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Special: Firmenpleiten 2009

Insolvenzen und Schließungen

2009 war auch in der Spielebranche das Jahr der Firmenpleiten. Wir beleuchten die fünf wichtigsten Insolvenzen und Schließungen.

Von Stefan Dworschak |

Datum: 03.01.2010


Firmenpleiten 2009 : Ascaron

Mit Ascaron schließt dieses Jahr eines der ältesten und erfolgreichsten deutschen Entwicklerstudios. Nicht zum ersten Mal: Bereits 2001 hatte Ascaron Insolvenz angemeldet, rettete sich dann aber in eine neue Gesellschaft. 2009 erwischt es sie wieder, diesmal endgültig. Schuld sind schlechtes Management und eine Kostenexplosion für Sacred 2. Um die ohnehin bereits um Jahre verzögerte Fertigstellung zu beschleunigen, wird das Entwickler-Team von 20 auf schließlich 60 Mitarbeiter aufgestockt. Letztendlich können jedoch auch international 400.000 verkaufte Exemplare die Entwicklungskosten nicht wieder einspielen, was nicht zuletzt an der aufwändigen Konsolenumsetzung liegt, in die das Unternehmen große Hoffnung setzt, die sich aber nicht erfüllen. Die Rechte an der Sacred-Reihe sichert sich Deep Silver, Kalypso Media lässt derzeit von ehemaligen Ascaron-Mitarbeitern im Studio Gaming Minds den dritten Patrizier-Titel entwickeln.

» Report zur Schließung von Ascaron lesen

Pandemic

Firmenpleiten 2009 : Die Macher von Battlezone 2 und Star Wars: Battlefront verabschieden sich dieses Jahr mit dem gelungenen Actionspiel Saboteur aus dem Software-Geschäft, 200 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle. Pandemic gehört seit 2007 zu Electronic Arts, und die Mutterfirma hat beschlossen, das Studio zu schließen. Als Gründe gibt der EA-Chef John Riccitiello vor allem die hohen Kosten des Firmenstandorts in Kalifornien an. Darüber hinaus passe Pandemic nicht in die zukünftige Ausrichtung von EA. Tatsächlich liegen die Kosten eines Entwicklerstudios in Kalifornien deutlich höher als etwa in England oder Osteuropa, die Stadt Montreal bietet Entwicklern sogar finanzielle Vergünstigungen an. Insider berichten zudem von ineffizientem Management und damit hohen Entwicklungskosten bei Pandemic. Andererseits scheint sich Electronic Arts mit der Übernahme 2007 auch verkalkuliert zu haben. Das Unternehmen zahlte für Pandemic und Dragon Age-Entwickler Bioware, ebenfalls unter Riccitiellos Ägide, insgesamt circa 800 Millionen Dollar, im Branchenvergleich eine ungeheure Summe. Der Kauf der Bioshock-Macher Irrational Games kostet den Publisher Take 2 gerade einmal elf Millionen.

» Meldung zur Schließung von Pandemic lesen

Grin

Firmenpleiten 2009 : Auch bei der Insolvenz des schwedischen Entwicklers Grin, der sich unter anderem für die PC-Fassung von Ghost Recon: Advanced Warfighter verantwortlich zeichnet, spielt das Management eine Rolle. Das in Stockholm beheimatete Studio hatte sich mit Außenstellen in Barcelona und Göteborg offenbar überhoben; der Versuch, das Unternehmen durch groß angelegte Entlassungen und die Schließung ganzer Zweigstellen zu retten, scheitert. Von mangelnder Produktivität können die Schwierigkeiten nicht herrühren, denn allein 2009 veröffentlicht das Studio drei Vollpreistitel. Terminator: Die Erlösung, das Spiel zum Film, fällt bei der Presse durch, Wanted: Weapons of Fate und Bionic Commando schneiden deutlich besser ab, erreichen jedoch ebenfalls keine Höchstwertungen. Die Verkäufe bleiben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ein letztes, nicht näher bekanntes Projekt, das Grin retten sollte, wird zurückgezogen, die ausstehenden Zahlungsverpflichtungen brechen dem Unternehmen das Genick.

» Meldung zur Schließung von Grin lesen

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Avatar hawk2206
hawk2206
#1 | 03. Jan 2010, 11:59
Wo ist denn die zweite Seite?

Edit: Ahh, da ist sie ja! :)
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Avatar »Dragoon«
»Dragoon«
#2 | 03. Jan 2010, 12:10
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Tanatas
Tanatas
#3 | 03. Jan 2010, 12:12
Grüße

Das EA´s Kauffokus damals ausschließlich auf BioWare lag dürfte niemanden verwundern, Pandemic gab´s nur mit BioWare zusammen und wäre vermutlich sonst garnicht gekauft worden, Kapitalistischer-Kollateralschaden...

Was mich aber bei der GS immer wundert ist das das herausragendste Pandemic-Spiel ständig unterschlagen wird.
Also Star Wars-Döns ist ja nett, aber das haben schon x-Studios fabriziert und alleine der Titel verkauft sich.
Aber ich bringe Pandemic mit "Full Spectrum Warrior" in verbindung, vermutlich nicht nur ich.... ;)

Bis dahin
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Avatar Premium Sycko
Premium Sycko
#4 | 03. Jan 2010, 12:22
Zitat von hawk2206:
Wo ist denn die zweite Seite?

Da! http://www.gamestar.de/specials/spiele/2311389 /firmenpleiten_p2.html#comments
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Avatar Simon24
Simon24
#5 | 03. Jan 2010, 12:28
Ehrlich gesagt hatteich von Grin noch nie etwas gehört...
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Avatar SebastianDiehl
SebastianDiehl
#6 | 03. Jan 2010, 13:07
Schade um Ascaron. Anstoss 3 hab ich geliebt.

Und der Rest war für mich eh nie gut. Die entwickelten Spiele waren alle schlecht für mich. Vor allem Midway war immer eine Enttäuschung.
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Avatar Miniami
Miniami
#7 | 03. Jan 2010, 13:23
Anscheinend leiden viele Entwickler unter massiven Missmanagement. Mit Codes können sie umgehen, nicht mit Geld.

Mich wundert es allerdings das EA vor ein paar Jahren munter einen Entwickler nach den andern gekauft hat und keiner denen Einhalt geboten hat. Müsste da nicht so etwas wie das Kartellrecht greifen? Ist es nicht gefährlich das ein einziger Konzern ohne weiteres Studios schließen kann um Kosten zu decken, die durch die eigene Inkompetenz entstanden sind?
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Avatar Stephan R.
Stephan R.
#8 | 03. Jan 2010, 13:25
Zu Ascaron / Sacred hab ich mal eine Frage. Haben die das Add On von Sacred 2 nur zum Spaß fertig gemacht oder bekommt man das doch irgendwie zum kaufen?

Hab meine Bestellung für das schon seit November bei Amazon.uk abgegeben und bekomm jedesmal eine Email das es Probleme mit den Lieferanten gibt und es später erwartet wird. Gibts hoffnung das ich das jemals in den Händen halten kann?
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Avatar The_DaVe
The_DaVe
#9 | 03. Jan 2010, 13:50
Zitat von Stephan R.:
Zu Ascaron / Sacred hab ich mal eine Frage. Haben die das Add On von Sacred 2 nur zum Spaß fertig gemacht oder bekommt man das doch irgendwie zum kaufen?

Hab meine Bestellung für das schon seit November bei Amazon.uk abgegeben und bekomm jedesmal eine Email das es Probleme mit den Lieferanten gibt und es später erwartet wird. Gibts hoffnung das ich das jemals in den Händen halten kann?

Also ich weiß nicht ob sie lügen, aber auf Amazon.de behaupten sie immernoch sie hätten es auf Lager. Und ansonsten kannst du es immernoch bei Gamesload herunterladen.
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Avatar pti4ka
pti4ka
#10 | 03. Jan 2010, 14:14
Schade um die Firmen ....

Ehrlich gesagt mit Midway und Playstation bin ich aufgewachsen, am Computer gings dann weiter mit teilweise Ascaron.

Aber vorallem tut mir Pandemic leid

Saboteur war ja mal richtig geil so wie ich das mitbekommen hab.
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