App-Store

Das Herz von Windows RT ist der neue App-Store, über den Microsoft alle für das Tablet nutzbaren Anwendungen anbietet. Hier herrscht aktuell noch gähnende Leere, die einzelnen Rubriken sind jeweils nur mit wenigen Anwendungen gefüllt. Zwar kommen täglich neue Apps hinzu – einige davon sind aber qualitativ auf extrem niedrigem Niveau. Andere hingegen glänzen im Test des Microsoft Surface RT mit einer perfekten Anpassung an die Metro-Oberfläche. Als positives Beispiel sei Skype genannt, aber auch das Zeichenprogramm Fresh Paint lässt sich auf dem Surface RT vorbildlich bedienen. In der Spiele-Rubrik finden sich bislang nur wenige interessante Titel.

Microsoft Surface RT : Noch ist das App-Angebot für Windows 8 erschreckend gering und weit davon entfernt, mit der Konkurrenz mithalten zu können. Wir gehen aber davon aus, dass sich das in den nächsten Monaten ändern wird. Noch ist das App-Angebot für Windows 8 erschreckend gering und weit davon entfernt, mit der Konkurrenz mithalten zu können. Wir gehen aber davon aus, dass sich das in den nächsten Monaten ändern wird.

Aktuell ist der Store so noch übersichtlich. Das wird sich mit zunehmender App-Vielfalt schnell ändern, so dass die wenigen Filtermöglichkeiten im App-Store bald nicht mehr ausreichen dürften. Zwar lassen sich Apps per Suchbefehl in der »Charms« genannten Seitenleiste suchen, an der grundlegenden Gestaltung des Shops wird Microsoft aber mit der Zeit noch arbeiten müssen. Momentan verliert das SurfaceRT beim App-Angebot selbst gegen Tablet-Leichtgewichte wie BlackberryOS.

Beim Medienangebot hingegen scheint Microsoft bereits dazugelernt zu haben und bietet Filme, Videos und Musik wie auf der Xbox an. Das Angebot ist dabei fast so umfassend wie im Google-Store für Android. Positiv sind auch die Bezahlmöglichkeiten: Microsoft akzeptiert neben Kreditkarten auch Paypal und Punkte für Xbox Live. Wer sich mit einem entsprechenden Konto anmeldet, findet seine verfügbaren Live-Punkte direkt in der Übersicht.

Apps unter Windows 8 RT

Desktop-Modus

Inkonsequent wirkt vor allem der Desktop, der als App auf dem Startbildschirm aufgerufen werden kann. Wirklich sinnvoll nutzen lässt sich der Desktop per Fingerbedienung auf dem Surface RT nicht, zu klein sind die Symbole und die Schaltflächen. Anwendungen lassen sich hier sowieso keine installieren, der Desktop dient bei Windows RT ausschließlich zum Start der Office-Programme und für Systemeinstellungen.

Microsoft Surface RT : Auf dem Tablet stört der Mischmasch von Kacheloberfläche und Desktop mehr als am PC. Auf dem Tablet stört der Mischmasch von Kacheloberfläche und Desktop mehr als am PC. Und hier beginnt das Dilemma: Wer Einstellungen im System vornehmen will oder muss ist gezwungen, die von älteren Windows-Versionen bekannten Systemsteuerungs-Elemente zu nutzen. Auch die Akkuanzeige ist aktuell nur in der Desktop-Ansicht brauchbar – auf dem Startbildschirm lässt es sich nur raten, wie weit der Akku schon entleert ist, während auf dem Desktop das von Notebooks bekannte Akku-Icon die Energiemenge in Prozent anzeigt – als ob die Microsoft-Entwickler nie ein iPad in der Hand gehabt hätten.

Dateien lassen sich zwar mittels der Charms-Bar teilen und verschieben, komfortabler geht’s aber im gewohnten Datei-Explorer, der sich wie gehabt auf dem Desktop findet. Eine Maus oder zumindest das Touchpad des Covers sollte hierbei aber vorhanden sein, mit den Fingern lässt sich der Explorer nicht sinnvoll bedienen.

Microsoft Surface RT : Obwohl bisher anders erwartet, bietet auch das ARM-Windows tatsächlich einen richtigen Windows-Desktop. Ein für Windows-Anwender interessanter Aspekt, der aber an der Bedienung scheitert. Obwohl bisher anders erwartet, bietet auch das ARM-Windows tatsächlich einen richtigen Windows-Desktop. Ein für Windows-Anwender interessanter Aspekt, der aber an der Bedienung scheitert.

Benchmark-Tests

Im Benchmark-Test Sunspider wird die JavaScript-Geschwindigkeit des Browsers gemessen. Microsoft scheint einiges an Optimierungsarbeit in die JavaScript-Performance des Internet Explorers 10 gesteckt zu haben: Die Werte für das Surface RT fallen sehr gut aus. Die Performance ist sogar deutlich besser als bei vergleichbar ausgestatteten Android-Geräten.

HTML5, wie vom Peacekeeper-Benchmark der 3DMark-Produzenten Futuremark gemessen, liegt dem Internet Explorer 10 auf dem SurfaceRT nicht so gut wie JavaScript. Einige Codecs für die Videowiedergabe fehlen dem Browser komplett, insgesamt liegt das Endergebnis sogar deutlich hinter dem ebenfalls mit einem Tegra 3 bestückten Nexus 7.

Sunspider JavaScript
Total
HTC Windows Phone 8x Windows Phone 8
893,6
927,4
1010,0
Samsung Galaxy S3 Android 4.0.4
1506,5
1709,3
1745,8
HTC One S Android 4.0.3
1829,9
LG P880 Optimus 4X HD Android 4.0.3
2249,7
Sony Xperia P Android 2.3.7
3151,7
0
640
1280
1920
2560
3200
Gemessen in Millisekunden. Je niedriger, desto schneller.