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Special: Drakensang: Am Fluss der Zeit

Diskussion zur Regeltreue: Leser vs. Entwickler

Wie regeltreu ist Drakensang? Wie ernst nehmen die Entwickler die Vorgaben des Pen & Paper-Rollenspiels und welche Freiheiten erlauben sie sich? Wir haben einen spannenden Leserbrief zur Regeldiskussion erhalten. Was Radon Labs auf die Kritik entgegnet, lesen Sie in diesem Artikel.

Von Christian Schmidt |

Datum: 28.03.2009


In der aktuellen Ausgabe von GameStar, die seit Mittwoch (25. März) am Kiosk ist, enthüllen wir exklusiv Drakensang: Am Fluss der Zeit, den Nachfolger zum erfolgreichsten deutschen Rollenspiel des letzten Jahres. Und schon entbrennt die erste Kontroverse: In einem Leserbrief kritisiert der GameStar-Leser Sebastian Vosloh die mangelnde Regeltreue von Drakensang, das auf dem Rollenspiel-System Das Schwarze Auge basiert.

Wir haben den Drakensang-Projektleiter um eine Stellungnahme gebeten. Die aufschlussreiche Debatte lesen Sie hier. Natürlich können Sie mitdiskutieren: Nutzen Sie dabei bitte Kommentierfunktion am Ende des Artikels.

Der Leserbrief, von Sebastian Vosloh:

Drakensang: Am Fluss der Zeit : Verschiedene Editionen der Das Schwarze Auge-Regelbücher (von 1984 bis heute) Verschiedene Editionen der Das Schwarze Auge-Regelbücher (von 1984 bis heute) »Hallo, liebes GameStar-Team!

In eurem Bericht über Drakensang: Am Fluss der Zeit nahm ich besonders interessiert die Liste der Kritikpunkte am ersten Teil zur Kenntnis. Dabei vermisste ich sofort meinen persönlichen Hauptgrund, Drakensang im Händlerregal verstauben zu lassen, der unverständlicherweise bisher nicht einmal in Ansätzen zur Sprache gekommen ist: Die in Wahrheit kaum existente Umsetzung des lizenzierten Rollenspielsystems!

Stattdessen die Ankündigung, man wolle der 4. Edition des Regelwerks treu bleiben. Wie das, frage ich mich? Die grundlegendste Neuerung eben dieser Regeledition war die Einführung eines modularen Charaktergenerierungssystems, bei dem sich das Alter Ego aus Rasse, Kultur, Profession(en), Vor- und Nachteilen sowie Sonderfertigkeiten individuell zusammenbasteln lässt. Davon findet sich in Drakensang keine Spur, stattdessen wird man mit vorgefertigten Archetypen abgespeist, deren Ähnlichkeiten mit ihren papiernen Vorbildern überdies rein zufällig sind.

Beispiele gefällig? Der als Meisterhandwerker gehandelte Sappeur ist im Original eine Variante der Grundprofession »Soldat« und erhält eigentlich keine nennenswerte Boni auf handwerkliche Talente. Dafür gibt es aber sehr wohl die Profession des Hügelzwergischen Bastlers, von dem dieser Archetyp offenbar inspiriert ist, warum also hat man den dann nicht einfach verwendet?

Noch offensichtlicher der Metamagier: Nicht genug, dass dieser von seinen Zaubern her eigentlich besser »Totenbeschwörer« heißen müsste, in der Liste der in Drakensang implementierten Zauber taucht obendrein nur ein einziger metamagischer Spruch auf.

Von insgesamt über 200 Sonderfertigkeiten schafften es schließlich nicht einmal 40 ins Spiel, wovon sogar nur 25 wenigstens dem Namen nach der Vorlage entsprechen. Deren Wirkungsweise gleicht allerdings nur in wenigen Fällen zumindest ansatzweise dem Originalsystem, an das die (Kampf)Regeln in Drakensang ohnehin nur höchst rudimentär erinnern. Vor- und Nachteile sind sogar komplett der Schere zum Opfer gefallen.

Drakensang: Am Fluss der Zeit : Der Charakterbildschirm aus Das Schwarze Auge: Drakensang. Der Charakterbildschirm aus Das Schwarze Auge: Drakensang. Tatsächliche Umsetzungen des Regelsystems von DSA kann man also mit der Lupe suchen. Und wie es aussieht, wird sich daran auch beim Nachfolger nichts ändern. Dabei hoffe ich etwa bei den angekündigten Mirakeln wenigstens auf einen bloßen Zitierfehler, denn was in der Preview unter diesem Namen erwähnt wird, sind Lithurgien. Mirakel hingegen sind kurzfristige »Talent-Buffs«. Leider traue ich es den Designern aufgrund der bisherigen Erfahrung durchaus zu, den Namen des einen Spielelements unbefangen für ein anderes zu verwenden, das zu allem Überfluss im Original nicht einmal existieren muss.

Ich gebe zu, das mag kleinlich und trotzig wirken, und ich bin mir auch durchaus der Tatsache bewusst, dass es bei der Umsetzung eines P&P-Systems in einem Computerspiel Anpassungen und Kürzungen geben muss (gerade bei einem eher sperrigen System, wie es DSA nun einmal ist). Trotzdem wage ich die Behauptung, dass Spiele wie Baldur's Gate oder Neverwinter Nights nicht einmal die Konzeptionsphase überdauert hätten, wenn sich Bioware als Lizenznehmer getraut hätte, Wizards of the Coast einen derart verstümmelten Rumpf ihres D&D-Regelwerks zu präsentieren.

Tut mir leid, Radon Labs, aber die Simulation eines W20-Wurfs lasse ich schlichtweg nicht als »Regelumsetzung« durchgehen, auch und gerade nicht beim zweiten Anlauf.«

Auf der zweiten Seite lesen Sie, wie Radon Labs auf diesen Brief geantwortet hat.

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Avatar Darkan*
Darkan*
#1 | 28. Mrz 2009, 12:16
Das Video is nice. Und auch Drakensang war ein lustiges Spielchen, auch wenn ich es ab und an ein wenig gewöhnungsbedürftig fand, wenn man noch die alten DSA Spiele kennt. Es ist schade, wenn einige eingefleischte Fans die Regeln über den Spielspaß stellen. Gebt euch nen Ruck und testets einfach mal, ohne an die Regeln zu denken.
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Avatar HawkS73
HawkS73
#2 | 28. Mrz 2009, 12:54
Hm irgendwie erinnert mich diese Diskussion an eine andere… welche nur?

Ah ja.. Star Trek und warum es einen Neuanfang braucht.

In seinen 40 Jahren hat Star Trek eine schier unüberblickbare Geschichte aufgebaut. Das fängt bei Kirks „ No, I was Born in Iowa, I only work in outer space!” an, geht über das Gründungs Jahr der Föderation und hört bei den „Heißenberg Kompensatoren“ des Materietransporters auf.

Diese Menge an (fiktiven) Fakten machte es mit jeder Neu-Inkarnation von Star Trek schwerer diesem internen „canon“ gerecht zu werden.

Die Folge war, dass sich Fakten mehr und mehr widersprachen und sich spätere Serien bei der Lösung von Problemen oft auf den so genannten „Techno Babble“ verließen, wo man dann mit einer umkehr der Polarisation des Warpfeldes eine statische Warpblase öffnet um die Instabilität des Subraumfeldes, welche das Antizeit Kontinuum von unserem trennt, zu stabilisieren.

Wo der Fan wissend lächelnd diesen Dialogen folgt, da er genau weis wo von da gerade die rede ist, guckt der „normale „ Zuschauer völliger verwirrt drein und versteht, berechtigterweise, nur Bahnhof!!!

Und genau dieser Umstand ist es, der es Star Trek, in seiner aktuellen Form (also pre JJ Abrams Star Trek) so schwer macht neue Fans für sich zu gewinnen.

Star Trek ist für Außenstehende ein Geek Fest!


Beim lesen des Leserbriefes zu DSA bestätigt sich das genau so auch zu DSA.
Als nicht DSA Spieler versteh ich nämlich auch nur Bahnhof, kann aber einerseits verstehen warum Fan eine Regeltreuer möchte, aber eben auch warum die Hersteller des Spiels, sich nur lose daran orientieren und das Regelwerk unter das erzählen der Geschichte und die Lebendigkeit der Welt in der sie stattfindet stellen.

Um nicht nur einen Nische anzusprechen, sonder neue Interessierte zu gewinnen, MUSS man Ballast abwerfen und mit alten Regeln brechen oder neu schreiben.

Das sag ich als Star Trek Fan, der lange damit haderte, dass JJ Abrams ein so ganz anderes Star Trek macht. Das fängt beim Recast der Schauspieler an und endet bei der (IMO nicht wirklich gut gelungenen) Neu-Interpretation der USS Enterprise.

Aber so lange ich dann beim betrachten des Films sagen kann“ Ja das ist James Kirk, auch wenn er anders aussieht“ und auch sonst die Welt wieder erkenne, die ich seit 25 Jahren mitverfolge, dann hat JJ es doch richtig gemacht. Da kann ich auch Neu-Interpretationen verschmerzen, wenn sie denn dabei helfen können, dass ein neues Publikum angesprochen wird. Denn als „Geek Fest“ kann Star Trek nicht überleben.

Genau so sollten es evtl auch die „Techno Babble“ DSA Fans mit Drakensang sehen: solange die Welt und Atmosphäre stimmt und man die Figuren wieder erkennt, ist alles im Lot.
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Avatar realCHAOS
realCHAOS
#3 | 28. Mrz 2009, 13:05
Ich mochte und mag den ersten Drakensang, aber so ein Werbeblabla in dem Antwortbrief hätte man auch anders Formulieren können in einem Satz, "Wir haben die Geschichte und die Welt von DSA umgesetzt, aber nicht die Regeln und das Kampfsystem." Aber das ist wohl heutzutage nichtmehr drin ohne Blabla einfach ne Antwort zu geben.
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Avatar OnlyToast
OnlyToast
#4 | 28. Mrz 2009, 13:06
Um es mit Gygax zu sagen: Was wir den Spielleitern niemals erzählen sollten, ist, dass sie eigentlich gar keine Regeln brauchen. ^_^
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Avatar Dante Hicks
Dante Hicks
#5 | 28. Mrz 2009, 14:56
was soll diese Diskussion oder der Leserbrief überhaupt. Spiele seit mehr als 6 Jahren DSA und habe auch noch 2 und 3 gespielt. Finde das Drakensang eine sehr stimmige Story erzählt und immer wenn ich dachte "das geht jetzt aber ein wenig zu weit" kam bald darauf die Auflösung und ich dachte mir "gut gelöst".

Natürlich haben dann Leute die das Abenteuer "Erben des Zorns" kennen einen Vorteil (hatte viel Mitleid mit dem Drachen, den man töten muss).

Ich gebe auch offen zu ein Nerd zu sein, aber das Spiel finde ich gut und spiele es grad wiedermal durch und dann so einen Brief von einem Overmeganerd zu lesen regt mich einfach nur auf, denn wer sich so wehement auf Regeln stützt hat das Spielprinzip doch überhaupt nicht verstanden.

Bei DSA geht es wesentlich mehr um die Geschichte als um die korrekte Umsetzung des Regelsystems, dann hätten die Charaktere nämlich auch bei dem Kampf gegen einen verwundeten Drachen ziemlich blöd ausgesehen.

Ich nehme die Entwickler beim Wort, dass sie sich beim nächsten Teil mehr an die Regeln halten werden, aber solange mir das Spiel spaß macht heul ich nicht rum wegen den paar Einschränkungen.

Wems nicht passt, der soll bei Pen&paper bleiben aber nicht das Internet vollflamen um sich wichtig zu machen.
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Avatar aideron
aideron
#6 | 28. Mrz 2009, 15:20
Ich spiele selbst seit einigen Jahren DSA als Pen & Paper Rollenspiel. Natürlich bleibt es in unserer Runde nicht aus, dass es auch mal Regeldiskussionen gibt, gerade weil wir uns mit dem Spielleiten auch abwechseln kommt es natürlich vor, dass jeder Spielleiter die Regeln anders sieht. Ich persönlich würde z.B. wenn ich leite gern das Wundensystem über Bord werfen, finde schon die Distanzklassen zu zäh und Spielflusshemmend während der nächste Spielleiter am liebsten noch mehr optionale Regeln einbauen würde. Recht machen kann man es da eh keinem denke ich. Zumal bei uns die Spieler viel mehr Wert auf eine stimmungsvolle Geschichte mit viel Raum zum ROLLENSPIEL legen als auf eine punktgenaue Verwaltung der ganzen Heldenstatistiken.

Ich als DSA-Spieler fand Drakensang richtig gut. Natürlich hat man gesehen, dass bestimmte Dinge aus Budget-Gründen geändert wurden. So würde eine komplette Charaktergenerierung nach DSA4 nur Sinn machen, wenn wirklich alle Vor- und Nachteile, Sonderfertigkeiten und Talente auch auswählbar wären. Und das wäre vom Balancing gerade bei einem PC-Spiel sehr sehr schwer umsetzbar. Genauso war ich froh, dass sich die Lebens- und Astralpunkte so schnell regenerierten. Wenn ich beim P&P so viele Kämpfe wie in einem PC-Spiel einbauen würde, würde das keine Heldengruppe wirklich lange überleben. Also muß ich das alles Computerspiel-tauglicher machen. Gerade deshalb finde ich es auch gut, dass man bei Drakensang alles ein wenig vereinfacht hat. Ob das mit den Archetypen jetzt 100% richtig war, ist eine andere Sache. Man könnte sicher auch eine vereinfachte Charaktererstellung von der Pike auf einbauen und das würde sicher auch gut funktionieren (indem man z.B. bestimmte Werte als "gesetzt" betrachtet und eine bestimmte Anzahl an Generierungspunkten bekommt, die man dann auf eine bestimmte Anzahl an Talenten, Vor- und Nachteilen etc. verteilen kann. Sicher wäre es auch recht gut, wenn z.B. bestimmte Randgruppen-Charaktere diese auch in Dialogen öfter zu spüren bekommen. Indem eine Zaori z.B. gar nicht erst in bestimmte Stadtteile reingelassen wird bzw. argwöhnisch betrachtet wird. Aber im Großen und Ganzen war Drakensang doch ein tolles Spiel.

Ich finde, die DSAler sollten da einfach zwischen P&P und Computer-RPG differenzieren und sich freuen, dass zu Ihrem Spielsystem ein so hochwertiges Produkt wie Drakensang erschienen ist.

Das Konzept zum Nachfolger (mit dem Schiff den Fluß entlangfahren, immer wieder neue Questen, es Spielt deutlich vor Drakensang) find ich richtig klasse und ich freu mich auf ein Spiel, was die Mängel des Vorgängers konsequent vermeidet und hoffentlich von der Story, Grafik und Spieltiefe an Drakensang anknüpft. Nur so ein Kampflastiges Finale muß ich nicht nochmal haben, das hätte ich gern anders gehabt. Und ich würde es sehr begrüßen, wenn man das Aussehen seines Helden mehr beeinflussen kann, das konnte ja sogar ein Action-Game wie Saint's Row 2 besser!
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Avatar Agent.Smith
Agent.Smith
#7 | 28. Mrz 2009, 15:26
Als wenns nichts wichtigeres gäbe.
Drakensang hat an anderen Stellen viel stärkere Mängel als an der Regel(un)treue.

Da wären die "Taktik"kämpfe, die in wahrheit absolut untaktisch sind. In denen sogar manche Gegner bescheißen und grundsätzlich auf die am schwächsten gepanzerten Gegner gehen, selbst wenn diese 200m entfernt am anderen Ende des Tunnels stehen und nichtmal piep gesagt haben geschweige denn eine agressive Aktion ausgeführt haben. (z.B. die Ratten unter der Brauerei)


Da wären die völlig langweiligen und gesichtslosen Partycharaktere. Die versprühen den Charme von Schaufensterpuppen.


Und last but not least wäre da die banale und zum einpennen langweilige Story. Urg. Jeder Trivialfantasyroman aus der Bahnhofsbuchhandlung ist spannender als die Story von Drakensang.
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Avatar Warwick
Warwick
#8 | 28. Mrz 2009, 17:07
Zitat von Agent_Smith:
Als wenns nichts wichtigeres gäbe.
Drakensang hat an anderen Stellen viel stärkere Mängel als an der Regel(un)treue.

Da wären die "Taktik"kämpfe, die in wahrheit absolut untaktisch sind. In denen sogar manche Gegner bescheißen und grundsätzlich auf die am schwächsten gepanzerten Gegner gehen, selbst wenn diese 200m entfernt am anderen Ende des Tunnels stehen und nichtmal piep gesagt haben geschweige denn eine agressive Aktion ausgeführt haben. (z.B. die Ratten unter der Brauerei)


Da wären die völlig langweiligen und gesichtslosen Partycharaktere. Die versprühen den Charme von Schaufensterpuppen.


Und last but not least wäre da die banale und zum einpennen langweilige Story. Urg. Jeder Trivialfantasyroman aus der Bahnhofsbuchhandlung ist spannender als die Story von Drakensang.


So siehts aus.

Trotzdem mag ich Drakensang sehr gerne und würde es immer noch als rundum "gut" bezeichnen - ich glaube auch, das Radon Labs durchaus das Potential hat, diese Punkte zu korrigieren.

Es gibt aber sogar einen Punkt, wo das Regelwerk dem PC-Spiel im Weg steht: nämlich bei der Charaktergesinnung und dem Dialog-System - alle Helden in Aventurien sind "gut". Andere Spiele gaukeln mir wenigstens vor, dass ich wirklich freie Entscheidungen treffen kann - Drakensang tut das nicht. Ein PC-Rollenspiel ist nunmal gerade in Sachen Dialogen begrenzter als jedes P&P-Spiel, desshalb kann ein Gesinnungssystem diesen Bereich im PC-Spiel attraktiver machen.

Zu 97% kann ich bei einem Dialog eh immer nur eine Antwort auswählen - da frage ich mich, warum ich überhaupt erst auf die Antwort klicken muss. Dazu kommt noch, dass die Antworten immer zu glatt, zu nett und zu schmalzig sind. Das wiederrum verursacht Identifikationsprobleme. Selbst wenn ich bei KoTOR oder Mass Effect einen "guten" Charakter spiele - wenn ich Bock hab, kann ich trotzdem einfach mal ein fieses ********* sein und bekomme von den Gruppenmitgliedern Reaktionen darauf. Soetwas fehlt mir in Drakensang.

Von mir aus kann Radon Labs sich noch weiter vom Regelsystem trennen und ein tolles Gesinnungssystem einbauen. Die Die-Hard-DSA-Regelwerkfans werden dann vermutlich noch lauter fluchen, aber dem Spiel würde das richtig gut tun.
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Avatar Dan
Dan
#9 | 28. Mrz 2009, 18:20
Ich finde Bernd Beyreuthers Antwort überzeugend. Mir hat Drakensang - als jemandem, der einige Jahre Dsa gespielt hat - ausgezeichnet gefallen.
Vg,
D
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Avatar Schotte
Schotte
#10 | 28. Mrz 2009, 19:17
Letztlich erschafft sich jede P&P-Runde ihr "eigenes Aventurien" auf einer gewissen Basis, das wird in den Regelbüchern auch immer wieder explizit so angesprochen. Drakensang ist eben eine Version davon und B.Bayreuther ist der Spielleiter, sehe ich aus so. Trotzdem kann ich einzelne Kritikpunkte nachvollziehen. Mir war Drakensang insgesamt zu kampflastig, vorallem zu wenig taktische forderne Kämpfe, stattdessen ziemlich viel "weggeholze", insgesamt aber ein tolles Spiel!

PS: Es ist etwas missverständlich wenn immer wieder behauptet wird man könne in Aventurien ja "nur gut" sein. Es macht keinen Sinn mordend und brandschatzend durch die Gegend zu ziehen, aber innerhalb eines Abenteuers, und der Charaktergestaltung bieten sich viele Möglichkeiten die im Graubereich sind oder sogar ins Schwarze hineingehen. Mann kann auch mit Lug und Betrug eine am Ende "gute" Lösung erzielen. Da könnte Drakensang auch etwas mehr Variabilität bieten.
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