Call of Duty-Reihe : Lässt das Interesse an der Marke langsam nach? Lässt das Interesse an der Marke langsam nach? Zu seiner Veröffentlichung konnte der Ego-Shooter Call of Duty: Modern Warfare 3 noch einen Verkaufsrekord nach dem nächsten aufstellen. Allein in Deutschland verkaufte sich der aktuellste Vertreter der Call of Duty-Serie über eine Million mal.

Trotzdem gingen die Verkaufszahlen, Analysten von Macquarie Equities zufolge, zurück. So habe sich Modern Warfare 3 bisher insgesamt schlechter verkauft als Call of Duty: Black Ops von 2010. Genauere Zahlen sind nicht bekannt, jedoch spricht man von einer Differenz von etwa fünf Prozent.

Viel interessanter ist jedoch, dass scheinbar auch das allgemeine Interesse im Zeitraum nach der Veröffentlichung deutlich schneller zurückgegangen ist. So ging Modern Warfare 3 (Release 9. November 2011) diesen März nur halb so oft über die Ladentheke wie Black Ops (Release 8. November 2010) im März 2011.

Begründet wird dieser Rückgang jedoch nicht nur mit dem schwindenden Interesse an der Call of Duty-Serie an sich, sondern auch mit dem Kaufverhalten vieler Konsumenten (O-Ton: »casual player«), die nicht mehr so viel Geld in Spiele zu ihrer Veröffentlichung investieren, sondern ihre Konsole verstärkt für andere Entertainment-Angebote wie Video-Streaming verwenden.

Für die Zukunft sieht der von vielen Spielern »liebgewonnene« Analyst Michael Pachter von Webush Securities eine deutlich größere Gewichtung des Veröffentlichungszeitraumes für die Verkäufe.

Activision Blizzard scheint jedoch eine gute Kompensationsmöglichkeit dafür gefunden zu haben: 34 Prozent aller Einnahmen des letzten Geschäftsquartals gehen auf das Konto des Digitalvertriebs, zu denen die Abonnenten des »Elite«-Premium-Dienstes von Modern Warfare 3 einen großen Teil beitragen.

Quelle: gamasutra.com