Electronic Arts : EAs COO Peter Moore EAs COO Peter Moore Schon in wenigen Jahren wird der Umsatz mit digital vertriebener Software den des herkömmlichen Einzelhandel-Modells übersteigen. Dies prognostiziert Peter Moore, Chief Operating Officer beim Software-Konzern Electronic Arts. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte Moore:

»Es wird der Tag kommen – sei es in einem bis zwei Jahren – an dem wir sagen: 'Wir machen jetzt mehr [Umsatz] im digitalen Vertrieb als mit dem Vertrieb via Datenträger.' und [dieser Tag] ist garantiert nicht mehr weit entfernt.«

Im aktuellen Geschäftsjahr habe der Publisher Electronic Arts 41 Social-, Mobil- und Free2Play-Spiele im Angebot. Moore kündigte außerdem an, dass Electronic Arts mehr dieser Titel später im Jahr vorstellen werde. Ein deutlicher Schritt hin zum Free2Play-Modell ist die kürzlich angekündigte F2P-Umstellung von EAs MMO-Flaggschiff Star Wars: The Old Republic.

»Die Investoren beginnen langsam, unsere Strategie zu verstehen und sehen das Licht am Ende des Tunnels. Sie sehen allmählich die Wachstumsraten in den Feldern, in die wir investiert haben. Die Industrie als Ganzes zieht wieder die Aufmerksamkeit [der Investoren] auf sich.«

Im vergangenen Fiskaljahr hat Electronic Arts 1,2 Milliarden US-Dollar Umsatz mit digitalen Inhalten gemacht. Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit 1,7 Mrd. Dollar Digitalumsatz gegenüber 2,6 Mrd. Dollar im Retail-Geschäft. Allein im ersten Geschäftsquartal (April-Juni 2012) sei der Digitalumsatz netto um 55% gegenüber dem Vorjahr gewachsen - der Gesamtumsatz sank leicht.

Voll auf digitale Inhalte will Electronic Arts aber nicht umsteigen. Nicht, solange die Kunden das nicht wollen, so Moore:

»Wir werden Datenträger nie aufgeben. So lange die Kunden etwas auf einer Disk kaufen wollen, werden wir dies anbieten.«