7 Days to Die : Durch eine unbedachte Äußerung im Kommentarbereich einer negativen Nutzer-Review haben die Entwickler von 7 Days to Die einen regelrechten Shitstorm auf sich gezogen - und der hält bereits seit gut drei Wochen an. Durch eine unbedachte Äußerung im Kommentarbereich einer negativen Nutzer-Review haben die Entwickler von 7 Days to Die einen regelrechten Shitstorm auf sich gezogen - und der hält bereits seit gut drei Wochen an. Von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt hat sich im Kommentarbereich einer auf der digitalen Vertriebsplattform Steam veröffentlichten Nutzer-Review zum Zombie-Survival-Titel 7 Days to Die ein nicht enden wollender Shitstorm gegen das zuständige Entwicklerteam entwickelt. Der Grund: Einer der Indie-Entwickler ließ sich unter der ziemlich negativ ausgefallenen Wertung zu einem etwas unbedachten und pampigen Kommentar hinweisen, in dem er dem Kritiker unterstellt, lediglich ein Troll zu sein.

Vor allem der Vorwurf, ein unfertiges Spiel veröffentlicht zu haben, ist dem Entwicklerstudio The Fun Pimps offenbar ein Dorn im Auge. In besagtem Kommentar heißt es, dass dreieinhalb Monate in der Spielentwicklung kein langer Zeitraum seien und dass man schließlich mit anfangs nur fünf und mittlerweile immerhin elf Entwicklern an der Fertigstellung von 7 Days to Die arbeite. Die zuletzt recht hohe Update-Frequenz spreche doch für sich, findet der Entwickler mit dem Nicknamen »Kinyajuu«.

Auch, dass das Spiel etwas unrund laufe und von ständigen Lags und Rucklern geplagt werde, möchte der Fun-Pimps-Mitarbeiter nicht gelten lassen. Das Entwicklerteam selbst nehme ständig In-Game-Videos mit Fraps auf und nutze dazu einen drei Jahre alten HP-Computer mit einer i5-CPU, acht Gigabyte Arbeitsspeicher und einer durchschnittlichen NVidia-Grafikkarte für 100 US-Dollar und bemerke dabei keinerlei Lags oder dergleichen.

Soweit, so gut - mit seinem Vorwurf, dass der Review-Verfasser nur relativ wenig Zeit mit dem Spiel verbracht habe und man deshalb glauben könne, er würde lediglich einen Troll-Versuch starten, ging »Kinyajuu« dann jedoch für den Geschmack der Steam-Community etwas zu weit: Auf mittlerweile über 61 Seiten haben sich zwischenzeitlich über 600 zum größten Teil erboste Kommentare von Nutzern angesammelt - Tendenz, trotz der Tatsache, dass die Review mittlerweile rund drei Wochen alt ist, minütlich steigend. Grundtenor der Aussagen: Das Spiel mache zwar einen interessanten Eindruck, aufgrund des Entwickler-Verhaltens unter der Review werde man jedoch von einem Kauf absehen.

Zudem werden immer wieder Vergleiche zum Debakel um das mittlerweile Infestation: Survivor Stories genannte Zombie-Survival-Spiel The WarZ gezogen, dessen Entwickler es sich unter anderem infolge diverser arrogant anmutender Reaktionen auf die Kritik von Spielern ebenfalls mit vielen Steam-Nutzern verscherzten.

Für das Entwicklerteam ist das übrigens nicht der erste unangenehme Vorfall im Zusammenhang mit 7 Days to Die: Erst im Oktober 2013 wurde das Spiel auf Steam gesperrt, da zeitweise der Vorwurf einer Copyright-Verletzung im Raum stand. Offenbar hatte es The Fun Pimps trotz mehrmaliger Aufforderung des Rechteinhabers versäumt, das zur Debatte stehende Gegner-Modell auszutauschen und sah sich so schließlich mit einer einstweiligen Verfügung konfrontiert.

7 Days to Die
Mit derartig hässlichen Fratzen machen wir kurzen Prozess. Die Axt eignet sich übrigens nicht nur zum Bäume fällen…