Anspruch & Wirklichkeit

Update: Wir haben Arma 2 in der Version 1.05 erneut getestet, mehr dazu lesen Sie im Nach-Test. Beachten Sie auch die Änderungen im Wertungskasten.

Auf der Verpackung von Arma 2 preist sich das neue Spiel der Operation Flashpoint-Macher als die »ultimative Militärsimulation«. Fest steht: Bis Codemasters Operation Flashpoint 2 (3.Quartal 2009) veröffentlicht, gibt es zumindest keine aktuelle Alternative zu Bohemia Interactives Arma 2.
Genug Erfahrung um das selbstgesteckte Ziel zu erreichen, hätte das tschechische Entwicklerteam aus der Arbeit an den beiden Vorgängern eigentlich mitbringen müssen.

Immerhin setzten die Böhmen mit ihrem Erstlingswerk Operation Flashpoint vor fast genau acht Jahren neue Maßstäbe in Sachen offene Welt und spielerische Freiheit. Doch seit 2001 haben sich die technischen Möglichkeiten und die zu leistenden Standards verändert. Das Ergebnis: Arma 2 ist gemessen an aktuellen Maßstäben selten »ultimativ«, dafür aber fehlergeplagt und stellenweise technisch und spielerisch längst überholt.

Trotzdem führt für Fans von anspruchsvollen und vielseitigen Taktik-Shootern kein Weg an der durchaus atmosphärischen Kriegssimulation vorbei. Wie gesagt: Es gibt keine Alternativen.

» Arma 2 gegen Operation Flashpoint 2-Special in zwei Teilen lesen

» Technik-Check zu ARMA lesen
» Test-Video zur Technik von Arma 2 anschauen
» Test-Video zum Einzelspielermodus von ARMA 2 anschauen

Arma 2

Vergessen Sie Call of Duty! Wenn Sie in Arma 2 als Durchschnittssoldat überleben wollen, müssen Sie langsam, mit Bedacht und am Besten in Begleitung von verlässlichen Kameraden vorgehen. Das Spiel bemüht sich realitätsnahe Kämpfe und die entsprechenden Bedingungen zu bieten. Gefechte finden in der riesigen, aufwändig gestalteten und frei begehbaren Spielwelt also meist über große Distanzen statt.

Das pixelgenaue Absuchen des Horizonts ist dabei Pflicht, denn Ihre Gegner zielen auch aus weiter Ferne sehr gut, oft sogar etwas zu gut und eine automatische Regeneration der Lebenspunkte gibt es nicht. Ein, zwei Treffer und Sie sind erledigt, es sei denn ein herbeigerufener Sanitäter ist schnell genug an Ihrer Seite. Theoretisch können die Kollegen Sie sogar aus der Schusslinie ziehen oder tragen. Im Test haben wir dieses Verhalten allerdings nie beobachtet und waren schon froh, wenn sich die Sani-KI nicht stumpf über den Haufen ballern lies oder überhaupt den Weg zu uns fand.