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Report: Was Frauen wollen

Frauen und Spielen

Jeder dritte Spieler ist inzwischen weiblich, Tendenz: steigend. Mit der neuen Zielgruppe verändert sich langsam auch die Spielewelt. Viele der alten Vorurteile über spielende Frauen haben ihre Geltung längst verloren.

Von Harald Fränkel |

Datum: 20.10.2009


Frauen haben längst nicht mehr nur ein Faible für Schuhe oder konspirative Versammlungen auf der Toilette. Nein, sie shoppen heutzutage gern auch mal in Spieleläden und treffen sich regelmäßig im Netz. Manche sogar vorzugsweise zwischen die Augen – wenn sie bei Ego-Shootern die vermeintliche Männerdomäne aufmischen.

Was Frauen wollen :

Frauenquote: 33%

Wollen Frauen und Mädchen nur knuffige Wuselwesen, pinkfarbene Handhelds, 56 Teile von Pferd und Pony: Lass uns reiten oder für Doppel-X-Chromosomenträger zurechtgeföhnte Wii-Minispiele? Die Antwort ist ein klares Nein. Natürlich stehen Titel wie Gehirn-Jogging, Nintendogs, Die Sims 3, World of Warcraft oder das Angebot für Nintendos Familien- und Fuchtelkonsole hoch im Kurs. Fakt ist aber auch: Der Anteil der Frauen an der Spielerschaft wächst quer durch alle Genres und Systeme. Laut Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) waren 2008 bereits 33 Prozent aller Spieler weiblich. In den Jahren zuvor lag die Quote bei 29 beziehungsweise 32 Prozent. Lediglich und ausgerechnet beim PC gab es zuletzt einen kleinen Rückgang um zwei Prozent zu vermelden. Im Bereich Handhelds haben die Damen überholt: Auf 100 »Taschenspieler« kommen schon heute 57 Frauen und Mädchen. 2007 waren es noch 49. Die Spielemesse Games Convention hat schon 2008 bewiesen – Frauen zeigen wachsendes Interesse. Das beobachtete auch Susann »BloodyMary« Hartmann. Die 24-jährige Leiterin des Call of Duty 4-Clans »v3nus-DeluXX« lebt in Leipzig und erinnert sich: »Man konnte unter den Besuchern nahezu genauso viele Frauen wie Männer sehen.« Allerdings fürchtet sie, dass die Entwicklung stagniert. Schuld daran sei auch der schlechte Ruf der Branche, unter anderem wegen der Diskussion über sogenannte »Killerspiele«.

Vergiss Die Sims

Was Frauen wollen : Anne Volkwardt liebt vor allem Actionspiele: »Die Wii ist für mich der größte Schwachsinn überhaupt.« Anne Volkwardt liebt vor allem Actionspiele: »Die Wii ist für mich der größte Schwachsinn überhaupt.« Dabei gibt es mittlerweile etliche Frauen, die sich explizit für Action-Titel interessieren, wie nicht nur die GameStar-Redakteurin Petra Schmitz beweist. Auf Plattformen wie Zockerweibchen. Da tummeln sich unzählige Mädels, die sich auf spielerischer Ebene nicht mehr von den Herren unterscheiden. Michaela »Redsonja« Winter etwa, die Leiterin des [IrOn]-Clans, der bereits seit acht Jahren besteht. Wie fast alle Damen – darauf deuten Studien hin – kam auch sie durch einen Mann zum Spiel. In ihrem Fall war es der Freund, manchmal ist es der Bruder. »Auch bei uns Frauen gibt es Sammler und Jäger«, sagt Michaela und drückt damit aus, dass weibliche Spieler nicht zwingend Friede-Freude-Eierkuchen-Kost bevorzugen, sondern viele auch der Baller-Fraktion angehören. »Die Sims ist ein typisches Frauending. Mir ist es zu langweilig, da fühlt man sich wie ein kleines Mädchen, das mit Barbies spielt«, meint Melanie »dangerlady« Schomaker (28) aus Hornburg nahe Hamburg, eine zweifache Mutter. Sehr wichtig ist weiblichen Spielern soziale Interaktion: »Man trifft sich im Voice Chat, erzählt, lästert und quatscht wie am Telefon, was die meisten Frauen ja lieben«, bringt es die Gründerin des Counterstrike Source-Clans »Dangerous Girls« lachend auf den Punkt.

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Avatar Senior_Cartmenez
Senior_Cartmenez
#1 | 20. Okt 2009, 18:10
Was Männer wollen:

Mehr Ärsche wie den im Titelbild
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Avatar Ghordar
Ghordar
#2 | 20. Okt 2009, 18:15
Schade nur das die meisten Frauen nicht Spielen können, konnt ich schon in einigen Spielen beobachten weils sie halt grad die regel oder nen fight mit freund haben. Zu Emotional, schade eigentlich denn im TS mag ich die weiber, nur in spielen nich :)

LG
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Avatar Immortalblade
Immortalblade
#3 | 20. Okt 2009, 18:17
Was Frauen auch wollen:

Keine Gehirnpinzen die Frauen auf Arsch, Titten und Möse reduzieren.
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Avatar Spendox
Spendox
#4 | 20. Okt 2009, 18:19
Ich kann mir denken, dass der Artikel aufzeigen soll, dass Spiele und Spiele-Communities geschlechtsunabhängig funktionieren können/sollen. Zumindest lese ich das daraus, dass immer mehr Frauen die vermeintliche Männerdomäne "erobern".

Allerdings reproduziert der Artikel eben jene Verhältnisse an manchen Stellen, die ja eigentlich aufgebrochen zu werden scheinen. Es ist von typischen Männer- und Frauenspielen die Rede und Attribute wie "natürlich" bei der Verbindung von Wii-Spielen und Frauen, bestärken das noch weiter.

Wo ist das Problem einfach jeden Spieler als Menschen zu akzeptieren. Unabhängig davon ob er als Mann oder Frau deklariert ist? Aber nein, weiterhin werden "Die Sims" als Frauen- und Ego-Shooter als Männerspiel dargestellt. Und so werden die typischen Rollenbilder weiter produziert. Schade eigentlich.
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Avatar Senior_Cartmenez
Senior_Cartmenez
#5 | 20. Okt 2009, 18:26
Zitat von Immortalblade:
Was Frauen auch wollen:

Keine Gehirnpinzen die Frauen auf Arsch, Titten und Möse reduzieren.


erfahrungsgemäß wollen die meisten zwar gerade das (ohne es jemals offen zugeben zu können), aber erfahrungsgemäßg lohnt es sich auch sich auf die minderheit zu konzentrieren, die das wie Du schon sagtest nicht will
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Avatar SethSteiner
SethSteiner
#6 | 20. Okt 2009, 18:31
Mich würde ja mal interessieren was es so an Diplomarbeiten gibt und ob es auch Bücher zu dem Thema gibt. Ich schreibe genau über das Thema momentan meine Facharbeit aber auch einfach so find ich das ziemlich interessant.

Ich selbst vertrete die Meinung, dass es ganz im Grunde garkeine Unterschiede gibt. Spieler sind Spieler, Frauen sind nur noch immer, ebenso wie einige Männer, von den angelernten Klischees gekennzeichnet. Das diese aber immer mehr aufweichen, kann man ja an der zunehmenden Anzahl von Spielerinnen sehen die auch typische Männerspiele zocken. Ich denke in 20 bis 50 Jahren gibt es garkeine Unterschiede mehr. Peinlich finde ich allerdings diese Frauen-Only Clans.
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Avatar HaraldFraenkel
HaraldFraenkel
#7 | 20. Okt 2009, 18:33
Zitat von Spendox:
Ich kann mir denken, dass der Artikel aufzeigen soll, dass Spiele und Spiele-Communities geschlechtsunabhängig funktionieren können/sollen. Zumindest lese ich das daraus, dass immer mehr Frauen die vermeintliche Männerdomäne "erobern".

Allerdings reproduziert der Artikel eben jene Verhältnisse an manchen Stellen, die ja eigentlich aufgebrochen zu werden scheinen. Es ist von typischen Männer- und Frauenspielen die Rede und Attribute wie "natürlich" bei der Verbindung von Wii-Spielen und Frauen, bestärken das noch weiter.

Wo ist das Problem einfach jeden Spieler als Menschen zu akzeptieren. Unabhängig davon ob er als Mann oder Frau deklariert ist? Aber nein, weiterhin werden "Die Sims" als Frauen- und Ego-Shooter als Männerspiel dargestellt. Und so werden die typischen Rollenbilder weiter produziert. Schade eigentlich.


Hallo,
danke für deine Meinung. Ich sehe das so: Ja, es geht darum, dass Frauen eine "Männerdomäne" erobern. Dennoch ist es so, dass Frauen bestimmte Spiele häufiger kaufen. Ist halt Fakt. Ich sehe Frauen durchaus als Menschen.

Wenn ich jetzt einen Artikel schreiben würde, der besagt, dass Strategiespiele/Adventures mehr von Abiturienten gekauft werden, während Hauptschüler lieber ballern, und das wäre Fakt? Ich weiß nicht, ob es so ist, nur mal angenommen. Klar kann man da nun wieder bösen Willen meinerseits reininterpretieren (Hauptschüler = doof), es ist aber nicht so. Ich spiele übrigens lieber Ballerspiele. ;)

Frage: Bist du Mann oder Frau?
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Avatar Lars-G90
Lars-G90
#8 | 20. Okt 2009, 18:37
Ich kann beim MP zocken irgendwie nie so offen reden, wenn eine Frau dabei ist. Wenn wir "Männer" unter uns sind, gehts leichter finde ich^^
Trotzdem wünsche ich mir mehr Frauen, mit denen man(n) über Games und Co reden kann.
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Avatar Bratkeks
Bratkeks
#9 | 20. Okt 2009, 18:46
Sind die Feministinnen in die Online-Redaktion eingekehrt oder warum seh ich plötzlich 3 Frauen (/Mädchen) bezogene News an nur einem Nachmittag? o.O xD

Ich finde solche Artikel meist etwas scheinheilig...als wollte man den Männer erklären, warum jetzt mehr Frauen zocken. Und weil es ja hier gerade um "gewalttätige" Spiele geht, muss man unbedingt sagen, dass plötzlilch mehr Frauen spielen, da es ja gerade diesem Vorurteil "Frau = friedliebend" wiederspricht. Egal was dann im Artikel steht hört sich das (mMn) immer nur nach "Rechtfertigung der Emanzipation" an und geht letztendlich gegen die intention des Ganzen...
Spielen ist ne Frage des Geschmacks, nicht des Geschlechts; dabei soll mans doch bitte belassen und nicht immer wieder die gleiche Geschlechtertrennung "anprangern"!
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Avatar SethSteiner
SethSteiner
#10 | 20. Okt 2009, 18:54
@Bratkeks
Ist eigentlich nur die Online-Bringung des Artikels in der Zeitschrift Gamestar. Ansonsten fand ich den Artikel eigentlich noch recht positiv, eben weil man da auch Frauen sieht die halt eben einfach nicht Sims oder Wii spielen (auch wenn ich die Aussage sie wäre Schwachsinn unreif und blöde ist). Sonst lese ich nur von Zahlen und Sims, was unglaublich einseitig und falsch ist.

Aber du hast schon recht, es ist eine Frage des Geschmacks und der ist Individuell und nicht Geschlechtsspezifisch.
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