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Report: Das Ende der Konsolen | Seite 2

DirectX-Erfinder prophezeit den Untergang

Die Ära der Grafik ist vorbei

Das Ende der Konsolen : Frühere Konsolengenerationen definierten sich durch wegweisende Grafik, hier etwa Shenmue (Dreamcast). Frühere Konsolengenerationen definierten sich durch wegweisende Grafik, hier etwa Shenmue (Dreamcast). Die Lebensfähigkeit des Konsolenmarkts hängt von mehreren wichtigen Faktoren ab. Erstens: Jede Konsolengeneration steht im Wettbewerb mit anderen Spieleplattformen und muss sich durch die Qualität und Vielfalt ihrer Inhalte bewähren.

Neue Konsolen setzen dazu traditionell auf fortschrittliche Grafik. Sprunghafte Entwicklungen bei der 3D-Grafik sind das Kennzeichen der modernen Spiele-Ära. Der Übergang von einer Konsolengeneration zur nächsten erfolgt dann, wenn die Grafik der Vorgängerkonsole veraltet ist. Daraus folgt: Sobald sich eine Nachfolgekonsole nicht mehr durch grafische Fortschritte abheben kann, wird es diese Nachfolgekonsole nicht geben.

Das ist genau die Situation, die der Markt erreicht hat. Herausragende 3D-Grafik ist zu einer erschwinglichen Ware geworden. Die Ankunft von Direct3D auf dem PC hat einen Multimilliarden-Dollar-Markt für 3D-Hardware geschaffen, auf dem der Erfolg von Firmen wie ATI und Nvidia basiert. 3D-Grafikchips sind allgegenwärtig und günstig, und diesen Markt hat Microsoft absichtlich aus der Wiege gehoben. »Indem Microsoft Low-level-Treiber definiert, die ein breites Sortiment von Hardware-Beschleunigern unterstützen und eine High-Level- Programmierschnittstelle darauf aufsetzt, erhält Microsoft enormen Einfluss auf die Richtung, die unabhängige Hardware-Hersteller bei ihren neuen Produkten einschlagen.

Das Ende der Konsolen : Grafikqualität wie diese erreicht Microsofts Xbox 360 bei Halo 3 nur in vorgerenderten Szenen. Grafikqualität wie diese erreicht Microsofts Xbox 360 bei Halo 3 nur in vorgerenderten Szenen. Indem wir den Herstellern diktieren, welche Innovationen vom Betriebssystem unterstützt werden, welche Microsofts Weltbild entsprechen, welche sich verkaufen werden und welche nicht, bündeln wir den natürlichen Drang der Hersteller, sich voneinander abzusetzen, auf einem linearen, von uns definierten Weg. Wir zwingen Wettbewerber wie Apple dazu, mit unseren hochentwickelten Treibermodellen mitzuhalten, um am von uns neu geschaffenen Hardwaremarkt teilzuhaben.

Wir geben Software-Herstellern Low-level-Zugang zu den Funktionen, die sie brauchen, behalten dabei aber die Kontrolle und knüpfen das Bedürfnis nach ›Echtzeit‹-Anwendungen an Windows.«

(Quelle: »Taking Fun Seriously II«, Strategiepapier von
Microsoft zur Entwicklung von Direct3D)

Es ist für Konsolenhersteller wie Sony oder Nintendo mittlerweile unmöglich geworden, einen günstigeren, schnelleren 3D-Chip herzustellen als die, die der freie Markt hervorbringt. Microsoft und Nintendo haben dieses Problem erkannt und für ihre aktuellen Konsolen Grafikkomponenten von der Stange gewählt, in der Hoffnung, sich stattdessen durch Online-Funktionalität (Xbox 360) bzw. durch ein neues Eingabegerät (Wii) von der Konkurrenz abzuheben. Sony hat Milliarden in eine hauseigene 3D-Lösung investiert, ohne dadurch den geringsten Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Erst mit Verspätung ging den Sony-Verantwortlichen auf, dass sie diesmal nicht mit Grafik punkten würden können, und sie setzten stattdessen auf die Blu-Ray-Unterstützung als Alleinstellungsmerkmal. Kurz gesagt: Die Ära, in der sich Konsolen allein durch ihre Grafikleistung voneinander unterscheiden, ist zu Ende.

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Avatar Jaques LeCock-Grande
Jaques LeCock-Grande
#1 | 28. Jan 2009, 14:27
es vergeht kein zeit an dem nicht irgendeiner das ende von irgendeiner technik bzw. generation prophezeit. ist irgendeines eingetreten? nein!
Avatar gr!ZLee
gr!ZLee
#2 | 28. Jan 2009, 14:28
Naja, fällt mir aktuell eher schwer den Untergang der Konsolen vorzustellen. Klar ein PC ist viel leistungsstärker als 360 & Co, aber bei Preisleistung sind se besser. Ausserdem ruinieren Entwickler durch dürftige Konsolenportierungen und unverschämte Kopierschutzmechanismen selbst den PC-Spiele-Markt. Trotz allem hoff mer mal das Beste für den guten alten Heim PC.
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Avatar Sonic
Sonic
#3 | 28. Jan 2009, 14:43
toller informativer artikel. danke gs :)
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Avatar Silaster
Silaster
#4 | 28. Jan 2009, 14:44
Zitat von Jaques LeCock-Grande:
es vergeht kein zeit an dem nicht irgendeiner das ende von irgendeiner technik bzw. generation prophezeit. ist irgendeines eingetreten? nein!


Alex St. John ist ein überaus kluger Mann. Ich würde nicht einfach seine Aussagen pauschalisieren und als 08/15 Bemerkung abtun. Oder weißt du mehr als wir? St. John hat Ahnung von der Materie und zwar mehr als du und ich zusammen.
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Avatar Maverick2005
Maverick2005
#5 | 28. Jan 2009, 14:44
Zitat von gr!ZLee:
Naja, fällt mir aktuell eher schwer den Untergang der Konsolen vorzustellen. Klar ein PC ist viel leistungsstärker als 360 & Co, aber bei Preisleistung sind se besser. Ausserdem ruinieren Entwickler durch dürftige Konsolenportierungen und unverschämte Kopierschutzmechanismen selbst den PC-Spiele-Markt. Trotz allem hoff mer mal das Beste für den guten alten Heim PC.


Ob die Konsolen in naher Zukunft ihren Untergang erleben sei erstmal dahingestellt, jedoch möchte ich ergänzen, dass viele Multiplattform Spieleentwickler feststellen, dass die Verkaufszahlen für Konsolen um ein vielfaches höher ist, als die für den PC. Dies hat u.a. herausstechende Gründe: Raubkopien, Inkompatibilitäten zu den diversen PCs und Konfigurationen, die meist auch noch zu langsam für aktuelle Spiele sind (und somit die Unsicherheit der Käufer, ob das Spiel auf ihrem PC laufen wird).
Ich persönlich bin kein großer Fan von Konsolen, jedoch glaube ich, dass es aufgrund der Einfachkeit des Erwerbs der Konsole und der Spiele (mit einer Garantie, dass diese darauf auch laufen) für viele Menschen ein sehr attraktives Segment ist und bleibt.
Bleibt nur abzuwarten, in welche Richtung und vor allem wie schnell sich in Zukunft aktuelle PC Technologie in den Wohnzimmern zu Hause ansiedelt.
Trends vorhersagen ist sowieso immer schwierig ;-)
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Avatar Skipan
Skipan
#6 | 28. Jan 2009, 14:50
@gr!ZLee
xbox360 vllt schon aber bei der ps3 kriegst du schon beim gleichen preis spieletauglichere pcs.
Immerhin ist eine 100€ teue 9800gt in der lage spiele wie call of duty ; world in conflict ; bioshock ; jerichp usw auf 1080p mit +30fps darzustellen

dieser artikel ist zwar logisch begründet aber allein die tatsache das es gelegenheitspieler gibt die einfach nur ein einziges system kaufen wollen das sich dann 5 jahre hält wird dafür sorgen das die konsolen warscheinlich nicht austerben werden.

wenn man sich aber die verluste der konsolenhersteller anschaut (ps3 hat ja vor kurzem durch senkung der herstellungskosten erst angefangen gewinn beim kauf pro konsole zu machen) und dann noch die günstigeren pc spiele berücksichtigt stehen spieler und entwickler finanziell immer noch besser mit dem pc da.
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Avatar Faber
Faber
#7 | 28. Jan 2009, 14:50
hab immer schon konsolen gemieden:)
Absoluter PC FAN <-------!!!!!!!!!!!!!!
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Avatar Adelaide
Adelaide
#8 | 28. Jan 2009, 14:56
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Saul-Meyers
Saul-Meyers
#9 | 28. Jan 2009, 14:56
Alles was da als positiv angesehen wird, missfällt mir total. Ich habe noch nie ein Spiel per Downloadvertrieb gekauft und will das auch gar nicht. Ich möchte immer eine Verpackung samt DVD dazu. Ansonsten hätte ich das Gefühl, als würde ich eine Raubkopie nutzen, obwohl ich dafür bezahlt hätte. Der Unterschied ist gleich null. Außerdem hab ich keine Lust, dann für jedes Spiel irgendwelche Abos abzuschließen. Mir gefällt die Entwicklung überhaupt nicht und ich sehe die Zukunft mit grauen :(
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Avatar Meeresgeist
Meeresgeist
#10 | 28. Jan 2009, 14:57
Er bezieht sich in diesem Artikel sehr oft auf das Spiel WoW und wie erfolgreich es doch ist nur vergisst er dabei, Das WoW das EINZIGE bisher so erfolgreiche MMO mit Abogebühren ist. Die gesammte Konkurenz scheitert, hällt sich mehr schlecht als recht oder bietet die Server für lau an (Egoshooter,B-Net,ect...). Battleforge ist ein Spiel was in sein Schema passt (Pay 4 Cards,alles online und somit alles regestriert). Ob es sich durchsetzen wird bleibt abzuwarten und solange diese Art der spiele sich nicht regelmäßig durchsetzt, sprich profitabel wird, kann der viel vom Ende irgendetwas erzählen. Viel eher wird der PC vermehrt schlechte Umsetzungen oder erst garnicht veröffentlichte Titel erleben, wenn die "Bezahl regelmäßig fürs spielen" Spiele scheitern.
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