Command & Conquer 4: Tiberian Twilight im Test
Rasante, aber seichte Action-Strategie
Fazit der Redaktion
Daniel Matschijewsky: Ich vermisse etwas in Command & Conquer 4. Nicht die serientypisch doofen Sammler oder den Basisbau, sondern etwas viel Wichtigeres: die Seele. Dieses Spiel fühlt sich durch und durch wie Echtzeit-Strategie vom Fließband an. Vielen Missionen fehlt es an Pepp, die Filmsequenzen waren auch schon mal knackiger, und zu keiner Zeit hebt sich das neue C&C auch nur irgendwie von üblicher Genre-Kost ab. So bin ich ganz froh, dass die Tiberium-Saga nun abgeschlossen ist. Allerdings hätte ich mir ein ruhmreicheres Ende gewünscht.
Wo ist die Seele?
Michael Graf: Wie passend. Die Tiberium-Saga, die einst den Echtzeit-Boom lostrat, geht nun mit dem Genre zugrunde. Nein, pardon, das war zu hart formuliert, C&C 4 ist ja kein schlechtes Spiel. Denn die unkompliziert-flotten Knallschlachten werden so schnell nicht langweilig, vor allem dank der Rollenspiel-Motivation und des durchdachten Schere-Stein-Papier-Prinzips. Auf Dauer fehlen mir aber Anspruch und Abwechslung. Ganz davon abgesehen, dass mich das Kampagnenende maßlos enttäuscht. Da wär's mir lieber gewesen, Electronic Arts hätte die Geschichte vernünftig zu Ende erzählt. Von mir aus in einem weiteren Addon zu C&C 3.
So komplex wie Kanes Frisur