Battlefield 3 : Gibt es bald keine Hubschrauber mehr in Battlefield 3? Gibt es bald keine Hubschrauber mehr in Battlefield 3? Weil der Entwickler DICE bei der Produktion des Multiplayer-Shooters Battlefield 3 Hubschrauber ins Spiel eingebaut hat, ohne dabei die Verwendungsrechte beim Hersteller einzufordern, hat der Großkonzern Textron im Dezember letzten Jahres Klage gegen den Publisher Electronic Arts eingereicht. Insgesamt drei verschiedene Hubschrauber-Modelle: AH-1Z Viper, UH-1Y und V-22 Osprey habe man bei der Entwicklung von Battlefield 3 verwendet, ohne die Lizenz des Huschrauber-Produzenten anzufragen.

Weil der Konflikt in Gesprächen der beiden Unternehmen nicht beigelegt werden konnte, hat sich der Publisher EA nun dazu entschieden in die Offensive zu gehen. Statt der Klage von Textron nachzugeben fordert EA jetzt gerichtlich ein, dass zukünftige Shooter auch ohne die Rechte eines Rüstungskonzerns dessen Fahrzeuge darstellen dürfen.

»Die von Bell produzierten Helikopter, welche in Battlefield 3 dargestellt werden, sind nur einige von vielen außergewöhnlichen, kreativen, audio-, visuellen-, und Programmier-Elementen [von Battlefield 3]«, schreibt Publisher EA in der Klage-Schrift gegen Textron.

Anders als in Rennspielen seien die Hubschauber kein zentrales Element des Spielgeschehens wie zuletzt im Action-Rennspiel Need for Speed: The Run. Darum benötigt man nach Meinung des Publishers nicht die Einwilligung des Herstellers, in diesem Fall Bell Helicopters, einer Tochterfirma von Textron.

Diesen Freitag geht der Streit vor Gericht und dann wird sich zeigen, ob in Zukunft jeder Shooter ohne die Rechte eines Rüstungsunternehmens dessen Waffen und Fahrzeuge verwenden darf oder nicht. Einen ähnlichen Rechtsstreit gewann Electronic Arts schon im Fall der Sportsimulation NCAA Football. Dort hatte EA den College-Quarterback Ryan Hart ins Spiel eingebaut, ohne vorher sein Einverständnis einzuholen. Als dieser vor Gericht klagte, berief sich der Publisher darauf, dass College-Athleten mit dem NCAA-Amateur-Reglement behandelt werden und darum nicht das Recht hat, sein eigenes Image zu vermarkten.