BenQ XL2410T

TFT-Monitore   |   Datum: 04.02.2011
Seite 1 2   Wertung

BenQ XL2410T im Test

120-Hz-TFT für 3D-Shooter im Test

Der BenQ XL2410T eignet sich dank 120 Hertz Bildwiederholfrequenz für Nvidias 3D Vision. Im Test gefällt uns der vielseitige TFT-Monitor aber vor allem in schnellen Shootern.

Von Florian Klein |

Datum: 04.02.2011


BenQ XL2410T : Der Benq XL2410T ist höhenverstellbar. Der Benq XL2410T ist höhenverstellbar. Äußerlich macht der BenQ XL2410T eine gute Figur. Uns gefallen die dezent mattschwarze Optik und der Verzicht auf glänzende und schmutzanfällige Klavierlack-Oberflächen, außerdem kann sich das Spielgeschehen so nicht nervig im Monitorrand spiegeln. Der Rahmen um das Display ist angenehm schmal; bis auf das zu auffällig geratene BenQ-Logo lenkt nichts vom Spielgeschehen ab. Ebenfalls ungewöhnlich für einen Spieler-TFT ist die Flexibilität: Neben der Schwenkbarkeit erlaubt der höhenverstellbare Fuß des XL2410T auch eine Positionierung des Bildschirmmittelpunktes auf Augenhöhe und vermeidet dadurch die stets etwas nach unten geneigte Kopfhaltung, wie Sie bei unverstellbaren TFTs die Regel ist. Ein in unseren Augen deutlicher Pluspunkt! Außerdem lässt sich das Display des BenQ XL2410T sogar um 90 Grad drehen (»Pivot-Funktion«), was allerdings nur beim Betrachten von langen Web-Seiten oder Office-Dokumenten hilft und für Spieler eher wenig Sinn hat. Meist dürfte das 23,6-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung (1920x1080 Pixel im 16:9-Format) auch so problemlos ausreichen.

Geräte schließen Sie entweder per VGA, DVI oder HDMI an. Dazu gibt’s einen Kopfhörerausgang, falls Sie den Ton von Filmen oder Spielen per HDMI zuspielen. Allerdings sollten Sie Ihren PC unbedingt mit dem DVI-Eingang verbinden. Denn nur per DVI (und mitgeliefertem Dual-Link-DVI-Kabel) klappt die 120-Hertz-Wiedergabe, also die Darstellung von 120 Bildern pro Sekunde. Der HDMI-Eingang ist auf die gewöhnlichen 60 Bilder pro Sekunde beschränkt. Das ändert sich erst mit HDMI 1.4, was der BenQ XL2410T aber nicht beherrscht.

BenQ XL2410T : Alle wichtigen Anschlüsse sind an Bord. Alle wichtigen Anschlüsse sind an Bord.

Spiele-Test

Zum Spielen mit Nvidias 3D Vision-Brille sollten Sie als erstes den Overdrive-Modus »AMA« des BenQ XL2410T anschalten, da der Monitor im 3D-Modus sonst teils etwas nachleuchtet. Mit Overdrive verschwindet das aber und die Darstellung gelingt dem XL2410T sehr sauber und stabil. Allerdings macht sich die niedrige maximale Helligkeit des TFTs von unseren Messungen nach nur 235 cd/m² besonders im 3D-Modus störend bemerkbar, da Shutter-Brillen wie Nvidias 3D Vision bauartbedingt sehr viel Licht schlucken und die Szenerie im 3D-Modus so sehr dunkel wird. In dieser Hinsicht überzeugt uns der XL2410T nicht, andere 120-Hertz-TFTs wie der Asus VG236HE oder der LG W2363D leuchten mit 359 beziehungsweise 377 cd/m² deutlich heller und eignen sich somit wesentlich besser für den 3D-Modus. Mit dem BenQ XL2410T sollte die Umgebung nur gering beleuchtet sein, bei Tageslicht wirken Spiele sonst zu dunkel. Das mag an der LED-Hintergrundbeleuchtung liegen, diese sorgt aber für den in unseren Messungen sehr geringen maximalen Verbrauch des XL2410T von nur 37 Watt. Zum Vergleich: der Asus VG236HE benötigt ganze 11 Watt mehr, leuchtet dafür allerdings wesentlich heller.

Aber 120-Hertz-TFTs haben auch handfeste Vorteile abseits der stereoskopischen 3D-Darstellung. Die hohe Bildwiederholfrequenz bemerken Sie nämlich auch bei traditionellen Spielen und sogar auf dem Windows-Desktop. Allerdings benötigt ihre Grafikkarte dafür genügend Leistung, um auch wirklich mehr als 60 fps zu schaffen.

BenQ XL2410T : Die Bildwiederholfrequenz stellen Sie im Grafikkarten-Treiber ein. Die Bildwiederholfrequenz stellen Sie im Grafikkarten-Treiber ein.

Wer den Effekt noch nicht gesehen hat, hält den Schritt von 60 auf 120 Bilder pro Sekunde häufig für irrelevant. In der Praxis nahm aber noch jeder Proband bei uns in der Redaktion den Unterschied wahr. Schnelle Bewegungen wirken mit 120 Bildern pro Sekunde merklich ruhiger und stabiler, am einfachsten sehen Sie das beim schnellen Verschieben von Fenstern auf dem Desktop oder beim Scrollen in langen Dokumenten oder Web-Seiten. Bei Spielen profitieren vor allem rasante Shooter merklich: Heftige Schwenks und Drehungen um die eigene Achse lassen sich einfacher verfolgen, und die Darstellung wirkt währenddessen detaillierter. Und genau darauf scheint BenQ mit dem XL2410T abzuzielen, denn der Monitor wurde in Zusammenarbeit mit zwei Counterstrike-Profis entwickelt. Unserer Meinung nach eignet er sich dafür auch sehr gut, denn er reagiert rasend schnell ohne Nachleuchten oder Verwischen. Auch wenn es paradox klingt, sollten Sie abseits des 3D-Modus aber die Overdrive-Funktion abschalten, da sonst Objekte im Spiel teils eine leichte Lichtkorona zeigen. Außerdem ist der XL 2410T auch ohne den Overdrive-Modus schnell genug, umn keinerlei störende Schlieren zu zeigen.

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deltachaos
#1 | 04. Feb 2011, 09:10
Ich habe den Monitor seid ca. ner Woche und bin echt super zufrieden in Shootern mehr als genial und angenehm smooth wie ich es von meinem alten 19" CRT gewohnt bin (100-120hz je nach Shooter).
Der 3D-Modus ist wirklich etwas dunkel wobei ich sagen muss das 3D eh erst richtig geil rüberkommt wenn der Raum dunkel ist. Wenn das der Fall ist kommt 3D richtig geil riesen Bildschirm und Hammer Effekte.
Klare Kaufempfehlung wenn man die Kohle über hat :)
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Avatar ElDefunes
ElDefunes
#2 | 04. Feb 2011, 14:50
Ziemlich teuer.
Soll auch des öfftern Pixelfehler haben.

Ich zahle nichtmehr soviel Geld.
Der Viewsonic Vx924 hat mich das damlas gelehrt.
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Avatar lecki
lecki
#3 | 04. Feb 2011, 17:20
naja benQ hat eh ausgeschissen seit der geschichte mit siemens und den handys, von daher mir wayne :D
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Avatar Fra993r
Fra993r
#4 | 04. Feb 2011, 20:01
350 Euro für eine Technik, die bereits alt ist? 3D mit Brille ist eine rießengroße Beta...
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Avatar RED-FROG
RED-FROG
#5 | 04. Feb 2011, 23:57
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar deltachaos
deltachaos
#6 | 05. Feb 2011, 13:02
Zitat von RED-FROG:
Ich hätte auch mal gerne einen 120Hz Monitor vor mir.
Dann könnte ich sofort sagen ob der Unterschiede bringt oder nicht. Gerade in InstaGib matches in UT/Quake geht es ja heiß her, die Bewegungen sind oftmals extrem schnell und bei einem 60Hz Monitor kann es schon sein das der nicht das wiedergibt was er soll. Dann ist es mit auch Kopfsache die Situation besser zu beherschen. (frames glätten aka zwischenframes werden vom Gehirn produziert)

Wer dann aber mal vor hat seinen desktop zu erweitern, muss glatt nochmal so tief in die Tasche greifen. hm o.o


ReD-FROG ich komme auch aus der alten Quake Schule hab 99 mit Q3 angefangen und das ist hier ohne Mist mein erster TFT. Bis jetzt QL nur über 19" CRT gezockt mit 120HZ der Unterschied ist wie Tag und Nacht alleine vom Bildaufbau.
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Avatar Nanite
Nanite
#7 | 05. Feb 2011, 18:24
Zitat von deltachaos:


ReD-FROG ich komme auch aus der alten Quake Schule hab 99 mit Q3 angefangen und das ist hier ohne Mist mein erster TFT. Bis jetzt QL nur über 19" CRT gezockt mit 120HZ der Unterschied ist wie Tag und Nacht alleine vom Bildaufbau.


Also das es einen massiven Unterschied zwischen dem Bildaufbau zwischen TFT und Röhre gibt ist sicherlich nicht zu bestreiten (Aufbau zeilenweise vs. alle Bildpunkte gleichzeitig).Aber ein Unterschied zwischen 60 und 120Hz im 2D-Modus zu sehen, ist doch eher Einbildung. Das menschliche Auge schafft von Natur aus nur 24fps (daher auch Kinofilme in 25fps) da man aber den Bildaufbau zwischen Monitor und der Wahrnehmung des Auges nicht synchronisieren kann ist man zu 60Hz als Standardfrequenz übergegangen. Daraus ergibt sich auch die von vielen als angenehm empfundene Reaktionszeit von 2ms (2x24fps=48 1sec/48=2ms). Im 3D machen die 120Hz natürlich Sinn, da dort 2 Bilder gleichzeitig aufgebaut werden müssen aber beide eine Widerholrate von 60Hz haben sollen.
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Avatar foramentor
foramentor
#8 | 06. Feb 2011, 22:27
Zitat von Nanite:

Aber ein Unterschied zwischen 60 und 120Hz im 2D-Modus zu sehen, ist doch eher Einbildung. Das menschliche Auge schafft von Natur aus nur 24fps (daher auch Kinofilme in 25fps) da man aber den Bildaufbau zwischen Monitor und der Wahrnehmung des Auges nicht synchronisieren kann ist man zu 60Hz als Standardfrequenz übergegangen.


Und eben hier sitzt ein ganz hartnäckiger Irrtum:
Im Kino werden jeweils 2 identische Bilder hintereinander gezeigt, was eben nicht 25 FPS sondern effektiv 50 FPS ergibt. Darum hält sich bei Profizockern ja auch die ebenso hartnäckige aber korrekte Meinung, mind. 40 FPS müssten bei einem Shooter für ein flüssiges Spielerlebnis schon sein. Bei der höheren Frequenz von 120 Hertz nimmt das Auge tatsächlich gesamthaft ein weicheres und ruhigeres Bild wahr, allerdings ohne die dahinführenden Einzelheiten zu bemerken. Das menschliche Auge ist sensibler als gemeinhin angenommen.
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Avatar deltachaos
deltachaos
#9 | 07. Feb 2011, 09:08
Zitat von Nanite:


Also das es einen massiven Unterschied zwischen dem Bildaufbau zwischen TFT und Röhre gibt ist sicherlich nicht zu bestreiten (Aufbau zeilenweise vs. alle Bildpunkte gleichzeitig).Aber ein Unterschied zwischen 60 und 120Hz im 2D-Modus zu sehen, ist doch eher Einbildung. Das menschliche Auge schafft von Natur aus nur 24fps (daher auch Kinofilme in 25fps) da man aber den Bildaufbau zwischen Monitor und der Wahrnehmung des Auges nicht synchronisieren kann ist man zu 60Hz als Standardfrequenz übergegangen. Daraus ergibt sich auch die von vielen als angenehm empfundene Reaktionszeit von 2ms (2x24fps=48 1sec/48=2ms). Im 3D machen die 120Hz natürlich Sinn, da dort 2 Bilder gleichzeitig aufgebaut werden müssen aber beide eine Widerholrate von 60Hz haben sollen.


Das glaubst auch nur du!! Früher wo ich in Q3 nicht immer 125 FPS hatte habe ich den Unterschied zwischen 125FPS und 90FPS gemerkt. Wenn man ein Game semi professionel zockt merkt man das erheblich.
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Avatar ralle_h
ralle_h
#10 | 10. Feb 2011, 15:33
Lol'd at Nanite.

An der Aussage merkt man sofort, dass der Gute noch nie an einem 120hz Monitor gespielt hat - sonst wüsste er es besser.

Oder aber deine Augen sind so schon so träge, dass Shooter für dich ohnehin nicht das richtige Genre sind (zumindest nicht auf höherem Niveau in Counter-Strike und/oder Quake) ;)
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