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Diebstahl im Onlinespiel Metin2 - Bochumer Polizei ermittelt

Ist das Entwenden von einem Himmelstränenband, Phönixschuhen, einem Siamesenmesser und sieben Millionen Yang eine Straftat? Dieser Frage geht derzeit die Bochumer Polizei nach. Wie Der Spiegel auf seiner Webseite unter Berufung auf eine Pressemitteilung der Polizei berichtet, hat ein 45 Jahre alter Spieler Ende Januar 2009 den Diebstahl angezeigt.

Von Rene Heuser |

Datum: 30.01.2009; 13:03 Uhr


Diebstahl im Onlinespiel Metin2 : Metin2 Metin2 Ist das Entwenden von einem Himmelstränenband, Phönixschuhen, einem Siamesenmesser und sieben Millionen Yang eine Straftat? Dieser Frage geht derzeit die Bochumer Polizei nach. Wie Der Spiegel auf seiner Webseite unter Berufung auf eine Pressemitteilung der Polizei berichtet, hat ein 45 Jahre alter Spieler Ende Januar 2009 den Diebstahl angezeigt.

Nach seiner Darstellung hat er im Online-Rollenspiel Metin2 vom Betreiber GameForge im Verlauf von mehr als zwei Jahren über 1.000 Euro bezahlt, um sich seinen Spielcharakter mit der entsprechenden Ausrüstung und Spielgeld zu erschaffen. Am 27. Januar gegen 15:00 stellte der Spieler dann fest, »dass sein Spielcharakter plötzlich bar aller Ausrüstungsgegenstände ist«. Dass die Polizei die Anzeige überhaupt annahm, lag wohl auch daran, dass der Geprellte bei der Wache Bochum Linden auf eine »offenkundig zock-affine« (so der Spiegel) junge Polizisten stieß. Die erste zu klärende Frage sei laut einem Specher der Polizei nun, ob dem Avatar die Ausrüstungsgegenstände durch einen Hacker oder durch eine Fehlfunktion des Spiels abhanden kamen.

Die Erfolgsaussichten der Anzeige sind indes gering. Wie Der Spiegel berichtet, handele sich bei der Mittelung der Polizei wohl eher um einen kleinen PR-Gag, um zu zeigen, dass die Polizei auch im Cyberspace ermittle. Die Beamten hätten bereits bei GameForge nachgefragt und die verweisen bisher nur auf ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Diese schließen eine Haftung für virtuelle Schäden durch technische Probleme aus. Ob die Server des Unternehmens gehackt wurden, ist noch nicht geklärt.

Zudem gibt es ein rechtliches Problem: Selbst wenn die Gegenstände und das virtuelle Geld gestohlen wurden, kann der Täter nicht wegen Diebstahl nach Paragraph 242 Abs. 1 StGB belangt werden. Dieser definiert einen Diebstahl als Entwendung einer fremden beweglichen Sache. Möglicherweise könnte aber, so die Bochumer Polizei, ein Vergehen nach §303a StGB wegen Datenausspähung und -veränderung vorliegen.

Der Fall bedeutet zumindest für die deutschen Ermittler Neuland. In anderen Ländern, allen voran Südkorea, wo Onlinespiele schon zum gesellschaftlichen Alltag gehören, wurden bereits in den vergangenen Jahren Prozesse gegen virtuellen Diebstahl geführt. In Japan wurde 2005 ein chinesischer Täter wegen eines Raubzuges im Online-Rollenspiel Lineage 2 verhaftet, schreibt Der Spiegel. Einen Prozess gab es nicht, auch nicht bei einer Klage von Second-Life-Usern 2007 in den USA. Dort gab es aber zumindest einen außergerichtlichen Vergleich und der Täter kam nicht ganz unbeschadet davon.

In den Niederlanden verurteilte im vergangenen Jahr ein Gericht (wir berichteten) zwei minderjährige Täter zu Sozialstunden. Sie hatten einen anderen Jungen zur Übergabe von virtuellen Gegenständen genötigt. Auch hier nutzte die Staatsanwaltschaft den Umweg über die Nötigung, da es in den Niederlanden bisher ebenfalls keinen Tatbestand des virtuellen Diebstahls gibt. Eine Initiative der EU-Organisation European Network and Information Security Agency (Enisa) forderte erst unlängst, dass es virtuelle Eigentumsrechte in der EU besser geschützt werden müssen. In ihrem Bericht »Virtual worlds, real money« weisen sie darauf hin, dass das ungelöste Problem zunehmend Schäden verursacht.

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Avatar soulshaker
soulshaker
#1 | 30. Jan 2009, 13:58
und ich dachte, wow wäre hässliches mmo ^^
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Avatar klangfinger
klangfinger
#2 | 30. Jan 2009, 14:20
hmm...also so Ausrüstung ist eigentlich scho bewegliches Zeugs...kann die mithilfe der Maus nach oben, unten, links, rechts manchmal sogar mehr bewegen. :P
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Avatar demMaddin
demMaddin
#3 | 30. Jan 2009, 14:50
und wieso zählt softwarediebstahl als diebstahl? ok is jetzt nicht so ganz vergleichbar, aber sind im grunde auch kein bewegliches gut, also auch nur bits und bytes ...
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Avatar Schmoggel
Schmoggel
#4 | 30. Jan 2009, 14:59
Toto und Harry werden 'dat scho' richten!
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Avatar dp83
dp83
#5 | 30. Jan 2009, 17:34
Alles was Zeit und Aufwand bedeutet und geklaut wird ist Diebstahl. Auch wenn das für andere Sinnlos erscheint...
Für mich ist Gartenpflege, Autotuning usw. auch Unfug - dennoch wäre ich ein Dieb wenn ich den Kram klaue.

Wäre richtig das so durchzuziehen wie im echten Leben. Diese kaputten Gedanken jemanden soviel Zeit zu kosten gehören definitiv ausgetrieben.
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Avatar ObiKenobi
ObiKenobi
#6 | 30. Jan 2009, 22:30
...wie kann man soviel geld in ein Spiel Investieren?
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Avatar Raspa
Raspa
#7 | 30. Jan 2009, 23:05
Zitat von ObiKenobi:
...wie kann man soviel geld in ein Spiel Investieren?


Wie kann man nur mehrmals 30-50 EUR oder mehr für ein Spiel ausgeben?
Im Grunde ist es das selbe,ob ich mir nun jedes Monat das neuste und Interessanteste Game auf den Markt Kaufe,oder nur ein MMO Spiele das im laufe des Jahres auf die selben kosten oder mehr kommt.

Back to Topic:

Dieser Spieler hat sich diese Items ingame über Zeit erfarmt oder sogar selbst dafür Geld ausgegeben. Daher ist es sein ''Eigentum'' ob real oder virtuell ist dabei irrelevant.

Fakt ist,die ''Räuber'' waren sich dessen Bewusst das sie jemandem etwas entnehmen ohne dessen Einwilligung,daher ist es gerecht ein Raub.
Die Frage ist nur wie man diese Menschen bestraft.

Lg Raspa
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Avatar level1
level1
#8 | 31. Jan 2009, 06:00
Hehe.. Wenn das so weitergeht, muß man wohl damit rechnen, das man demnächst im realen Kittchen landet, wenn man als Charakter einen "Dieb" wählt und irgendwen im Spiel ausraubt.. Oder noch besser.. In "Runes of Magic" kann man beim PvP ja den erledigten Spieler "looten", wobei zufällig etwas aus seinem Inventar "bereitgestellt" wird..
Ich sehe schon die Anzeige "Hinterhältiger Virtueller Überfall mit virtuellem Raub"... Und dann dauerts auch nicht mehr lange und es gibt dafür eine Extra-Ausgabe der BILD-Zeitung, die sich täglich mit den Geschehnissen in der Online-Welt auseinandersetzt und mit Blut retouchierte Bilder zum Besten gibt ... :D
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Avatar AgEnTcY
AgEnTcY
#9 | 31. Jan 2009, 06:02
Zitat von Raspa:
Zitat von ObiKenobi:
...wie kann man soviel geld in ein Spiel Investieren?


Die Frage ist nur wie man diese Menschen bestraft.

Lg Raspa


wie man sie bestraft...

hmm

ich wär für 20 Peitschenschläge :D
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Avatar scalelll
scalelll
#10 | 31. Jan 2009, 08:58
Tolle Werbekampanie. Kam gestern sogar im Nacht Journal.
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