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Spieleverbote - Empfehlungen aus Baden-Württemberg

Nach Winnenden plädiert eine Expertenkommission für ein strengeres Jugenschutzrecht.

Von Christian Merkel |

Datum: 01.10.2009; 08:38 Uhr


Spieleverbote : Baden Württemberg Baden Württemberg Die baden-württembergische Landesregierung möchte Konsequenzen aus dem Amoklauf von Winnenden im März ziehen. Dazu hatte die Regierung eine Expertenkommission eingesetzt, die jetzt ihren Abschlussbericht vorgelegt hat. Entstanden ist eine 85 Seiten lange Wunschliste, die unter anderem bessere Alarmmöglichkeiten in Schulen und Präventionsmaßnahmen wie mehr Psychologen in Schulen umfasst. Der Ministerpräsident Oettinger lässt das Papier jetzt auswerten und bis zum November einen konkreten Haushaltsplan ausarbeiten. Man ahnt es, die Umsetzung der meisten Vorschläge kostet Geld, das das Land sicher nicht aufbringen möchte. Allerdings enthält der Expertenbericht auch Vorschläge, die man als Gesetzesvorlagen im Bundesrat mit viel Getöse aber ohne viel Aufwand unterbringen kann. Zu den üblichen Verdächtigen gehören dabei Vorschläge für einen strengeren Jugendschutz im Zusammenhang mit Computerspielen.

So stellt der Bericht fest: »Die Schwere der Verletzungen war erheblich von der Verwendung durchschlagkräftiger Waffen bestimmt. Amoktäter verfügten zum Teil über enorme Treffsicherheit durch Einübung mit scharfen Waffen oder bestimmten Computerspielen.« Weiter ist zu lesen: »Zurückliegende Amoktaten weisen deutliche Parallelen bei der zeitintensiven Beschäftigung der Täter mit gewaltverherrlichenden Computerspielen auf, die im Einzelfall als digitales Schießtraining genutzt werden können. In der Regel handelt es sich um sog. Ego-Shooter (z. B. Counterstrike)«

Die Expertenkommission fordert deswegen, »den Bund aufzufordern, das Verbot von gewaltverherrlichenden Darstellungen, v. a. bei Computerspielen (off- und online), durch Änderung des Strafgesetzbuches im Rahmen der verfassungsrechtlichen Schranken auszudehnen.« Weiterhin solle geprüft werden, ob die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien BPjM mehr Einfluss auf das Prüfungsverfahren der USK bekommen solle und ob nachträgliche Indizierungen gekennzeichneter Spiele möglich werden sollen. Der Expertenkreis identifiziert auch das Internet als Verbreitungsmöglichkeit von Spielen und möchte deswegen die Alterskennzeichnung von reinen Onlinespielen einführen, die nicht per Trägermedium vertrieben werden. Eine verstärkte Zusammenarbeit in der EU solle zudem eine Harmonisierung des Jugendschutzrechts bringen.

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Avatar Singler
Singler
#1 | 01. Okt 2009, 08:47
Ich liebe solch aussagekräftige Artikel... cool ;)
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Avatar jAguAr
jAguAr
#2 | 01. Okt 2009, 08:56
Weltklasse Artikel :lol:
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Avatar Felix820
Felix820
#3 | 01. Okt 2009, 09:30
Ich sage zu dem Thema nichts, nur dass man am PC nicht das Schießen mit einer echten Waffe üben kann
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Avatar frostbound
frostbound
#4 | 01. Okt 2009, 09:32
Zitat von Felix820:
Ich sage zu dem Thema nichts, nur dass man am PC nicht das Schießen mit einer echten Waffe üben kann

Wär ja auch zu einfach... Würd ich, bei meinem Shooter-Gebrauch, am Schützenstand wohl nicht regelmässig über die Scheibe feuern, hehe!
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Avatar XKL1
XKL1
#5 | 01. Okt 2009, 09:33
Schusstraining oder Schussgenauigkeitstraining durch Counterstrike und Co?

Also man sieht schon, der IQ von dieser "Expertenkommission" ist so hoch wie ein umgeknickter Grashalm.

Das wär ja so als wenn ich behaupten würde, die Need for Speed Underground Spieler sind die besseren Autofahrer, wegen ihrer jahrelangen Erfahrung *ugly*

Keine Ahnung von Realismus diese Würstchen!
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Avatar Needfriends
Needfriends
#6 | 01. Okt 2009, 09:34
Hoffe einfach mal auf "eine verstärkte Zusammenarbeit in der EU". Da Deutschland eines der stärksten Jugendschutzgesetze hinsichtlich (neuer) Medien hat, würde sich Deutschland hoffentlich mal ein Beispiel an Frankreich nehmen, wo gute Spiele bzw. Spieleentwickler auch noch gefördert werden.
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Avatar JasonMiller
JasonMiller
#7 | 01. Okt 2009, 09:35
Eine verstärkte Zusammenarbeit in der EU solle zudem eine Harmonisierung des Jugendschutzrechts bringen.

Juchuh, weg mit der USK, her mit PEGI!
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Avatar mecenas77
mecenas77
#8 | 01. Okt 2009, 09:36
Wenn ich es mir so überlege, dann könnte ich bei einer Spezialeinheit ein Profi-Scharfschütze werden, denn.........mit der Maus schießen kann ich ganz gut(???) ;-) ....Idioten!
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Avatar RainerD
RainerD
#9 | 01. Okt 2009, 09:38
Mal ganz ehrlich, wenn ich WII-Sport-Resort-Stockkampf spiele, übe ich eher, wie ich jemanden verprügel als mit Counterstrike... soviel dazu....

aber die wahlen sind rum und schon kriechen die ganzen selbsternannten Experten aus Ihren Löchern...
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Avatar Lustiger Lurch
Lustiger Lurch
#10 | 01. Okt 2009, 09:38
Ich hätte lieber mal ein Werbungsverbot auf GameStar. Auf jeder Seite poppt was auf, gehen Videos mit Ton an.
Geht man eine Seite zurück (wenn das mal möglich ist) geht wieder Werbung auf.
Man, das ist sowas von nervig !!!
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