aber entweder einen sehr langen Kreuzschlitzschraubenzieher (nicht im Lieferumfang enthalten), um die Schrauben durch den Kühlblock hindurch anzuziehen. Oder aber Sie besitzen kräftige und geschickte Finger, um die Schrauben per Hand festzudrehen, was je nach den auf dem Mainboard angebrachten Chipsatz-Kühlern aber sehr schwierig werden kann.

Sitzt der Kühler erst ein Mal, wählen Sie per oben angebrachten Schalter zwischen Quiet- und Performance-Modus, was die Drehzahl des blau beleuchteten Rotors auf 800 oder 1.800 Umdrehungen bringt. Leise ist der Kühler dabei in keiner Einstellung, im Leistungs-Modus wird er sogar unangenehm laut. Die Kühlleistung genügt aber auch im Quiet-Modus, solange sie die CPU nicht übertakten. Fazit: Wer 1.000 Euro für einen Prozessor ausgibt, sollte auch in einen leiseren und leistungsstärkeren Kühler investieren.

Intel Core i7 980X mit 6 Kernen : Intels neuer Boxed-Kühler für den Core i7 980X kühlt ordentlich, aber hörbar. Intels neuer Boxed-Kühler für den Core i7 980X kühlt ordentlich, aber hörbar.