Nokia Lumia 820

Smartphones   |   Datum: 26.11.2012
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Nokia Lumia 820 im Test

Starkes Smartphone mit Windows Phone 8

Windows Phone 8 bringt neue Smartphones von Nokia mit sich. Das Lumia 820 ist die günstigere Ausführung, die es im Test aber dennoch mit der Android-Konkurrenz aufnimmt.

Von Moritz Jäger |

Datum: 26.11.2012


Zum Thema » HTC Windows Phone 8x im Test High-End mit Windows Phone 8 » Samsung Galaxy S3 im Test Galaktisches Android-Smartphone » Apple iPhone 5 im Test Apples neues High-End-Smartphone Nokia Lumia 820 ab 239,00 € bei Amazon.de Die Windows-Phone-8-Smartphones rollen rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in die Läden. Auch Nokia will da nicht zurückstehen und schickt wie schon HTC gleich zwei neue Smartphones mit Windows-Betriebssystem ins Rennen – das hier getestete Nokia Lumia 820 mit 4,3 Zoll Display und das Nokia Lumia 920 mit etwas größerem 4,5-Zoll-Display.

Nach dem überschaubaren Erfolg der ersten Lumia-Smartphones mit Windows Phone 7 beziehungsweise 7.5 sollen die neuen Windows-Phone-8-Modelle nun die Wende für Nokia bringen. Neben dem verbesserten Betriebssystem will sich der ehemalige Weltmarktführer mit exklusiven Apps von der Konkurrenz abheben. Eine ist Nokias Augmented-Reality-App CityLens, die Restaurants, Hotels und andere Ziele im Umfeld erkennt und die Richtung weist, wenn wir die Gegend mit der rückwärtigen Kamera absuchen.

Das kleinere Modell ist vor allem deswegen interessant, weil es dem größeren Pendant ansonsten nur wenig nachsteht und mit 450 Euro Straßenpreis ohne Vertrag deutlich günstiger ist als das Lumia 920, das mit einem Preis von mindestes 650 Euro direkt mit dem iPhone 5 konkurriert und gut 100 Euro mehr kostet als das sehr gute Samsung Galaxy S3. Von der Konkurrenz setzt sich das Smartphone vor allem durch sehr gute Karten-Applikationen ab, die neben einer Navigation auch eine Offline-Speicherung erlauben – allerdings besitzt jedes Windows-Phone-8-Modell diese Lösung.

Nokia Lumia 820 : Das Lumia 820 liefert Nokia in mehreren Farbkombinationen, die Hüllen lassen sich zudem wechseln. Das Lumia 820 liefert Nokia in mehreren Farbkombinationen, die Hüllen lassen sich zudem wechseln.

Hardware

Anders als Motorola beim mit einem Intel-Prozessor ausgerüsteten Motorola Razr i lässt sich Nokia beim Prozessor auf keine Experimente ein: Die Dual-Core-CPU basiert auf der ARM-Architektur, konkret kommt ein S4-Chipsatz von Qualcomm zum Einsatz, der mit 1,5 GHz Taktfrequenz läuft. Dazu gibt es 1,0 GByte Arbeitsspeicher und 8,0 GByte internen Speicherplatz. Im Gegensatz zum HTC Windows Phone 8x nutzt Nokia die neue Unterstützung für Speicherkarten. Bis zu 64 GByte kann das Lumia 820 in MicroSD-Form aufnehmen, was auch bei großen Musik- und Videosammlungen einigermaßen ausreichen dürfte.

Nokia Lumia 820 : Die verschiedenen Cover im Detail. Die verschiedenen Cover im Detail. In der Praxis reagiert das Smartphone angenehm schnell auf die Eingaben des Nutzers. Das gilt nicht nur für das Menü oder Programmstarts, sondern setzt sich auch innerhalb von Applikationen wie etwa den Nokia-Navigations-Apps oder dem mobilen Internet Explorer fort. Nominell ist das Nokia Lumia 820 aber deutlich schwächer als Samsung Galaxy S3 oder LG Google Nexus 4 , die beide über vier statt zwei Rechenkerne verfügen.

Nokia integriert dafür so ziemlich jede aktuelle Funktechnik für den mobilen Internetzugriff in das Smartphone: Neben UMTS und HSDPA bietet das Nokia Lumie 820 auch LTE. Anders als Apple beschränken sich die Finnen zudem nicht nur auf die Telekom-Frequenz, sondern unterstützten die LTE-Netze aller deutschen Anbieter. Im lokalen Netz funkt das Smartphone per 802.11 a/b/g/n im 2,4- und im weniger benutzten 5-GHz-Band. Dazu kommt die NFC-Technik für Datenübertragung oder kontaktloses Bezahlen – zumindest theoretisch, denn aktuell sind solche Annahmestellen in Deutschland noch rar.

Display

Nokia Lumia 820 : Beim Display setzt Nokia auf die AMOLED-Technik. Beim Display setzt Nokia auf die AMOLED-Technik.

Nokia setzt beim Display des Lumia 820 auf die ClearBlack-AMOLED-Technik. Diese sorgt dafür, dass die Farben sehr gut aussehen und vor allem schwarze Bereiche knackig hervorstechen. Das harmoniert besonders mit dem Live-Kachelmenü von Windows Phone 8 – durch den hohen Kontrast und den tiefschwarzen Hintergrund stechen die Vierecke deutlich heraus. Auch die Blickwinkel sind sehr gut.

Die Bildschirmdiagonale beträgt wie beim HTC Windows Phone 8x oder beim Motorola Razr i 4,3 Zoll (umgerechnet 10,9 cm). Allerdings muss sich Nokia den beiden gleich großen Konkurrenten bei der Auflösung geschlagen geben. Das Lumia 820 zeigt Bilder mit maximal 800x480 Pixeln im Querformat an. Zum Vergleich: Das Razr i bietet hier 960x540 Pixel, das HTC Windows Phone 8x schafft sogar 1280x720 Pixel. Entsprechend liegt die Pixeldichte des Nokia-Smartphones mit 217,4 ppi deutlich unterhalb dieser Geräte und kann auch beim Apple iPhone 5 nicht mithalten, weshalb die Darstellung etwas gröber ausfällt.

Technik und Handling

Beim Lumia 820 lässt sich die Rückseite abnehmen, darunter stecken der auswechselbare Akku sowie die Steckplätze für die Micro-SIM und die Micro-SD-Speicherkarte. Nokia bietet die Plastikabdeckungen in verschiedenen Farben an, die sich nachkaufen und den eigenen Vorzügen anpassen lassen. Farblich durchaus ansprechend und auch in der Hand nicht unangehment, bietet das Gehäuse aber nicht ganz die Qualität des Metallgehäuses vom iPhone oder der Kevlarrückseite des Razr i.

Der Akku des Nokia Lumia 820 verfügt über eine Kapazität von 1650 mAh. Bei normalen Betrieb hält das Smartphone im Test damit etwa eineinhalb Tage durch. Das gilt allerdings nicht, wenn wir die Navigationsfunktion nutzen, die den Akku stark belastet. Die von einigen Usern des Nokia Lumia 920 gemeldeten Akku-Probleme konnten wir übrigens im Test des Lumia 820 nicht nachvollziehen.

Zum Aufladen unterstützt Nokia den Qi-Standard für kabelloses Laden. Mit dem entsprechenden Zubehör reicht es, das Smartphone auf die Ladefläche zu legen, um die Batterie aufzufüllen. Leider liegt dem Smartphone keine Ladeschale bei, die ist nur separat erhältlich. Auch so hält sich der Nutzen in Grenzen: Die Ladeeinheint selbst muss dann statt des Handys verkabelt werden, und mit der Ladestation liegt noch ein zusätzliches Gerät auf dem Schreibtisch.

Nokia Lumia 820 : Eine der kabellosen Ladestationen kommt vom Sitzsack-Hersteller Fatboy.

Fatboy Ladestation
Eine der kabellosen Ladestationen kommt vom Sitzsack-Hersteller Fatboy.

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Avatar chrom009
chrom009
#1 | 26. Nov 2012, 14:16
- andere Smartphones haben vier Rechenkerne

Das ist ein Minus-Punkt? LOL
Das einzig Wichtige ist doch das alles flüssig und schnell läuft,
egal wie viele Rechenkerne das Smartphone besitzt.
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Avatar DrProof
DrProof
#2 | 26. Nov 2012, 14:17
Offlinekarten erlauben doch inzwischen viele Apps... Hat nicht Google Maps inzwischen auch die Möglichkeit die Karte der Route herunter zu laden und zu speichern, solange man sich noch im WLAN befindet. Glaub irgendwie sowas wollte das Ding letztens von mir. :)

Ich finds leider auch erschütternd das Dropbox nicht unterstützt wird aktuell, immerhin gehört das Ding auch Microsoft!
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Avatar Falcon
Falcon
#3 | 26. Nov 2012, 14:19
"Augmenty Reality"!? Ihr meintet wohl eher "Augmented Reality"... :rolleyes
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Avatar Moritz_Jaeger
Moritz_Jaeger
#4 | 26. Nov 2012, 14:20
Zitat von DrProof:
Offlinekarten erlauben doch inzwischen viele Apps... Hat nicht Google Maps inzwischen auch die Möglichkeit die Karte der Route herunter zu laden und zu speichern, solange man sich noch im WLAN befindet. Glaub irgendwie sowas wollte das Ding letztens von mir. :)

Ja, aber das ist lange nicht so ausgereift - und kann das Material auch nicht anderen Apps zur Verfügung stellen. Die Karten-App war schon auf Symbian (etwa dem E7) vorhanden und sehr gut, aber in Kombination mit einer Reise ins Ausland ist das aktuell die beste Preis/Leistungslösung. Weil umsonst.
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Avatar MetzFetz
MetzFetz
#5 | 26. Nov 2012, 14:28
Ein Testvideo wäre ganz nett.
Aber trotzdem, toller Beitrag!
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Avatar todarist1
todarist1
#6 | 26. Nov 2012, 14:51
-mit 160 Gramm relativ schwer
dafür gibt es 3 minus Punkte ?
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Avatar Rune Drogan
Rune Drogan
#7 | 26. Nov 2012, 14:51
Zitat von MetzFetz:
Ein Testvideo wäre ganz nett.
Aber trotzdem, toller Beitrag!


Hast du den gleichen Test wie ich gelesen? Bezweifle ich irgendwie.

1. trägt das "hohe" Gewicht zur besseren Haptik bei, wie schon bei den Vorgängern.

2. zu bemängeln, das der CPU zu langsam ist und nur 2 Kerne besitzt, obwohl die Bedienung flüssig ist, zeigt die Qualität der Hardware-Tests bei Gamestar in den letzten Monaten. Ihr wiedersprecht euch selbst. Es ist doch nicht wichtig, wieviel Kerne das Smartphone hat, sondern wie/ob das Betriebssystem mit der vorhanden Hardware zusammenarbeitet und das tut es gut.

3. Der App-Store ist jüngste unter den drei Großen stores(Windows Phone, IOs und Android), was natürlich auch bedeutet, das er Zeit benötigt um zu wachsen und das tut er sehr gut.


Edit: Vielleicht solltet ihr auch mal überlegen: Mehr Kerne bedeutet meist mehr Akkuverbrauch, wie man es beim neuen S3 merkt, welches, nur so nebenbei, um flüssig zu laufen warscheinlich noch 2 weitere kerne bräuchte. Nokia/Microsoft schaffen das mit 2 Kernen, das sollte wohl eher ein +Punkt sein.
Interessant ist ebenfalls, das es überteuert sein soll, alleine die Navi-Software hat einen Wert von ca. 150-200€.

Gamestar bitte lasst die Hardware-Tests, sie sind echt nicht euer Ding.
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Avatar Sefarian
Sefarian
#8 | 26. Nov 2012, 15:03
Ich verstehe nicht so ganz wieso man das Lumia 820 mit dem S3 und dem iPhone 5 vergleicht. In deren Kategorie spielt doch eher das 920 mit, oder nicht?
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Avatar novek
novek
#9 | 26. Nov 2012, 15:10
Nach BADA steht für mich fest, kein experimentelles neues System mehr. Man weiß nie, wie gut es letztendlich gepflegt wird und wie gut die Konditionen und der Aufwand für Entwickler sind und blieben.

Microsofts oder HTCs Plan gleich preislich bei den großen mitmischen zu wollen halte ich auch als ziemlich fehlkalkuliert. Das bremst bzw. verschlechtert die Chancen für Erfolg nur.

Mein nächstes Smartphone wird von daher ein Android.
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Avatar Clawhammer
Clawhammer
#10 | 26. Nov 2012, 15:29
Zitat von novek:
Nach BADA steht für mich fest, kein experimentelles neues System mehr. Man weiß nie, wie gut es letztendlich gepflegt wird und wie gut die Konditionen und der Aufwand für Entwickler sind und blieben.

Microsofts oder HTCs Plan gleich preislich bei den großen mitmischen zu wollen halte ich auch als ziemlich fehlkalkuliert. Das bremst bzw. verschlechtert die Chancen für Erfolg nur.

Mein nächstes Smartphone wird von daher ein Android.


Komisch, für mich wäre Bada das Experimentelle OS gewesen...
Und Android ist doch auch mehr ein work in progress OS.
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