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Filmkritik zu Ralph reichts

Pixeliger Videospiele-Geburtstag

Computerspiele-Verfilmungen waren gestern. Jetzt werden Spiele selber zum Ort des Geschehens. In Disneys Animations-Abenteuer Ralph reichts kämpft ein 8-Bit-Bösewicht nicht nur mit seiner Midlife-Crisis, sondern auch mit dem Drehbuch.

Von Christian Merkel |

Datum: 05.12.2012


Disney hat bereits gute Erfahrungen mit Filmen gemacht, deren Handlung in Computern und Spielhallen stattfinden: Die beiden Tron-Filme verfrachteten 1982 und 2010 Programmierer in die Welt der PC-Netzwerke. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 400 Millionen US-Dollar konnte Tron: Legacy durchaus als Erfolg verbucht werden. Doch sprach Legacy mit stylisher Optik und minimalistischer Handlung eher Erwachsene an. Jetzt dürfen sich auch Kinder über einen Animationsspaß in einem ähnlichen Setting freuen: Ralph reichts.

Spiele aus dem Film
Übrigens: Wer die drei Spiele aus Ralph reichts selber zocken möchte, wird auf der offiziellen Website zum Film fündig. Das Flash-Retrospiel Fix-it Jr., in dem Ralph sein Unwesen treibt, macht sogar richtig Spaß. Sugar Rush und Hero's Duty haben mit der Unity Engine ein ordentliches Grafikgerüst bekommen, das die beiden Kostenlos-Titel gut aussehen lässt.
» Zu den Spielen

Abgehandelt

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So weit, so normal: Doch die fiktive Spielhalle in Ralph reichts ist kein gewöhnlicher Ort. Die Helden der Arcade-Titel können aus ihren Automaten ausbrechen, wenn in der Nacht keiner mit ihnen spielt. Sie treffen sich in der Zwischenwelt eines Stromverteilers, um sich vom harten Alltag zu entspannen. Randale-Ralph könnte ein wenig Entspannung gebrauchen, denn zum 30. Geburtstag seines Spiels hat er die Nase gestrichen voll: Er will nicht mehr der einsame Bösewicht sein, der nachts auf einer Schutthalde leben muss, während die Helden des Spiels nach jedem Sieg feiern und Felix Jr. zudem noch Medaillen einstreicht.

Ralph reichts
Sugar Rush ist ein Kartrennspiel im Stil von Mario Kart.

Selbsthilfegruppen mit Bösewichten aus anderen Spielen helfen nicht. Doch das Schicksal meint es gut mit Ralph. Er erfährt, dass er im modernen Ego-Shooter Hero’s Duty ohne Probleme eine Medaille abstauben kann. Gesagt, getan: Doch die überstürzte Flucht aus der Starship-Troopers-Welt von Hero’s Duty endet nicht in der Freiheit, sondern im kunterbunten Mario-Kart -Verschnitt Sugar Rush. Zu allem Unglück klaut dort Vanellope - eigentlich eine der Rennfahrerinnen, aber wegen eines Programmierfehlers verbannt - Ralphs Medaille.

Abgefahren

Darauf hätte man auch schon früher kommen können: Helden springen aus ihren Computerspielen, um in anderen Titeln Abenteuer zu erleben. Damit das Spaß macht und genug Konfliktpotenzial aufkommt, schnappt sich Ralph reichts drei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: ein 8-Bit-Retrospiel im Stil von Donkey Kong, einen modernen Egoshooter und einen überzuckerten Kart-Racer. So treffen einfach gestrickte Retrofiguren auf eine moderne Kampfamazone mit überdramatischer Hintergrundgeschichte inmitten eines kunterbunten Kart-Spielplatzes.

Ralph reichts : Es ist gut, ein Bösewicht zu sein: Die anonymen Bad-Guys treffen sich in einer Selbsthilfegruppe. Es ist gut, ein Bösewicht zu sein: Die anonymen Bad-Guys treffen sich in einer Selbsthilfegruppe. Gut für den Zuschauer: Ein Großteil der Dialoge geizt nicht mit bissigen Anspielungen, in denen sich Helden gegenseitig durch den Kakao ziehen. Außerdem spart der Film nicht mit Detailreichtum. Man merkt an jeder Ecke der Figuren, dass die Designer Ahnung von der Spielegeschichte haben. Am Rande tauchen sogar echte Spielfiguren auf: unter anderem Q*bert , Paperboy , Sonic , Pac-Man -Geist Clyde und - sehr lustig - Ryu aus der Street-Fighter-Serie. Von Nintendo sieht man nur Bowser im Original. Aber an den fiktiven Figuren merkt man, dass größtenteils Mario und Co. Pate gestanden haben.

Wo Licht ist, gibt es normalerweise auch ein paar dunkle Ecken. Davon hat der Film rein optisch gesehen relativ wenige: Strahlend helle Bonbon-Farben überwiegen auf den bewegten Bildern so stark, dass man im Kino gerne den Sättigungsregler des Projektors runterregeln will. Wer farbenblind ist oder auch sonst kein Problem mit übertriebener Niedlichkeit hat, wird sich aber spätestens an der Handlung stoßen.

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ProDuReX
#1 | 05. Dez 2012, 16:27
Das Fazit ist schon ein bisschen dürftig. Ein paar Sätze mehr hätten sicher niemandem geschadet.
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Avatar Maftiosi
Maftiosi
#2 | 05. Dez 2012, 16:36
Muss ich den Film im O-Ton gucken? Die Stimme der kleinen geht auf deutsch ja mal garnicht. Die hat doch absolut nichts kindliches mehr. Da steckt ja mehr Bart Simpson drin als alles andere.
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Avatar lionxx
lionxx
#3 | 05. Dez 2012, 16:40
Ist von Pixar, wird geguckt. Aber eher auf DVD, im Kino ziehen die mir zu sehr das Geld aus der Tasche...^^
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Avatar Mike H.
Mike H.
#4 | 05. Dez 2012, 17:17
Zitat von lionxx:
Ist von Pixar, wird geguckt. Aber eher auf DVD, im Kino ziehen die mir zu sehr das Geld aus der Tasche...^^

Ist eben NICHT von Pixar, hat aber die Qualität von Pixar! :-)
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Avatar thrawnjan
thrawnjan
#5 | 05. Dez 2012, 17:31
"Ist von Pixar, wird geguckt..."

Aaaw nun hat es Disney doch noch geschafft. Sind schon Experten in Sachen Marketing.
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Avatar Kuomo
Kuomo
#6 | 05. Dez 2012, 18:21
Schaut euch besser das "Kopfkino" von GameOne dazu an, das vermittelt einen sehr guten Eindruck aus Gamer-Sicht.
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Avatar Lefaz
Lefaz
#7 | 05. Dez 2012, 18:30
Zitat von thrawnjan:
"Ist von Pixar, wird geguckt..."

Aaaw nun hat es Disney doch noch geschafft. Sind schon Experten in Sachen Marketing.


Pixar gehört zu Disney
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Avatar The_Shrink
The_Shrink
#8 | 05. Dez 2012, 18:53
Zitat von Maftiosi:
Muss ich den Film im O-Ton gucken? Die Stimme der kleinen geht auf deutsch ja mal garnicht. ...


Solltest du schon. Im Original ists die Stimme von Sarah Silverman
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Avatar winfo_student
winfo_student
#9 | 05. Dez 2012, 19:38
Montag in der Sneak gesehen. Habe mich zunächst total drüber gefreut da der Trailer echt witzig war. Leider flacht der Film nach den ersten 30 Minuten extrem ab. Die anfänglichen Seitenhiebe auf Spiele-Klassiker verschwinden nahezu vollständig und es verkommt alles zu einem quietschbunten Disney-Standard-Kinderfilm. Gelegentliche Witzchen konnten die sich einschleichende Langeweile auch nicht mehr abwenden.

Für den Sneakpreis OK aber nicht als Vollpreiskinofilm.
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Avatar blue_monkey
blue_monkey
#10 | 05. Dez 2012, 21:04
Mir gefällt das Figuren-Design dieser Filme in den letzten 10 Jahren überhaupt nicht mehr(Shrek, Monster AG, Ice Age, Madagaskar usw.) Mir wärs lieber das ginge wieder Richtung der älteren Disney-Filme aber naja..^^
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