Apple iPhone 5

Smartphones   |   Datum: 03.10.2012
Seite 1 2 3   Wertung

Apple iPhone 5 im Test

Apples neues High-End-Smartphone

Das neue iPhone 5 ist da. Im Test muss das Smartphone zeigen, ob Apple noch immer in der Oberliga mitspielt oder langsam den Anschluss an die Konkurrenz verliert.

Von Moritz Jäger |

Datum: 03.10.2012


Zum Thema » Apple iOS 6 ausprobiert iPhone-5-Betriebssystem im Test » Kostenlose iPhone-Apps 50 Apps in fünf Kategorien » Apples iPhone im Lauf der Zeit Vom iPhone bis zum iPhone 5 » Apple-Historie In 35 Jahren zur Weltmarke Apple iPhone 5 ab 269,49 € bei Amazon.de Die offensichtlichste Neuerung am Apple iPhone 5 ist der neue Bildschirm mit einer Diagonalen von 4 statt wie bisher 3,5 Zoll. Weil sich an der Gehäusebreite von rund 5,7 Zentimeter nichts ändert, ist das neue Smartphone acht Millimeter länger als die Vorgängermodelle. Trotzdem liegt das iPhone 5 noch immer sehr gut in der Hand, selbst mit kleineren Händen lässt sich das Gerät weiterhin meist problemlos mit einem Daumen bedienen, nur wenn Bedienfelder am oberen Rand des Telefons gedrückt werden sollen, müssen sich zierliche Hände arg strecken.

Zusätzlich unterstützt das iPhone 5 auch in Deutschland das mobile Hochgeschwindigkeitsinternet LTE, wenn auch nur im Frequenzband der Telekom. Preislich bewegt sich das iPhone 5 auf dem üblichen hohen Niveau. Je nach Speicher kostet das Smartphone 679 Euro (16 GByte), 789 Euro (32 GByte) und 899 Euro (64 GByte) – im Vergleich zum Vorgängermodell ein Preisaufschlag von bis zu 50 Euro. Im Test muss sich das neue Apple-Handy mit der starken Android-Konkurrenz auseinander setzen. Auch beschäftigen wir uns mit der neuen Karten-App, die bereits viel Unmut hervorgerufen hat.

Update 15. Juli 2013: In den letzten zwei Jahren hat sich die Qualität von Smartphones deutlich erhöht, während viele ältere Modelle noch immer erhältlich sind. Deshalb haben wir das Apple iPhone 5 nach den aktuellen Maßstäben neu bewertet, auch um die Platzierung in der Smartphone-Bestenliste im Einkaufsführer zu korrigieren.

Apple iPhone 5 : Auch das iPhone 5 verkauft Apple in Schwarz und Weiß. Auch das iPhone 5 verkauft Apple in Schwarz und Weiß.

Hardware

Tatsächlich steckt eine der größten Neuerungen des iPhone 5 unter der Haube: Apple verbaut eine neue CPU namens A6, die laut Apple zweimal schneller ist als der Dual-Core-A5 des iPhone 4S . Wie das technisch ohne vier Kerne erreicht werden soll, ist aber noch ungeklärt, weil Apple so gut wie keine Informationen zum A6-Prozessor bekannt gegeben hat. Insgesamt muss sich das iPhone 5 bei der Leistung nicht hinter Android-Schwergewichten wie dem Samsung Galaxy S3 verstecken: Das Smartphone reagiert im Test enorm schnell auf unsere Eingaben, und das Zoomen mit der Zwei-Finger-Geste klappt wunderbar ohne Ruckeln.

Apple iPhone 5 : Der Home-Screen bietet wegen der größeren Diagonale einer zusätzlichen Symbolreihe Platz. Der Home-Screen bietet wegen der größeren Diagonale einer zusätzlichen Symbolreihe Platz. Wie immer verkauft Apple auch das das iPhone 5 nur mit fest verbautem Speicher, zur Wahl stehen 16 GByte, 32 GByte und 64 GByte. Speicherkarten lassen sich keine einlegen. Schade, dass Apple mit dem Speicher-Upgrade scheinbar bis zum nächsten Smartphone wartet.

Wie eingangs erwähnt ist das iPhone 5 das erste Apple-Smartphone, das auf die Mobilfunktechnik LTE setzt. LTE (oder 4G) ist der Nachfolger von UMTS und HSDPA, benötigt allerdings neue Chips sowohl im Smartphone wie auch in den Funktürmen – weshalb der Ausbau noch andauert. Dazu kommt, dass in Deutschland drei Frequenzen für LTE vorgesehen sind: 800 MHz, 1.800 MHz und 2.600 MHz. Das iPhone 5 unterstützt nur 1.800 MHz und diese Frequenz wird in Deutschland nur von der Telekom angeboten. Ist LTE verfügbar und voll ausgebaut sind extrem hohe Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s möglich, in allen anderen Netzen unterstützt das Smartphone UMTS und HSPA+.

Für die Kommunikation im lokalen Netzwerk verfügt das iPhone 5 über WLAN nach 802.11a/b/g/n-Standard. Wie immer funkt das Smartphone sowohl im 2,4-GHz- wie auch im 5-GHz-Band. Für die Kommunikation mit anderen Geräten steht außerdem Bluetooth 4.0 zur Verfügung. Allerdings verzichtet Apple noch auf ein NFC-Modul, obwohl mit der Passbook-App eine passendes Programm für mobiles Bezahlen mit dem Smartphone voreinstalliert ist.

Display

Das neue 4-Zoll-Display des iPhone 5 arbeitet mit einer Auflösung von 1.136x640 Pixel. Damit erreicht das Smartphone wieder eine enorm hohen Pixeldichte von 326 ppi, weshalb es Apple »Retina« nennt – so fein, dass das menschliche Auge keine Pixel mehr erkennen kann. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy S3 kommt auf ebenfalls sehr gute 309 ppi, das HTC One X gar auf 312 ppi, das Sony Xperia P auf 277 ppi und das Nokia Lumia 900 lediglich auf grobe 217 ppi.

Apple iPhone 5 : Das 4-Zoll-Display ist ein perfekter Kompromiss aus Größe und Handling. Das 4-Zoll-Display ist ein perfekter Kompromiss aus Größe und Handling.

Durch das erstmals bei einem Apple-Handy eingesetzte 16:9-Seitenverhältnis können Filme zumindest im Querformat ohne schwarze Streifen oben und unten dargestellt werden. Allerdings müssen App-Entwickler ihre Programme auf diese Neuerungen anpassen. Tatsächlich ist das in der Realität allerdings kein großes Problem: Apple zentriert noch nicht angepasst Apps in der Mitte des Bildschirms, unten und oben ist ein schwarzer Balken. Dieser ist so dunkel, dass man ihn fast schon dem Rahmen des Smartphones zuordnen könnte und stört überraschend wenig.

Das Retina-Display sorgt für enorm gute Farben, einen ausgezeichneten Kontrast und angenehme Helligkeit. Die Blickwinkel sind durch das eingesetzte Panel wie beim Vorgänger sehr weit. Bei der Texteingabe hat das sich Tastaturlayout geändert, so werden standardmäßig am rechten Rand die Umlaute »Ü«, »Ä« und »Ö« angezeigt. Weil das iPhone 5 so breit ist wie das Vorgängermodell, sind die Tasten im Vergleich zu iPhone 4 und 4S minimal schmaler. Dennoch tippen wir im Test auch mit großen Fingern immer noch schnell und exakt. Wer mag, kann in den Tastatureinstellungen aber auch das alte Layout wieder aktivieren.

Technik

Apple iPhone 5 : Die neuen Kopfhörer dringen tiefer in den Gehöhrgang ein. Die neuen Kopfhörer dringen tiefer in den Gehöhrgang ein. Interessanterweise haben der stärkere Prozessor und der größere Bildschirm im Test keine große Auswirkung auf die Akkulaufzeit. Das Smartphone schafft im Dauereinsatz eine Laufzeit von etwa sieben Stunden. Wird das iPhone 5 normal benutzt, muss es spätestens jeden zweiten Tag an die Steckdose.

Das iPhone 5 hat einen neuen Anschluss für Daten und Strom namens Lightning und ist nicht zum Dock-Connector kompatibel, den Apple seit dem ersten iPod verwendet. Angeblich, weil der Kopfhöreranschluss nur so von oben nach unten verlegt werden konnte. Das bedeutet vor allem: Bereits gekauftes Zubehör ist nicht mehr kompatibel, es lässt sich aber möglicherweise mit einem optional erhältlichen, 30 Euro teuren Adapter weiterverwenden. Zur Inbetriebnahme des iPhone 5 brauchen wir zudem wieder eine neue SIM-Karte vom Netzanbieter – die Nano-SIM, die noch kleiner ist als die vom iPhone 4 bekannte Micro-SIM.

Die Kopfhöhrer, nun EarPods genannt, hat Apple erneuert und klingen im Vergleich deutlich besser. Erhalten bleibt eine Kabelfernbedienung und ein Mikrofon, was die Kopfhörer zugleich in eine Freisprecheinrichtung verwandelt. Die Kopfhörer lassen sich grundsätzlich auch mit anderen Smartphone-Betriebssystemen verwenden, in unserem Test mit einem Motorola Razr (Android 4.0.4) wurden aber nicht alle Befehle erkannt.

Apple iPhone 5 : Der neue Datenanschluss spart viel Platz. Der neue Datenanschluss spart viel Platz.

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Avatar Herr der Dinge
Herr der Dinge
#1 | 03. Okt 2012, 00:28
Bühne frei für den folgenden Ragewar:
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winfo_student
#2 | 03. Okt 2012, 00:30
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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indirektor
#3 | 03. Okt 2012, 00:38
egal, welchen neuen Gehirnersatz man "braucht". Selber denken und vielleicht auch verantwortung zu übernehmen, kommt immer noch besser als "ich brauch ne App um pinkeln zu gehen". Meist alle Smartphone-Nutzer sind nur Sklaven der angeblich neuen "Freiheit"... Traurig, aber wahr.

Kommt einmal in naher Zukunft ein Netz- oder Stromausfall, werden alle wie Babies schreien, weil sie nicht wissen werden, wie das echte Leben funktionieren soll.
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Avatar Chieef
Chieef
#4 | 03. Okt 2012, 00:39
Und jetzt schön wegen eines Smartphone´s die Fäkalsprache auspacken da ja Apple so doof ist und die anderen alle "nicht" viel toller sind
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Avatar uncleBen
uncleBen
#5 | 03. Okt 2012, 00:40
oh mann ... ich hoffe jetzt kommen nicht die android nutzer und beschweren sich über alles mögliche am iPhone ... das hängt mir zum halse raus. und was google bezüglich dieses steuercodes an seinem betriebssystem gemacht hat, das wird natürlich unter den teppich gekehrt :D

zum test: ich find das iPhone 5 sehr gut gelungen, klar haben es sich viele anders vorgestellt, aber so ist apple nun mal, damit muss man einfach leben. die benchmarks zeigen wie stark das telefon ist, manchmal sogar 80% schneller als das S3 ! ich hoffe ja immernoch darauf, dass alle smartphone nutzer friedlich nebeneinander leben können :)
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Avatar basti!
basti!
#6 | 03. Okt 2012, 00:43
Ich besitze zwar kein S3 finde es aber irgendwie komisch dass bei der Technik die Akkulaufzeit vom Iphone5 positiv bewertet wird
aber in eurem test vom Galaxy S3 wo die laufzeit gleich oder länger ist als negativ (trotz größerem bildschirm)
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Avatar GamestarGamestar
GamestarGamestar
#7 | 03. Okt 2012, 00:46
Zitat von François Truffaut:
Viel besser als der XXXXXX Copypaste Samsung XXXXXX!

APPLE 4 EVER! <3


Hätte fast Deine Ironie nicht bemerkt! Hust, hust!

"Wer allerdings LTE außerhalb der Telekom nutzen oder wirklich neue Funktionen wie NFC ausprobieren will, der ist mit dem Samsung Galaxy S3 besser beraten."
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Avatar indirektor
indirektor
#8 | 03. Okt 2012, 00:47
ich kann nicht denken, daher, mein Smartphone, sage mir, was ich entscheiden soll: "Du sollst nun pinkeln! Sofern Du gepinkelt hast, lade ne App runter, die Dir sagt, wann Du in Zukunft pinkeln sollst!"

Die Welt wird untergehen, weil der Mensch mittlerweile 0.99€ für eigene Entscheidungen zahlen kann"

Und Tschüss, Freiheit
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Avatar HaloGrungeLink
HaloGrungeLink
#9 | 03. Okt 2012, 00:47
Kritikpunkt: nicht mehr als 64gb Speicher.
1. mal ehrlich - wer braucht mehr Speicher am Smartphone?
2. die 64gb Variante kostet 899€ - wieviel würden dann 128gb kosten? ^^

ich hätte gerne ein iPhone - auch wenn's Hardwaretechnisch vielleicht schwächer als das Galaxy S 3 ist, gehe ich davon aus, dass es nicht so verschwenderisch mit Resourcen umgeht wie die von Samsung angepassten Android Versionen (ok, ich habe noch das Galaxy S 1 und das hat oft Abstürze, egal mit welcher Firmware und ist generell ziemlich langsam und instabil aber trotzdem noch gut genug für mich).

Wenn da nicht der viel zu hohe Preis - auch bei den älteren Modellen und der iTunes zwang wäre (kommt mir nie mehr ins Haus, unverschämter, unfreundlicher Support und oft Probleme unter Windows) würde ich gerne zugreifen - allein schon weil es deutlich wertiger als die Konkurenzmodelle wirkt und es seltener Softwareprobleme gibt, habe ich zumindest von Freunden die eines besitzen gehört.

Ich werde wahrscheinlich bei Samsung bleiben, wenn mein Altes einmal den Geist aufgibt.
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Avatar Yodarkus
Yodarkus
#10 | 03. Okt 2012, 00:48
Woohoo, ein neuer Apple Artikel. Das verspricht einen Niveau-Limbo in den Kommentaren. Dann legt mal los!
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