Aliens: Colonial Marines : Der neuste Teil der Alien-Spiele-Reihe nutzt eine modifizierte Version der sechs jahre alten Unreal Engine 3, die in vielen Spielen zum Einsatz kommt. Der neuste Teil der Alien-Spiele-Reihe nutzt eine modifizierte Version der sechs jahre alten Unreal Engine 3, die in vielen Spielen zum Einsatz kommt.

Fast sechs Jahre dauerte die Entwicklung von Aliens: Colonial Marines; sechs Jahre, in denen die Teams von Entwickler Gearbox und TimeGate Studios Zeit ohne Ende hatten, am Franchise-Spiel zur Kult-Weltraum-Schocker-Filmreihe zu schrauben. Doch was lange währt, wird eben nicht immer gut, das zeigt bereits unserer Test zu Aliens: Colonial Marines. Gamestar-Redakteur Jochen Gebauer nannte das Spiel gar einen »uninspirierten und technisch desolaten Ego-Shooter«, und anderen Spielemedien schlagen in die gleiche Kerbe. Das Spiel kommt inhaltlich also bei Weitem nicht an die von Ridley Scott begonnene Alien-Reihe heran. Für diesen Technik-Check haben uns den Shooter und seine Systemanforderungen nochmals genauer angeschaut.

Zum Thema » Aliens: Colonial Marines im Test B-Movie zum Selberspielen » Geschichte der Alien-Spiele Historie zur Shooter-Reihe » Boxenstopp-Video Collector's Edition ausgepackt Aliens: Colonial Marines ab 16,99 € bei Amazon.de Aliens: Colonial Marines für 14,99 € bei GamesPlanet.com Dabei können wir bereits jetzt vorweg nehmen, dass es dem Spiel auch grafisch eher selten gelingt, die tolle Stimmung der Filme einzufangen. Der positive Nebeneffekt: Sie brauchen keine Alien-Technologie, um Colonial Marines flüssig spielen zu können, sofern Sie das denn wollen. Als grafisches Grundgerüst nutzt Entwickler Gearbox eine modifizierte Version der betagten Unreal Engine 3. Unter diesen Voraussetzungen ist es wenig verwunderlich, dass die Optik des Spiels altbacken wirkt. Die meisten Texturen sind unscharf bis völlig vermatscht, und viele der organischen Objekte wie das Alien-Gewebe an den Wänden sind mit einer für die Unreal Engine 3 typischem Klarlackschicht überzogen und haben dadurch einen ziemlichen Plasti-Look.

An einigen Stellen im Spiel hat es Gearbox allerdings doch geschafft, das Flair der Filme umzusetzen. Der Großteil der elf Level ist sehr detailreich gestaltet und orientiert sich dabei stark an den Sets der Filmvorlage. Umso ärgerlicher sind daher Grafikfehler und Bugs. Denn selbst wenn es uns gelingt dank der erwähnten Detailfülle und -treue, über die schwache Beleuchtung und den nicht vorhandenen oder nicht nachvollziehbaren Schattenwurf hinwegzusehen, holen uns im Test regelmäßig matschige Texturen, Clipping-Fehler oder schwebende Gegenstände auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Vorteil der veralteten Technik liegt wie bereits erwähnt in den sehr niedrigen Hardwareanforderungen. Im Test konnten wir Aliens: Colonial Marines mit einer 2,8 GHz schnellen Dual-Core-CPU, 2,0 GByte Arbeitsspeicher und einer Radeon HD 4870 oder einer Geforce GTX 260 mit Full-HD-Auflösung und maximalen Details flüssig spielen. Zur Verdeutlichung: Eine solche Konfiguration entspricht einem knapp fünf Jahre alten Rechner.

Aliens: Colonial Marines : Stellenweise fängt das Spiel die Atmosphäre der Filme gut ein. Hier befinden wir kurz vor der verlassenen Kolonie Hadley's Hope. Stellenweise fängt das Spiel die Atmosphäre der Filme gut ein. Hier befinden wir kurz vor der verlassenen Kolonie Hadley's Hope.

Systemanforderungen

Mindestanforderung für 1920x1080, Minimum
Grafikkarte: Geforce 8800 GT oder Radeon HD 2900 XT
Prozessor: Core 2 Duo E4300 oder Athlon X2 4400+
Arbeitsspeicher: 2,0 GByte
Festplattenspeicher: 20 GByte

Mindestanforderung für 1920x1080, High-End
Grafikkarte: Geforce GTX 260 oder Radeon HD 4870
Prozessor: Core 2 Duo E7400 oder Athlon II X2 250
Arbeitsspeicher: 2,0 GByte
Festplattenspeicher: 20 GByte

Grafikeinstellungen

Im Grafikmenü von Aliens: Colonial Marines lässt sich nur wenig einstellen – hier zeigt sich, dass das Spiel eine Konsolenportierung ist. Neben den Klassikern wie Helligkeit, V-Sync und der Auflösung können wir lediglich bestimmen, wie groß das Sichtfeld ausfallen soll, sowie den Detailgrad der Marines, der Alien-Texturen und der Spielwelt selbst festlegen.

Aliens: Colonial Marines : Wie bei den meisten Multiplattform-Spielen fällt auch das Grafikmenü von Aliens: Colonial Marines relativ spartanisch aus. Wie bei den meisten Multiplattform-Spielen fällt auch das Grafikmenü von Aliens: Colonial Marines relativ spartanisch aus.

Grafikqualität

Grafisch hinkt das Spiel der aktuellen Konkurrenz um Jahre hinterher. Die lange Entwicklungszeit hat ihre Spuren hinterlassen; daran ändert auch die Modifizierung der Unreal Engine 3 kaum etwas. Nichts desto trotz sieht das Spiel stellenweise sehr stimmungsvoll aus. Besonders die Levels und die darin befindlichen Aliens sind detailgetreu und aufwändig gestaltet. Aber diese Highlights sind zu rar gesät, um den allgemein schwachen Eindruck der Grafik wettzumachen.


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Maximal
Schieben wir die Regler bis zum Anschlag, belohnt uns das Spiel mit schöneren Texturen und mehr Details. Der Atmosphäre ist das zuträglich, wirklich hübsch wird das Spiel dennoch nicht.

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Minimal
Mit minimaler Detailstufe läuft Aliens: Colonial Marines auch auf betagten Rechnern — sieht aber auch dementsprechend veraltet aus.