Alice: Madness Returns - PC

Action-Adventure  |  Release: 16. Juni 2011  |   Publisher: Electronic Arts
Seite 1 2   Fazit Wertung

Alice: Madness Returns im Test

Ist die Frau irre?

Electronic Arts’ Hüpf-Actionspiel Alice: Madness Returns knüpft an die Tradition des Vorgängers an, spielt sich im Test der PC-Fassung aber arg veraltet - trotz wunderbar verrückter Fantasywelt.

Von Daniel Matschijewsky |

Datum: 17.06.2011


Zum Thema » Test-Video zu Alice 2 Kommentierte Spielszenen & Fazit » Technik-Check zu Alice Anforderungen & Grafikvergleich » Alice: PC vs. Konsole Grafikvergleich im Video » So beginnt das Spiel Video: Die ersten 10 Minuten » Alice mit und ohne PhysX Die Zusatz-Effekte im Video Alice 2 ab 7,36 € bei Amazon.de Beim Test von Alice: Madness Returns haben wir so manche Strichliste geführt. Etwa darüber, wie oft man unfreiwillig in den Tod stürzt. Oder auf wie viele hin- und herschwebende Plattformen die junge Heldin im Spielverlauf springen muss, selbstredend unterteilt in die möglichen Richtungen »horizontal« und »vertikal«.

Denn nachdem wir Electronic Arts’ mit Spannung erwartete Fortsetzung von American McGee’s Alice (2000) durchgespielt hatten, beschlich uns das Gefühl, nichts anderes geleistet zu haben, als über gefühlt eine Million Plattformen zu hüpfen. Oder eben daneben. Spieldesign von Vorvorgestern wollten wir mit dickem Rotstift unter unsere Listen schreiben. Wären da nicht zwei elementare Aspekte, die Alice: Madness Returns vor dem Absturz bewahren.

Folge dem weißen Kaninchen

Erstens ist da die spannende Geschichte, die uns bereits in den ersten Minuten förmlich ins Spiel saugt. Madness Returns setzt zehn Jahre nach dem Ende des Vorgängers an (den man nicht zwangsläufig gespielt haben muss) und erzählt von der zwar älter gewordenen, aber nach wie vor psychisch sehr labilen Alice Liddell, die den Tod ihrer Eltern zu verarbeiten sucht.

Alice: Madness Returns

Die sind bei einem Hausbrand ums Leben gekommen, und nun gibt Alice sich die Schuld an der Tragödie. Um mit ihrem Schmerz klar zu kommen, flieht das Mädchen abermals ins Wunderland, nur um festzustellen, dass dort eine ominöse Macht in Form eines riesigen, brennenden Zuges alles zu vernichten droht. Schnell wird klar: Die Geschehnisse in dem Fantasiereich stehen in direkter Verbindung mit Alice’ realer Vergangenheit. In den Levels verteilte Erinnerungsfetzen und in cooler Scherenschnitt-Optik gehaltene Zwischensequenzen enthüllen uns nach und nach, wie es zu dem folgenschweren Feuer kam und - vor allem - wer wirklich dahinter steckt.

Die erzählerisch mutige Auflösung überrascht uns, das hätten wir so nicht erwartet. Madness Returns spinnt vor allem durch seine undurchsichtigen Figuren eine faszinierend verschrobene Geschichte, die im Zusammenspiel mit dem schrägen Stil das Herz des Hüpfabenteuers bildet. Schade nur, dass die Handlung zur Mitte hin an Tempo verliert und sich dadurch unnötig zieht. Ein vergleichsweise kleines Manko in der ansonsten sehr gut präsentierten Story.

Ein Quell der Fantasie

Zweiter Pluspunkt - und da steht Madness Returns seinem in dieser Hinsicht legendären Vorgänger in nichts nach - ist das düster-morbide, durchweg stimmige und vor allem höchst kreative Artdesign. Was auch immer die Entwickler für bizarre Fantasien haben, sie fanden ihren Weg ins Spiel.

Alice: Madness Returns : So kreativ die Levels sind, so öde fallen die Sprungeinlagen aus. So kreativ die Levels sind, so öde fallen die Sprungeinlagen aus.

Da wandern wir durch quietschbunte Märchenwälder, hüpfen zwischen Schäfchenwolken über riesige Spielkarten, rutschen eine Murmelbahn entlang oder kämpfen uns unter Wasser durch groteske Korallenformationen. Dieses hohe künstlerische Niveau hält das Programm von Anfang bis Ende aufrecht; schon lange nicht mehr waren wir in einem Spiel so sehr darauf gespannt, was uns wohl hinter der nächsten Ecke erwartet.

Ärgerlich indes, dass Madness Returns zwar stilistisch überzeugt, aber im Kern technisch veraltet ist. Leveldetails, Beleuchtung, Weitsicht, Charakteranimationen und Polygonanzahl sind nicht zeitgemäß, manche Gebiete wie die Eistundra zu Beginn des dritten Kapitels sind regelrecht hässlich, und was uns das Spiel bisweilen als Textur hinklatscht, könnte aus seinem elf Jahre alten Vorgänger stammen. Das stimmige Artdesign macht dieses Manko zumindest teilweise wieder wett. Außerdem: In der PC-Version von Alice: Madness Returns lassen sich PhysX-Effekte aktivieren, die einige der Grafikeffekte deutlich aufwerten, wie das Beispielvideo zeigt.

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Avatar Kehool
Kehool
#1 | 17. Jun 2011, 14:49
geringer wiederspielwert ist also ein pluspunkt? ;)
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Avatar mebert
mebert
#2 | 17. Jun 2011, 14:51
Zitat von Kehool:
geringer wiederspielwert ist also ein pluspunkt? ;)


Is nunmal die Gamestar da zählen andere Werte :)
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Avatar evil_monkey
evil_monkey
#3 | 17. Jun 2011, 14:52
finde die kritik zu stark. teil 1 habe ich gestern mal wieder angefangen und sehe gleiche kritikpunkte. warum also für teil 2 10 punkte weniger als für teil 1?

achja, wie kann ich die sprache umstellen? hoffe doch nicht nur ausschließlich via ea origin, denn das programm verbindet mich einfach nicht. wäre sehr nett, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte. besten dank!
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Avatar anon_kun_uguu
anon_kun_uguu
#4 | 17. Jun 2011, 14:56
Zitat von evil_monkey:
finde die kritik zu stark. teil 1 habe ich gestern mal wieder angefangen und sehe gleiche kritikpunkte. warum also für teil 2 10 punkte weniger als für teil 1?

achja, wie kann ich die sprache umstellen? hoffe doch nicht nur ausschließlich via ea origin, denn das programm verbindet mich einfach nicht. wäre sehr nett, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte. besten dank!


schätze mal, in den vergangenen 10 jahren haben sich die ansprüche geändert, wie das nun mal so mit der zeit passiert.
guck dir die wertungen zu duke nukem an, gleiches prinzip
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Avatar Sepheran
Sepheran
#5 | 17. Jun 2011, 14:58
Ich bin entäuscht von Alice II. Die Grafik ist nicht wirklich gelungen auch wenn das Setting natürlich sehr irre ist. Aber das ganze ist immer dasselbe man kommt zu einem der Charaktere aus den Büchern muss dann besorgungen machen. Das bedeutet erst mal rumhüpfen und zwischendurch kämpfen. Das Unterwasserlevel vor allem ist dabei so verdammt öde geworden.
PhysiX würde zumindest die Grafik etwas verbessern, da ich aber eine ATI Karte besitze bekomme ich nur Xbox360 Grafik auf der ich das Spiel auch schon zu 3/4 durch habe.
Die Story dümpelt so dahin und man kommt aus den Dialogen mit mehr ? raus wie rein.
Naja ich habe mir viel mehr davon erhofft. Wer Mario64 mochte und noch Blut sehen will sollte unbedingt zugreifen.
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Avatar Bruce will es
Bruce will es
#6 | 17. Jun 2011, 15:03
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Belandriel
Belandriel
#7 | 17. Jun 2011, 15:05
Wieder mal ein schlechter Witz mit Physx.... wer will mir denn erzählen, dass ein Quadcore oder ne DX11 Karte nicht in der Lage ist, den lächerlichen Bullshit zu berechnen?
Ich hab eher das Gefühl, dass die sich Mühe geben müssen, damit es NICHT flüssig auf anderen Systemen läuft ^^
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Avatar captain_drink
captain_drink
#8 | 17. Jun 2011, 15:07
"Spieldesign von Vorvorgestern"? Warum? Dass ein Hüpfspiel hauptsächlich aus Hüpfsequenzen besteht, ist ja nicht unbedingt überraschend. Jump and Runs spielen sich im Wesentlichen seit 25 Jahren gleich, wo ist das Problem? "Frustiges" Herunterfallen gehört da nunmal zum Spielprinzip, es unbeschadet über die Plattformen zu schaffen macht ja den Reiz aus. Der Test macht auf mich den Eindruck, als würde man das Genre "Jump and Run" selbst kritisieren.
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Avatar Bruce will es
Bruce will es
#9 | 17. Jun 2011, 15:10
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Avatar knallfrosch
knallfrosch
#10 | 17. Jun 2011, 15:15
was ich schlichtweg interessant finde, geht mal auf metacritic.com und schaut euch die durchschnittswertungen der magazine an und dann der spieler!Magazine sind alle bei ca. 70 und die Spielerschaft bei 8,3!
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Details zu Alice: Madness Returns

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 16. Juni 2011
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Spicy Horse
Webseite: http://www.ea.com/alice
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 485 von 5762 in: PC-Spiele
Platz 78 von 1438 in: PC-Spiele | Action | Action-Adventure
 
Lesertests: 4 Einträge
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